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Zukunftsfähiges Konzept für die Kreisklinik Ruhpolding

Ruhpolding. Chefarztwechsel an der Kreisklinik Vinzentinum in Ruhpolding: Nach 16 Jahren wird Dr. Thomas Koch, Chefarzt der Inneren Abteilung, das Krankenhaus verlassen und eine neue Stelle in Freiburg antreten. Zeitgleich soll ein neues, zukunftsfähiges Konzept den Bestand des Hauses langfristig sichern. »Es sollen medizinische Schwerpunkte gesetzt werden, die in den anderen Krankenhäusern der Kliniken Südostbayern AG noch nicht vorhanden sind. Wir wollen Ruhpolding damit ein eigenes medizinisches Gesicht verschaffen«, erklärt Klinik-Vorstand Stefan Nowack, der ausdrücklich die gute Arbeit von Dr. Koch hervorhebt.

Chefarzt Dr. Thomas Koch (rechts) verlässt die Kreisklinik Vinzentinum Ruhpolding Ende April. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt Oberarzt Dr. Herbert Bruckmayer aus Trostberg die Innere Abteilung als Interims-Chefarzt.

Bis ein neuer Chefarzt gefunden ist, übernimmt Dr. Herbert Bruckmayer, seit 21 Jahren Leitender Oberarzt der Inneren Abteilung der Kreisklinik Trostberg, die Leitung der Abteilung. Als Internist, Geriater, Gastroenterologe, Diabetologe, Palliativ- und Notfallmediziner bringt er für diese Aufgabe die besten Voraussetzungen mit. »Die Kreisklinik Vinzentinum Ruhpolding ist bei ihm in guten Händen«, ist der Klinik-Vorstand überzeugt.

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»Die Kreisklinik Vinzentinum Ruhpolding bleibt als internistisches Fachkrankenhaus bestehen, wird jedoch mit weiteren Schwerpunkten auf eine breitere Basis gestellt«, unterstreicht Nowack. Die Innere Abteilung wird künftig um einen Schwerpunkt für Altersmedizin mit einer Akut-Geriatrie ergänzt werden. In einem weiteren Schritt soll eine stationäre Schmerztherapie hinzukommen. Die Akut-Geriatrie kommt insbesondere bei akuten Erkrankungen von alten und mehrfach erkrankten Patienten zum Tragen, während die in Trostberg und Berchtesgaden etablierten Geriatrischen Rehabilitationen nach der akut-stationären Versorgung aufsetzen. Die Akut-Geriatrie in Ruhpolding gehört jedoch noch offiziell genehmigt.

Die stationäre multimodale Schmerztherapie umfasst die umfassende Behandlung von Patienten mit chronifizierten Schmerzen nach einem vorgegebenen Behandlungsplan mit einem unter den Therapeuten abgesprochenen Therapieziel. In Südostoberbayern gebe es keine stationäre Schmerztherapie, weist Nowack auf das Alleinstellungsmerkmal und den damit verbundenen Versorgungsbedarf in unserer Region hin. Bjr