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Zaunanlage in Entfelden darf stehen bleiben

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Dieser Zaun in Entfelden darf nach dem Beschluss des Gemeinderats Reit im Winkl bestehen bleiben. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Die Zustimmung des Gemeinderats in seiner vergangenen Sitzung fand ein Antrag auf Bau eines Zauns bei zwei Anwesen an der Chiemseestraße in Entfelden. Nicht einverstanden war das Gremium aber bei einem Bauantrag auf Einbau von zwei Wohnungen und einer Ferienwohnung in einem Anwesen an der Unterbichler Straße.


Zum Bau des Zauns lag ein Antrag auf isolierte Abweichung vor. Dieser kommt nach Auskunft von Bürgermeister Josef Heigenhauser bei Bauvorhaben zum Tragen, die grundsätzlich genehmigungsfrei sind, aber den Festsetzungen der örtlichen Baugestaltungssatzung widersprächen. In diesem Fall handelt es sich um einen Holzzaun mit einer Höhe von 1,20 Metern. Laut den Bestimmungen in der Baugestaltungssatzung dürfen Zäune eine Höhe von einem Meter nicht überschreiten.

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Als Begründung wird in dem Antrag bemerkt, dass der bisherige, ein Meter hohe Zaun für die Kühe eines angrenzenden Weidebetriebs kein wirksames Hindernis dargestellt habe und die Tiere ständig in ihren Gärten gewesen seien. Der neue, 1,20 Meter hohe Zaun habe schnellstmöglich wegen des Weideviehs, das auch im Winter im Freien sei, und des nahenden Wintereinbruchs aufgestellt werden müssen, da ein Abwarten bis zur Gemeinderatssitzung nicht möglich gewesen sei.

Bürgermeister Josef Heigenhauser bezeichnete diese Begründung als nachvollziehbar, und die Überschreitung der zulässigen Höhe um 20 Zentimeter sei in diesem Fall notwendig. Auch der gesamte Gemeinderat war dieser Meinung und stimmte dem Antrag zu.

Ein weiteres Mal befasste sich das Gremium mit einem Bauantrag auf Einbau von zwei Wohnungen und einer Ferienwohnung mit Anhebung des Dachstuhls in einem Anwesen an der Unterbichler Straße. Zuletzt wurde in einer Sitzung des Bauausschusses im September das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Nun wurde durch die Antragsteller ein Austauschplan beim Landratsamt Traunstein eingereicht und von diesem an die Gemeinde gesandt.

Demnach soll die Garage abgerissen und eine Ferienwohnung eingebaut werden. Die Grundfläche würde sich somit um 64 auf 181 Quadratmeter erweitern. Nach jeweiligen Änderungen der Grundfläche war der Bauantrag im Verlauf des Jahres in mehreren Sitzungen behandelt worden. Zuletzt war die Sanierung des Bestands mit einer Grundfläche von 117 Quadratmetern beantragt und genehmigt worden.

Weiter sollte dem Bauantrag zufolge das Gelände auf der Ostseite um bis zu einen Meter abgegraben werden, was den Bestimmungen der gemeindlichen Baugestaltungssatzung widerspricht. Der Gemeinderat verweigerte dem Bauantrag einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. sh