Zur Einreise nach Deutschland: Corona-Dokumente gefälscht

Corona-Testzentrum
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Proben für einen PCR-Test liegen in einem Corona-Testzentrum. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Burghausen – Im Rahmen der Schleierfahndung werden verschiedene Kontrollen auf der Bundesstraße 12 und der Autobahn A 94 durchgeführt – die Grenzpolizisten achten dabei auch auf die Einhaltung der Infektionsschutzbestimmungen bei der Einreise nach Deutschland. Am vergangenen Wochenende erwischten sie zwei Personen, die ihren Corona-Test bzw. Quarantänenachweis gefälscht hatten.


Bei der Kontrolle mehrerer ausländischer Fahrzeuge konnten die Grenzpolizisten aus Burghausen auf der BAB A 94 und B 12 gleich mehrere Verstöße feststellen. Einreisende aus Hochrisikogebieten, wie z.B. Serbien, müssen ein aktuelles negatives Covid-19-Testergebnis bzw. einen Quarantänenachweis vorweisen können.

So wurde eine 62-jährige Serbin am Autohof in Frixing kontrolliert, die ein gefälschtes Corona-Test-Dokument vorlegte, um einen gültigen Test vorzutäuschen. Sie musste vor ihrer Weiterreise eine Sicherheitsleistung wegen eines Vergehens der Urkundenfälschung hinterlegen und sich nach Ankunft an ihrem Zielort sofort in Quarantäne begeben. Zur Überwachung der Quarantänepflicht wird das zuständige Landratsamt verständigt.

Genauso erging es einem 53-jährigen Serben, der im Auto zusammen mit vier Landsmännern nach Deutschland einreiste. Er legte einen Corona-Quarantänenachweis vor, an dem schlicht gar nichts stimmte: das Dokument hatte kein Datum, war in sehr schlechtes Deutsch übersetzt, die angeblich eingehaltene Quarantäne deckte sich nicht mit den Passkontrolltempeln des Serben und das ausstellende Krankenhaus existierte überhaupt nicht. Nachdem es sich bei diesem Dokument ganz offensichtlich um eine Totalfälschung handelte, wurde auch der 53-Jährige wegen eines Vergehens der Urkundenfälschung zur Anzeige gebracht und musste noch vor Ort eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

fb/red