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»Zusammen sind wir stark«

Weibhausen - Um sich regionalen Verhältnissen noch besser anpassen zu können, haben sich 15 Organisationen, von denen die meisten auch auf Bundes- und Landesebene im Agrarbündnis vertreten sind, entschlossen eine eigene Arbeitsgruppe für die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein zu bilden. In diesem Bündnis vertreten sind die AbL, der BDM, der Bund Naturschutz, Zivilcourage, Slow Food, Star…mach mit, die Direktvermarkter zwischen Watzmann und Waginger See, Attac, Forum Ökologie Traunstein, die Bienenzüchter Kreisverbände, das Eine-Welt-Forum Bad Reichenhall, die Solidargemeinschaft BGL, der Arbeitskreis Eine Welt Teisendorf und der Verein zur Förderung der regionalen Struktur im BGL. Kürzlich trafen sich Vertreter der Gruppierungen im Gasthof »Alpenblick« in Weibhausen, um dort ihre neue Broschüre vorzustellen und über das von der EU geforderte »Greening« zu diskutieren.

Das Bündnis stellt die Broschüre jetzt vor, da im Moment die Debatte um die Reform der EU-Agrarpolitik in vollem Gange ist. EU-Parlament und Kommission sind dabei, wichtige Entscheidungen zu treffen, die sowohl die Zukunft der regionalen, landesweiten und der Landwirtschaft in Drittländern direkt beeinflussen. Mit ihrer Broschüre plädieren die Organisationen aber auch für die Erhaltung und Honorierung der traditionellen, kleinstrukturierten Landwirtschaft. Eine ökologisch intakte Kulturlandschaft, der Erhalt von Grünland, eine artgerechte Tierhaltung und die Anerkennung der dahingehenden bäuerlichen Gemeinwohlleistungen müssen mehr als bisher belohnt werden, meinen die Herausgeber der Broschüre. Zugleich müsse die ruinöse Preisdumping-Politik der Lebensmittel- und Agrarkonzerne gestoppt und eine sozial- und ökologisch gerechtere Preis- und Förderpolitik eingeführt werden.

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Die Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz für Traunstein, Beate Rutkowski, erklärte anschließend die Forderungen des Naturschutzbundes in der »Greening«-Debatte. Sie wehrte sich dabei vehement gegen die Kritik des Bauernverbandes und der Agrarlobby, die die Forderungen nach mehr Grünflächen als »Flächenstilllegungen« bezeichnen. Grünflächen seien absolut notwendig für eine intakte Naturlandschaft und den Schutz der Biodiversität, sagte Rutkowski.

Die Broschüre des Agrarbündnisses ist vom Bund Naturschutz in Traunstein erhältlich und wird in Zukunft bei allen Veranstaltungen der darin vertretenen Organisationen ausliegen. al