Zug muss Notbremsung einleiten wegen Selfies im Gleisbett

Bildtext einblenden
Foto: Bundespolizei

Übersee - Zwei Mädchen im Alter von 13 Jahren hielten sich am Freitag, den 1. Januar, im Gleisbereich bei Übersee auf. Sie hatten die Bahngleise als Fotokulisse für Selfies genutzt. Der Lokführer eines heranfahrenden Regionalzuges erkannte diese rechtzeitig und veranlasste sofort eine Schnellbremsung. Der Zug kam glücklicherweise noch rechtzeitig zum Stehen.


Anschließend informierte der Lokführer die Notfallleitstelle und veranlasste eine Sperrung der Bahnstrecke Rosenheim-Freilassing. Eine Streife der Bundespolizei Freilassing nahm die zwei schockierten 13-Jährigen in Empfang. Die Beamten übergaben die beiden noch nicht strafmündigen Mädchen an ihre Erziehungsberechtigten.

Anzeige

Durch den Vorfall, der glücklicherweise glimpflich endete, kam es aufgrund der 40-minütigen Gleissperrung zu Verspätungen im Bahnverkehr.

Die Bundespolizei Freilassing warnt vor dem lebensgefährlichen Phänomen der Selfies in Gleisanlagen und appelliert an Eltern, ihre Kinder über die oftmals tödlichen Gefahren im Gleisbereich aufzuklären.

Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden.

Selbst bei einer sofort eingeleiteten Schnellbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Der Bremsweg eines Zuges bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter. Selfies im Gleisbereich können daher tödlich enden.

Wird die Bundespolizei wegen Mutproben oder spielender Kinder im Gleis eingesetzt, kommen auf die Verursacher neben den rechtlichen Folgen oft auch noch weitere Kosten und privatrechtliche Forderungen der Deutschen Bahn zu.

fb/red

  

 

 

 


Einstellungen