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Zu dritt fällt die Einigung schwerer

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Einigung
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Eine Flagge des Freistaats Sachsen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa Foto: dpa

Stell dir vor, du willst mit einer Freundin ins Kino. Aber welchen Film schaut ihr euch an? Ihr müsst euch entscheiden. Doch dann will noch ein Freund mitkommen, aber einen anderen Film sehen. Sich da zu einigen, kann eine Weile dauern.


So ähnlich, aber wohl noch schwieriger wird es jetzt vermutlich in zwei Bundesländern laufen: in Sachsen und in Brandenburg. Dort gab es am Sonntag Wahlen für eine neue Regierung.

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In beiden Bundesländern bestanden die Regierungen bisher aus zwei Parteien. In Sachsen war das die CDU zusammen mit der SPD. In Brandenburg regierte die SPD zusammen mit der Linken. Doch am Sonntag bekamen diese Parteien viel weniger Stimmen.

Das bedeutet: Sie haben jetzt zusammen keine Mehrheit mehr. Diese braucht eine Regierung aber meistens, um ihre Ideen für die Politik durchsetzen zu können. Und deshalb werden sich jetzt wohl drei Parteien zusammentun müssen, um gemeinsam zu regieren.

Also zum Beispiel die CDU, die SPD und die Grünen. Oder SPD, Linke und Grüne. Das Problem dabei: Den Parteien sind verschiedene Dinge wichtig. Und in manchen Fragen sind sie sich sogar richtig uneins, was wohl die beste Lösung für ein Problem ist.

Deshalb müssen die Parteien in Brandenburg und Sachsen nun erstmal entscheiden: Mit wem wollen wir zusammenarbeiten? Und wie kann das gehen? Das ist dann deutlich schwieriger, als sich etwa auf einen Film zu einigen. Denn so eine Landesregierung soll nicht nur eine, sondern viele Entscheidungen treffen in den kommenden Jahren.

Deshalb wird es vermutlich auch eine ganze Weile dauern, bis sich in Sachsen und Brandenburg mehrere Parteien zusammengefunden haben, um gemeinsam im Bundesland zu regieren.