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Zeitlos schöne Bilder und witzige Illustrationen

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Der Marquartsteiner Maler Georg Beyer vor einigen seiner Bilder in der neuen Ausstellung zu seinem 85. Geburtstag. (Foto: Giesen)

Einen beeindruckenden Querschnitt durch das malerische Werk von Georg Beyer gibt die neue Ausstellung in der Galerie Wichmann in Prien. Anlass zu der umfangreichen Präsentation mit über 100 Ölbildern, Aquarellen und grafischen Arbeiten ist der 85. Geburtstag des bekannten Marquartsteiner Künstlers, den er kürzlich gefeiert hat. Die meist kleinformatigen Werke stammen aus den letzten 40 Jahren mit Schwerpunkt auf den in jüngerer Zeit entstandenen.


Georg Beyer gilt als einer der letzten Maler der Münchner Schule. Die Malweise zeichnete sich durch ihre genaue und naturalistische Darstellung aus sowie eine besonders wirkungsvolle Farbgebung. Auch die Bilder von Georg Beyer sind geprägt von einer besonderen Liebe zum Detail innerhalb der harmonischen Gesamtkomposition des Bildes.

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Es sind zeitlos schöne Bilder, wie naturgetreu gemalte Blumen, die er gerne in Glasvasen darstellt, damit die ganze Pflanze als Einheit zu sehen ist. Stiefmütterchen, Kapuzinerkresse, Rosen oder Wiesenblumen leuchten im Spiel von Hell und Dunkel in den verschiedensten feinen Farbabstufungen. Dazwischen gibt es ebenso schöne Landschaftsbilder mit klassischen Motiven wie Chiemsee und Fraueninsel, aber auch wenig bekannten Plätzen und schönen Winkeln im Chiemgau, die den Blick des Betrachters für die Schönheit der Natur öffnen können. Aus allen Bildern spricht dabei die Liebe des Malers zu seiner Heimat. Zum harmonischen Gesamteindruck tragen die jeweils passend ausgewählten Rahmen bei.

Einen anderen Georg Beyer mit tiefgründigem Humor zeigen die Beispiele der grafischen Arbeiten in der Ausstellung wie Illustrationen und Zeichnungen. Seit den 1960er Jahren fertigt der Künstler mit unerschöpflichem Ideenreichtum grafische Arbeiten für verschiedene Verlage und illustrierte viele Bücher mit seinen pointierten und oft witzigen Zeichnungen. In wenigen Strichen gelingt es Beyer, auch menschliche Schwächen zu karikieren, ohne dabei je verletzend zu wirken. Die Karikaturen vom FKK-Strand, »Wechseljahre« oder »Hitzewallungen« sind nur einige Beispiele dafür.

Georg Beyer wurde 1932 in Simonsdorf in der Gemeinde Bastheim in Unterfranken geboren. Von 1953 bis 1957 studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München bei den Professoren Anton Marxmüller und Josef Oberberger. Nach dem Examen arbeitete Beyer als Kunsterzieher an verschiedenen Gymnasien in Bayern und machte sich als Maler einen Namen.

Die Ausstellung in der Galerie Wichmann, Alte Rathausstraße 21, ist bis Sonntag, 18. Juni, täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Christiane Giesen