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Zukunft der »Metro«, Bahnhof West und das Schwimmbad waren die Themen

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Traunsteiner Areal Bahnhof West: Einmündungsbereich von der Güterhallenstraße in die Jahnstraße. Foto: Peter

Traunstein – Etliche interessierte Besucher verfolgten den Monatsstammtisch des SPD-Ortsvereins Traunstein, bei dem es vor allem um die Entwicklung im Bahnhofsgelände westlich der Gleisanlagen ging. Doch auch das Schwimmbad und die Klosterkirche wurden angesprochen.


Oberbürgermeister Christian Kegel ging zunächst auf die Art der Bebauung am Bahnhof ein. Als Gebietstypus wurde ein sogenanntes »Urbanes Gebiet« festgelegt, das sehr viel, auch dichte und in die Höhe gerichtete Wohnbebauung ermögliche, daneben aber auch gewerbliche Nutzungen, zum Beispiel in Form eines Beherbergungsbetriebes, Büronutzungen und Ähnliches. Der Wunsch des Stadtrats beinhaltet ferner die Situierung eines Parkhauses für 300 Plätze in diesem Gebiet.

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Ernst Schropp fragte nach, wieso ein privater Grundbesitzer dann Plakate aufhänge, die eine unnötige Verzögerung der Entwicklung im Bahnhofsgebiet seit 1997 suggerierten. Das bleibe das Geheimnis dieses Besitzers, so der Oberbürgermeister, vor allem vor dem Hintergrund, dass bis Ende Dezember vergangenen Jahres die BayWa hier noch am Netz war.

Ingrid Bödeker fragte nach der künftigen Nutzung der »Metro«. Ihr sei zu Ohren gekommen, dass der bisherige Betreiber gekündigt habe. Hier sei ein Nachfolgemietvertrag zwischen dem Besitzer der Immobilie und einem Traunsteiner Gastronomen geschlossen worden, da der Besitzer eine sofortige bauliche Umsetzung im Bahnhofsgelände West für nicht realistisch hält.

Oberbürgermeister Christian Kegel betonte, dazu müsse ja auch zuerst ein rechtsgültiger Bebauungsplan aufgestellt und vom Stadtrat genehmigt werden. Da der Stadtrat aber eine ganzheitliche Entwicklung des Bahnhofsgeländes West beschlossen hat, muss das oben genannte Gelände des Bundeseisenbahnvermögens zuerst von der Stadt erworben werden können. Hier hoffe man auf ein Angebot des BEV und einen entsprechenden Abschluss der Kaufverhandlungen noch in diesem Jahr. Das habe für die Stadt oberste Priorität. Dennoch brauche jede Entwicklung auch ein gewisses Maß an Zeit für eine vernünftige Planung und anschließende Umsetzung. Dies geschehe in Absprache mit allen beteiligten Grundstückseigentümern, versichert der Oberbürgermeister.

Eine Wortmeldung betraf den restaurierten und barrierefreien Bahnhof. Peter Wiesnet freute sich, dass die »Taubenabwehrmaßnahmen« auf den Bahnsteigdächern um das Dach des neuen Hausbahnsteiges von der Bahn nun auch noch durchgeführt wurden, da der darunterliegende Bahnsteig durch den Taubenkot doch erheblich verschmutzt worden war.

Dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner sprach auch die letzte Versammlung der Kulturfördervereinigung ARTS an und zeigte sich überrascht über die von der Vorstandschaft gewählten Worte. Die Klosterkirche sei eben kein ungeliebtes Kind des Stadtrats, vor allem nicht der Mehrheit, sonst würde man nicht ein Projekt in dieser Größenordnung auf den Weg gebracht haben.

Für den Eingangsbereich des Schwimmbads regte Helmut Köppl an, dass dort künftig auch Kartenzahlung möglich sein sollte. Er bedauerte, dass es versäumt wurde, bei dem letzten Umbau des Eingangsbereichs bereits zusätzlich zu den bisherigen Bezahlmöglichkeiten Kassenautomaten vorzusehen, die es den Besuchern ermöglichen würden, nach dem Lösen einer Tageskarte das Schwimmbad auch einmal tagsüber verlassen zu können und später wieder zurückzukehren. Neben einer Kartenzahlung oder auch der Bezahlmöglichkeit per NFC mittels Handy wäre das ein zusätzlicher Service, der geeignet wäre, die Attraktivität des Traunsteiner Schwimmbades weiter zu steigern. Peter Forster erklärte, dass man auf Kassenpersonal trotzdem nicht verzichten könne. Es stehe rein die Verbesserung des Services im Fokus des von Helmut Köppl geäußerten Wunsches und nicht die Suche nach Einsparpotenzial bei den Personalkosten. Eine Umsetzung sei jedoch aktuell nicht geplant, sei aber eine Option für die Zukunft.

Konrad Obermaier fragte nach, wie der Zeitplan bei der Errichtung des Salinenparks aussieht. Der Oberbürgermeister berichtete, dass die baulichen Maßnahmen jetzt der Reihe nach abgewickelt werden. Hierzu zählen die Einebnung der Flächen, die Vorbereitungen für das Wasserbecken des Pumpenrades, sowie der Beginn der Umbaumaßnahmen an der Einmündung der Reiffenstuelstraße in die Salinenstraße. Auch wenn zwischen den einzelnen Bauabschnitten durchaus Pausen entstehen liege die Gesamtmaßnahme voll im Zeitplan, so der Oberbürgermeister. fb