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Zu Besuch an einer schwierigen Grenze

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Steinmeier und Ehefrau Büdenbender
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Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender reisten am Sonntag nach Georgien. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Foto: dpa

Viele reisen als Urlauber nach Georgien. Der deutsche Bundespräsident aber hat andere Pläne: Er will in dem Land unter anderem mehr über eine schwierige Grenze erfahren.


Ihr lebt in einem schönen Land! Wer das zu den Menschen in Georgien sagt, bekommt oft eine Geschichte zu hören: Als Gott die Welt erschaffen hatte, wollte er das Land verteilen. Er rief alle Menschen zu sich, doch die Georgier kamen als letzte. Gott war sauer und fragte, warum. Die Georgier antworteten, dass sie unterwegs angehalten hatten, um etwas zu trinken und Gott zu preisen. Gott fand die Erklärung super und die Georgier nett. Deswegen bekamen sie ein Stück Land, das Gott eigentlich für sich aufgehoben hatte: Georgien.

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Natürlich ist das nur eine Geschichte. Tatsächlich aber hat Georgien vieles, was ein tolles Land ausmacht: Es gibt hohe Berge, ein Meer und es wachsen dort Früchte und Gemüse, aus denen die Menschen leckeres Essen herstellen. Im Norden grenzt Georgien an Russland. Im Südwesten an die Türkei.

Seit einigen Jahren ist das Land bei Urlaubern beliebt. Und auch der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier machte sich am Sonntag auf die Reise nach Georgien. Er will dort aber nicht baden oder wandern. Sondern er trifft etwa andere Politiker, um mit ihnen über die Lage in Georgien zu reden. Denn dort gibt es auch einige Probleme. Vor etwa zehn Jahren gab es Krieg mit Russland. Dabei ging es um zwei Gebiete, die sich von Georgien abtrennen wollten. Russland unterstützte die Gebiete, Georgien wollte sie behalten.

Die Grenze eines dieser Gebiete wird der deutsche Bundespräsident besuchen. Das Gebiet heißt Südossetien. Auch wenn der Krieg vorbei ist, gibt es in beiden Gebieten noch Streit. Georgien hat die Kontrolle über die Regionen verloren. Russland dagegen hat dort großen Einfluss. Das gefällt vielen Menschen in Georgien auch deshalb nicht, weil ihr Land früher einmal zum russischen Reich gehörte. Erst vor einigen Jahrzehnten wurde es unabhängig.

Präsident Frank-Walter Steinmeier wird aber nicht nur über die schwierigen Grenzen reden. Es hat auch andere Sachen vor. Zum Beispiel ist er in einer Schule in Georgien zu Gast.