weather-image
20°

Zeit für Sommerreifen

Kaum lässt sich die Sonne öfter blicken, scharren viele Autobesitzer schon mit den Füßen. Doch die warmen Sonnenstrahlen können trügerisch sein, jetzt im Frühling fallen die Temperaturen nachts häufig noch unter null. Für Autofahrer bedeutet das, dass sie mit dem Wechsel ihrer Reifen noch eine Weile warten sollten.

Winterreifen sind vom Material her weicher als Sommerreifen. Werden die Temperaturen zu hoch, nutzen sie sich schneller ab. Ein Wechsel auf Sommerreifen zum passenden Zeitpunkt spart Sprit und sorgt für kürzere Bremswege und eine höhere Fahrstabilität. Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV)stellt klar, dass es keinen allgemeingültigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel gibt. Zwar kennen viele die Faustregel "von Ostern bis Oktober" (fährt man mit Sommerreifen), allerdings sollte man sich auf diese Regel nicht blind verlassen. Stattdessen gilt es, die Temperaturen über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Erst wenn die Temperaturen längerfristig über sieben Grad liegen und auch Nachtfrost weitestgehend ausgeschlossen werden kann, lohnt sich ein Wechsel. Winterreifen bieten bei Schnee und Glatteis bessere Bodenhaftung, darum sind sie im Winter inzwischen auch verpflichtend. Wer bei widrigen Wetterbedingungen auch im März oder April mit den falschen Reifen erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Es ist also sinnvoll mit dem Wechsel zu warten, bis die Temperaturen wirklich stabil im positiven Bereich sind.

Anzeige

Reifenwechsel in der Werkstatt

März bis Mai sind beliebte Monate für den Reifenwechsel, darum ist es sinnvoll, frühzeitig einen Termin in der Werkstatt seines Vertrauens zu vereinbaren. Wer noch keine Werkstatt gefunden hat, kann auf Seiten wie Drivelog günstige Angebote in seiner Umgebung finden und vergleichen. Der Vorteil am Reifenwechsel in einer Werkstatt ist, dass diese beim Wechsel darauf achtet, dass die Profiltiefe der Reifen noch ausreichend ist, um den gesetzlichen Bestimmungen zu genügen. Diese besagen, dass Reifen mindestens ein Profil von 1,6 mm aufweisen müssen. Reifen, die älter als 8 Jahre alt sind, sollten im nächsten Jahr ausgetauscht werden. Ihr Material kann mit der Zeit brüchig geworden sein, was eine potentielle Unfallgefahr darstellt. Viele Werkstätten bieten zudem die Möglichkeit, die Winterreifen professionell einlagern zu lassen. Dies ist ideal für all diejenigen, die nicht über einen großen Keller oder eine eigene Garage verfügen. Reifen sollten dunkel, trocken und liegend gelagert werden. Nach dem Reifenwechsel sollte man etwa 50 bis 100 Kilometer fahren und dann noch einmal die Werkstatt aufsuchen, um d die Radmuttern nachziehen zu lassen. Für diesen kurzen Vorgang braucht man in der Regel keinen neuen Termin, sondern kann einfach spontan in der Werkstatt vorbeifahren. Kennt man die Werkstatt noch nicht so gut, spricht man das genaue Prozedere am besten gleich beim Reifenwechsel ab. (agm)

Bildrechte: Flickr Sommerreifen Dirk Vorderstraße CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten