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Zu viele Chancen vergeben

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Der FC Bischofswiesen scheiterte immer wieder am sicheren Ruhpoldinger Torhüter Tobias Freimoser. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – In einem kampfbetonten Spiel unterlag der FC Bischofswiesen auf dem Kunstrasenplatz mit 0:3 (0:1) gegen den SV Ruhpolding.


Es sollte das typische Spiel werden, wenn eine gesicherte Mannschaft wie Bischofswiesen gegen einen Abstiegskandidaten wie den SV Ruhpolding spielt. Während die Gäste mit dem letzten Einsatz kämpften, gingen einige Bischofswieser Spieler nicht an ihr Limit. Und so siegten die Gäste, wenngleich auch die Bischofswieser einige Chancen zu Toren hatten.

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150 Zuschauer, darunter viele Ruhpoldinger Anhänger, sahen von Beginn an eine kampfbetonte Begegnung, in der sich die Gäste als die bessere Mannschaft präsentierten. Das Spiel hatte nichts mehr mit dem schlechten Match von Ruhpolding zu tun, das der FCB vor gut einem Monat noch mit 2:1 gewonnen hatte. Beide Mannschaften zeigten eine weitaus bessere Leistung. Die größte Chance, in Führung zu gehen, hatten im ersten Abschnitt die Gäste, als FCB-Torhüter Stefan Schnitzlbaumer einen Freistoß nicht festhielt, ihn aber im Nachfassen noch auf der Torlini bekam (30.) Zehn Minuten später war Schnitzlbaumer bei einem strammen Schuss von Burak Aydin ohne Chance.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich die Begegnung zum offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Bereits in der 50. Minute kam Markus Koller zu einer Chance, doch Schlussmann Tobias Freimoser blieb Sieger. Fünf Minuten später zielte Sebastian Koller knapp daneben, der Ausgleich lag in dieser Phase des Spiels förmlich in der Luft. Ruhpolding bot nun eine Abwehrschlacht, die jedoch erfolgreich ausgehen sollte. Nach einer Stunde setzte sich der technisch versierte Sebastian Koller durch, doch er fand in Freimoser wiederum seinen Meister. Wie aus dem Nichts ging der Gast mit 2:0 in Führung. Die FCB-Abwehr war beim Treffer von Stefan Brügmann schlichtweg überfordert. Doch noch gaben sich die Platzherren nicht geschlagen. Der für den schwachen Christoph Gruber eingewechselte Michael Ottmann kam gleich zu einer Möglichkeit, schoss jedoch zu schwach (65.). Dann versuchte es Spielertrainer Sebastian Vorberg, der ein gutes Spiel zeigte und seine Mitspieler immer wieder bediente. Doch Freimoser und der beste Ruhpoldinger, Mannschaftskapitän Christian Kecht, bewahrten ihr Team vor einem Gegentreffer und so versetzte Thomas Nawratil dem FCB den endgültigen K.-o.-Treffer (82.).

Bischofswiesen gab immer noch nicht auf, doch zum Ehrentreffer reichte es nicht mehr. Vielmehr scheiterte Brügmann alleine vor dem Tor an Schnitzlbaumer (85.).

Der junge Schiedsrichter Patrick Schönherr vom ASV Piding ließ sich von den ständigen verbalen Attacken des Ruhpoldinger Trainers Markus Burgstaller und auch nicht von den fanatischen Fans und den Ruhpoldinger Spielern von seiner konsequenten Linie abbringen und leitete als 17-Jähriger souverän.

Nicht nur in diesem Spiel bestätigte der FC Bischofswiesen, dass die Mannschaft auswärts besser spielt als daheim. Während die Mannschaft in der Heimtabelle am Ende rangiert, scheint sie in der Auswärtstabelle an der dritten Stelle auf.

Bischofswiesen: Schnitzlbaumer; Tschischke, Jung, Fendt, Kuhn, Rechtenbach, Vorberg, Geisler, Gruber, S. Koller, M. Koller, Ottmann, Huthöfer. Christian Wechslinger

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