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Zu teuer: Straßensanierungen in Traunreut werden verschoben

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Die Siemensstraße in Traunwalchen ist eine der Straßen, die noch heuer hätte saniert werden sollen. Wegen der zu teuren Angebote der Firmen werden die Instandsetzungsmaßnahmen in das kommende Frühjahr verschoben und die Arbeiten neu ausgeschrieben. (Foto: Rasch)

Traunreut – Ursprünglich sollten noch heuer im Stadtgebiet von Traunreut einige Straßen und Wege saniert werden. Wegen zu teurer Angebote der Firmen sollen nach dem Willen des Stadtrats die Instandsetzungsarbeiten, bei denen es hautsächlich um Asphaltierungsmaßnahmen und um Ausbesserungen von Gehwegen handelt, jetzt in das Frühjahr 2019 verschoben werden.


Die Firma mit dem günstigsten Angebot hätte für die Arbeiten 656 600 Euro verlangt. Das wären 200 000 Euro oder 44 Prozent mehr, als das städtische Tiefbauamt auf der Grundlage der marktüblichen Preise berechnet hatte. Wie berichtet, hatte der Bauausschuss wegen des erhöhten Angebots dem Stadtrat empfohlen, im Herbst neue Angebote einzuholen.

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Der Stadtrat segnete die Empfehlung des Bauausschusses gegen die Stimme des Verkehrsreferenten Roger Gorzel (Bürgerliste) ab. Gorzel befürchtete, dass durch ein Hinausschieben der Arbeiten die Straßen nur noch schlechter würden und dadurch noch höhere Kosten entstehen könnten: »Das ist doch unwirtschaftlich.« Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann vertrat jedoch die Auffassung, dass die Maßnahmen nicht zwingend noch heuer erledigt werden müssten und durchaus über den Winter nach hinten verschoben werden könnten. Insofern teilte er die Befürchtung des Verkehrsreferenten nicht. Die Auftragsbücher der Firmen seien im Moment gefüllt, sagte Gätzschmann. Deshalb sei man, was den Preis betreffe, in deren Hand. »Wir gehen davon aus, wenn wir rechtzeitig im Herbst ausschreiben, dass wir Angebote zu besseren Preisen bekommen«, sagte Gätzschmann.

Bewilligt wurde auch die Auftragsvergabe für den bereits angelaufenen Ausbau beziehungsweise die Verlängerung der Kolpingstraße. Auch hier übersteigt das Angebot der Firma die Kostenberechnung um sechs Prozent oder 30 000 Euro. Diese Mehrkosten wurden akzeptiert, weil wegen des Kindergartenneubaus rechtzeitig mit dem Straßenbau begonnen werden muss; das Geld soll im Nachtragshaushalt 2018 bereitgestellt werden. Den Auftrag für den Straßenbau mit einem Kostenangebot von 536 400 Euro hat die Firma Max Streicher in Altenmarkt erhalten. Der Zweitbieter hätte 545 000 Euro verlangt und der Drittbieter 554 400 Euro. Ende Oktober soll die Straße fertig sein.

Zugunsten eines höheren Kamins auf dem Gelände der Firma Tremco Illbruck Produktion GmbH genehmigte das Gremium auch eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes. Laut dem Antrag der Klebemittelfirma sei es im Zuge der Erstellung einer Abluft-Reinigungsanlage erforderlich, den Kamin von ursprünglich 15,50 Meter auf 19,50 Meter zu erhöhen.

Zur Flächennutzungsplanänderung beziehungsweise zu einer Erweiterung des Bebauungsplanes »Gewerbegebiet Egerer II« der Gemeinde Chieming, wurden keine Stellungnahmen abgegeben. Aufrechterhalten hingegen soll die negative Stellungnahme zur Aufstellung des Bebauungsplanes »Daxerau« in Traunstein bleiben. Das Vorhaben ist wiederholt auf Ablehnung gestoßen. Der Stadtrat befürchtet, dass durch die geplante Bebauung in der Nähe der Traun die Stadt Traunreut flussabwärts bei einem Hochwasser heftig betroffen sein könnte.

Die beantragten Bebauungsplanänderungen zugunsten von Erweiterungen von Wohngebäuden am Kampenwandweg in Matzing und an der Bahnhofstraße in Stein an der Traun wurden gebilligt. ga