weather-image

Wolfsburger Punkt-Starthilfe für Augsburg - 0:0

0.0
0.0
FC Augsburg - VfL Wolfsburg
Bildtext einblenden
Der Wolfsburg Ricardo Rodriguez (r) grätscht gegen Milan Petrzela vom FC Augsburg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa

Augsburg (dpa) - Torlos und trostlos! Der VfL Wolfsburg und der FC Augsburg haben den 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einer unansehnlichen Nullnummer eröffnet.


Nach den zwei Niederlagen in der vergangenen Saison war es für die Niedersachsen immerhin der erste Punktgewinn überhaupt gegen den FCA, der seinerseits nach dem Fehlstart mit zwei Niederlagen vor 28 512 Zuschauern wenigstens den ersten Zähler in seiner zweiten Erstliga-Spielzeit holte.

Anzeige

»Wir haben 90 Minuten gekämpft, Leidenschaft gezeigt und dann geht das Unentschieden auch so in Ordnung«, sagte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl. »Zumindest ein Teilerfolg, dass wir zu Null gespielt haben. Vom Spielverlauf können wir froh sein«, urteilte FCA-Verteidiger Sebastian Langkamp. Wolfsburgs Trainer Felix Magath meinte: »Wir haben zu Null gespielt, das war für mich wichtig. An der Offensive werden wir weiter arbeiten müssen.«

Für die gemeinsame Aktion der Bundesliga-Clubs für mehr Toleranz und Integration in Deutschland liefen beide Mannschaften anstelle der Trikotwerbung mit dem Slogan »Geh deinen Weg« auf. Dem Motto mochte offenbar auch Magath persönlich gerecht werden, indem er Coach mal wieder mit eigenwilligen personellen Entscheidungen aufwartete: So standen die eigentlich ausgemusterten Dänen Simon Kjaer und Thomas Kahlenberg nicht nur in der Startelf, sondern das auch noch als defensives Sechser-Duo vor der Abwehr.

Für Kreativität und Offensivgeist sprach das nicht - zwei Wochen nach der 0:4-Demontage gegen Hannover wollte Magath wohl für mehr Stabilität sorgen. »Man hat gesehen, dass das 0:4 noch in den Knochen war. Da hat uns einfach die Sicherheit gefehlt«, sagte Magath. Vor den zwei Zerstörern mühte sich der Brasilianer Diego meist allein um Ideen und Schwung im Wolfsburger Angriffsspiel, dem aber meist Gefahr fehlte, zumal der angeschlagenen Angreifer Bas Dost zunächst nur auf die Bank saß. Ivica Olic rackerte umsonst in der Sturmspitze, erst später auf dem rechten Flügel hatte der Kroate einige gute Offensivaktionen.

Aber auch die Augsburger hatten nur Kampfgeist und Leidenschaft anzubieten, die Kreativität fehlte. Viele lange Bälle landeten im Nichts. Aristide Bancé mit einem abgefälschten Schuss (5.) und Torsten Oehrl (10.) sorgten vor der Pause ansatzweise für Gefahr. Kein Handicap für die Augsburger war der Ausfall von Torwart Simon Jentzsch. Sein junger Vertreter Mohamed Amsif (23) war selten gefordert und bis auf einen Wackler verlässlich. Schüsse von Diego (17.) und Vieirinha (48.) parierte der Marokkaner sicher.

Mit der Hereinnahme von Dost signalisierte Magath nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit immerhin, dass er wohl mehr wollte. Der holländische Torjäger hatte auch gleich eine große Kopfballchance, legte aber auf Kahlenberg ab, statt selbst auf das Tor zu köpfen (72.). Insgesamt taten die Wolfsburger mehr, aber die Aktionen waren in letzter Konsequenz nicht zielstrebig genug. Augsburg kam nach der Pause praktisch überhaupt nicht gefährlich vor das Wolfsburger Tor.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 39,5 - 60,5

Torschüsse: 7 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 42,7 - 57,3

Fouls: 14 - 25

Ecken: 5 - 3

Quelle: optasports.com

- Anzeige -