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Zukunft des kommunalen Walds gesichert

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Bürgermeister Claus Pichler (rechts) und Wolfgang Madl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterzeichneten den Forstbewirtschaftungsplan mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Dahinter (stehend) Forstamtsrat Franz Obermayer, der sich als Revierförster um den kommunalen Wald kümmert. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Die forstliche Pflege und Bewirtschaftung des Gemeindewalds sind für weitere 20 Jahre gesichert. Dazu haben Bürgermeister Claus Pichler und Wolfgang Madl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) einen neuen Vertrag unterzeichnet. »Wir brauchen einen gesunden und widerstandfähigen Wald«, sagte Pichler.


Bereits vor 60 Jahren hat die Gemeinde vom damaligen Forstamt einen Wald erworben an der »Weißen Traun« und am »Zellerberg«. Rund 70 Hektar gehören noch als sogenannter Körperschaftswald der Gemeinde. Die Richtlinien für die Forsteinrichtung in diesem Wald werden in einem Forstbewirtschaftungsplan geregelt.

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»Um diesen Zielen, die einer vorbildlichen Bewirtschaftung unterliegen, gerecht zu werden, muss die Bewirtschaftung des Körperschaftswalds auf Forstwirtschaftspläne gestützt werden«, erklärte Madl. Diese seien bereits in der Vergangenheit mit einer Laufzeit von 20 Jahren erstellt worden und liefen nun am 31. Dezember 2018 aus.

Zur Erstellung des neuen Forstbewirtschaftungsplans ab 1. Januar sei im vergangenen Sommer ein »Grundlagenbegang« unternommen worden, so Madl. Auf dieser Grundlage sei dann eine Waldzustandsaufnahme erstellt und das Ergebnis in den neuen Forstbewirtschaftungsplan eingearbeitet worden. Bei der Bewirtschaftung seien die Wirtschaftsgrundsätze der Gemeinnützigkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu beachten gewesen. Die Waldgestaltung liege bei den Bayerischen Staatsforsten mit Revierförster Franz Obermayer.

Bürgermeister Pichler betonte, die Gemeinde habe großes Interesse an einer Kontinuität, die sich im Forstbewirtschaftungsplan widerspiegle. Er bestätigte, dass »eine bisher sehr zufriedenstellende Arbeit« geleistet wurde. In diesem Zusammenhang hob er auch die Sozialkomponente des Waldes hervor. »Wir brauchen einen gesunden und widerstandsfähigen Wald«.

Obermayer fügte hinzu, dass der Ruhpoldinger Gemeindewald zu mehr als der Hälfte Erholungswald sei. Besonders lobte er, dass die Gemeinde als erste Kommune ein »Ökokonto« erstellt habe. Sehr stolz sei er, dass die naturschutzbehördlichen Vorgaben zum Umbau des Walds innerhalb von nur acht Jahren gelungen seien. »Der Fichtenbestand beträgt derzeit unter 20 Prozent und der des Laubholzanteils ist auf über 80 Prozent gestiegen«, sagte der Revierförster. Dadurch habe man eine naturschutzfachliche Aufwertung geschaffen, ergänzte Pichler.

Anschließend unterzeichneten Bürgermeister Pichler und Wolfgang Madl den Bewirtschaftungsplan für die nächsten 20 Jahre. Darin sind auch die waldbaulichen Zielsetzungen, wie die zielgerichtete Waldpflege durch entsprechende Baumarten, enthalten. Das bedeutet standortgemäße, naturnahe und ertragreiche Mischwälder. Bevorzugt würden die natürliche Verjüngung und alle Möglichkeiten der »biologischen Rationalisierung«. Auch die Gestaltung landschaftsangepasster, artenreicher und stabiler Wald- und Bestandsränder gehöre zu den Zielen. hab