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Zu wenig Zielwasser getrunken

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Die Berchtesgadener Sven Manger, Thomas Klose, Christian Bindig und Georg Stöckl (v.l.) beteiligten sich an einem Bogenturnier am Jufen bei Maria Alm. Dabei schaffte der ansonsten so sichere Schütze Thomas Klose als Bester nur den 22. Platz. Foto: privat

Saalfelden – Zu wenig Zielwasser getrunken haben offenbar die Berchtesgadener Bogenschützen »Bavarian Bowhunters« beim Saalfeldener Blattlturnier. Die vier Teilnehmer schafften nur hintere Platzierungen.


220 Bogenschützen aus Österreich und ein paar wenige aus Bayern beteiligten sich an dem Turnier, das der HSV Saalfelden am Jufen ausgetragen hat. Auf 1 150 Metern Seehöhe gelegen, bietet der Jufen eine fantastische Aussicht auf Maria Alm und die umliegende Pinzgauer Bergwelt. Die Mitglieder des HSV hatten für das Bogenturnier zwei traumhafte Parcours mit je 28 Stationen ins Gelände gesetzt.

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Viele der Teilnehmer hatten erst kürzlich die österreichischen Staatsmeisterschaften absolviert und mussten feststellen, wie weit entfernt eine IFAA-Tiergruppe tatsächlich ins Gelände gestellt werden kann. Diese größere Entfernung machte auch den Berchtesgadener Bogenschützen zu schaffen, die im Feld der 55 Schützen mit Ausnahme von Meisterschütze Thomas Klose hinten landeten.

In der Bogenklasse BH-R müssen Bögen, Pfeile, Sehnen und Zubehör frei von zum Zielen verwendbaren Zielmarkierungen, Visiereinrichtungen oder Laminierungen sein. Alle als Visierhilfe verwendbaren Vorrichtungen sind unzulässig.

Die 3D-Tiere werden möglichst realistisch im Wald positioniert. Auf jedem Tier ist ein Kill und manchmal auch ein kleineres Superkill eingezeichnet. Dieses Kill befindet sich im Bereich des Herzens. Wenn der Bogenschütze diesen Bereich trifft, würde damit der sofortige Tod des Tieres eintreten. Die übrigen Flächen des Tiers gelten als Körpertreffer und weisen somit weniger Trefferpunkte auf. Wer am meisten Punkte sammelt, ist der Sieger.

Von den Entfernungen unbeeindruckt, setzte sich Lokalmatador Thomas Macho vom Veranstalter HSV Saalfelden mit 1 058 Punkten klar an die Spitze. Thomas Klose erreichte mit 926 Punkten Platz 22. Christian Bindig kam auf 804 Zähler und platzierte sich damit auf Rang 41. Georg Stöckl erreichte 708 Punkte und Rang 46. Sven Manger schließlich hatte nur am ersten Tag Zeit und schien damit am Ende der Siegerliste auf. Dennoch betrachtete das Quartett die Teilnahme an diesem anspruchsvollen Turnier als wertvolle Erfahrung, die sie auf ihrem Weg weiterbringen wird. Christian Wechslinger