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Zum Saisonstart gleich wieder am Podest

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Frederic Funk setzt bei der Challenge Riccione gleich wieder ein Ausrufezeichen: Er wurde Dritter. (Foto: Funk)
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Der Überseer Julian Erhardt war mit seiner Radleistung bei der Challenge Riccione nicht zufrieden. (Foto: Erhardt)

Mit Frederic Funk und Julian Erhardt von Triathlon Grassau haben gleich zwei heimische Profi-Triathleten bei der Challenge Riccione für Furore gesorgt. Funk präsentierte sich beim Saisonauftakt in einer starken Verfassung. Er kam wie im vergangenen Jahr auf Platz drei und setzte seinen Reigen an Podestplätzen fort. Der 21-Jährige schaffte jetzt nämlich bei seinen letzten fünf Starts über die Mitteldistanz einen Medaillenrang! Für seinen Teamkollegen Julian Erhardt wurde es am Ende ein siebter Platz. Die Challenge gehört traditionell zu den ersten europäischen Rennen, bei denen Profis mit Rang und Namen über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21 km Laufen) aufeinandertreffen.


Zufrieden mit der Leistung »in allen drei Disziplinen«

»Es gibt sicher Leichteres, als mit einer Mitteldistanz in die Saison einzusteigen«, sagte Funk, »deswegen bin ich umso zufriedener mit meiner Leistung in allen drei Disziplinen, denn ich war deutlich besser als im letzten Jahr, aber zwei Athleten waren eben noch schneller.« Dies waren der Italiener Mattia Ceccarelli, der damit einen Heimsieg verzeichnete (3:51:50 Stunden) und der Österreicher Thomas Steger, der mit 1:25 Minuten Rückstand das Ziel erreichte.

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Frederic Funk war auch nur 1:56 Minuten langsamer als der Sieger. Beim Schwimmen war der Unterwössener, der in diesem Jahr auch für das Team Erdinger Alkoholfrei startet, von Anfang an vorn dabei. Die Bedingungen im Wasser (rund 16 Grad Celsius) waren dabei nicht leicht. »Ich spürte meine Füße wegen der Kälte irgendwann nicht mehr und die vielen Wellen machten eine Orientierung und ein gleichmäßiges Schwimmen sehr schwer«, sagt er.

Auch auf dem Rad versuchte Funk, an der Spitze dranzubleiben. In der zweiten Runde verlor er aber etwas den Kontakt zu den beiden führenden Italienern, die auch Schützenhilfe von den begleitenden Motorrädern bekamen – sehr zum Ärgernis von Funk. »Ich entschied mich dann dazu, mein eigenes Rennen zu fahren.« Diese Taktik ging auf, denn beim Laufen fühlte sich Frederic Funk gut. Nur das Wetter spielte nicht mehr mit. Bei grenzwertigen Bedingungen – unter anderem machten Sturm und Hagel den Läufern zu schaffen – finishte Funk in starken 3:53:45 Stunden.

Auch Julian Erhardt zeigte sich beim Saisondebüt in starker Verfassung: Der Überseer belegte nach einer starken Laufleistung (1:12:03 Stunden) mit einer Gesamtzeit von 4:00:45 Stunden den siebten Platz. Erhardt selber war mit seinem Rennen nicht rundum zufrieden. Zwar freute sich der Triathlet, dass er in diesem Jahr ein wesentlich besseres Ergebnis beim Auftakt erzielte als die vergangenen Jahre. »Aber das Radfahren lief diesmal relativ bescheiden«, gab er zu.

Auch mit seiner Leistung beim Schwimmen war er nicht ganz glücklich. »Ich werde wohl nicht mehr der Meer-Schwimmer werden.« Zwar sei er ein sehr gleichmäßiges Tempo geschwommen, aber der Abstand nach vorne war doch deutlich. Als Sechster kam Erhardt in die Wechselzone – und dann begann die Quälerei auf dem Rad. »Nach den ersten 15 bis 20 km habe ich schon gemerkt, dass ich heute nicht mithalten kann.« Beim Laufen war's dann umso besser. »Das hat mich dann doch sehr gefreut, dass das so gut gelaufen ist«, sagt Erhardt.

Nächster Wettkampf ist die Deutsche Meisterschaft

Für Julian Erhardt geht's jetzt am 19. Mai bei der Deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz in Heilbronn weiter. »Deswegen werde ich auch dieses Jahr nicht beim Traunsteiner Halbmarathon starten«, sagt er. Im vergangenen Jahr gewann Erhardt dort ja den 12-km-Lauf, vor zwei Jahren den Halbmarathon. Doch diesmal passt der Bewerb, der traditionell wieder an diesem Sonntag – also am Muttertag – in Traunstein stattfinden wird, einfach nicht in seine Wettkampfplanung.

Der Überseer wird nach der Deutschen Meisterschaft dann auch wieder im Rhein-Neckar-Cup starten, mit dem Ziel seinen Gesamtsieg aus dem vorigen Jahr zu wiederholen. Die ersten Rennen in dieser Serie sind am 2. Juni in Mussbach und am 9. Juni in Maxdorf. Danach steht für Julian Erhardt, beim Eberl-Chiemsee-Triathlon am 30. Juni ein Heimspiel über die Mitteldistanz an.

Für Frederic Funk steht jetzt erst einmal ein wenig Erholung an, bevor es in den letzten Trainingsblock für die Challenge Samorin am 2. Juni geht. Dort geht es um den WM-Titel der Challenge-Family über die Mitteldistanz. Ein hochkarätiges Starterfeld zeichnet sich ab. Funk, der aus dem Training heraus auch noch bei der Challenge Heilbronn am 19. Mai starten wird, fiebert dem Start in der Slowakei schon jetzt entgegen – und er hat dabei natürlich ein Ziel vor Augen: Seine Serie an Top-3-Plätzen auf der Mitteldistanz soll weitergehen. Aber er weiß auch: »Meine Podiumsserie wird dabei auf eine neue Probe gestellt.« SB