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Zuversichtlicher Deibler locker ins Halbfinale

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Steffen Deibler hat noch längst nicht alles gezeigt. Foto: Friso Gentsch Foto: dpa

Barcelona (dpa) - Als der Weltjahresbeste Steffen Deibler nach seinem Vorlauf anschlug, nickte 200-Meter-Weltmeister Chad le Clos anerkennend.


Zwar war der Südafrikaner ebenso wie der Olympia-Zweite Jewgeni Korotyschkin (Russland) schneller im Vorlauf über 100 Meter Schmetterling, aber Deibler hatte längst nicht alles gezeigt. »Da wäre noch mehr gegangen, aber das war nicht nötig«, erklärte der 26-jährige Hamburger am Freitag in Barcelona und blickte dem WM-Halbfinale am Abend zuversichtlich entgegen. »Wenn ich ein Prozent schneller schwimme, ist eine halbe Sekunde schneller drin.« Luft nach oben hat auch die Freistil-Staffel über 4 x 200 Meter, die auf Rang sechs ins Finale kam.

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Im Schlepptau des selbstbewussten Deibler, der sich mit 52,07 Sekunden und Rang sieben begnügte, schwamm auch Philip Heintz ins Halbfinale. 52,52 Sekunden langten zu Rang 16. »Ziemlich zufrieden« war der Mannheimer mit der eigenen Vorstellung und traut Deibler viel zu. »Ich denke, da geht Einiges.«

Deibler strahlte jede Menge Zuversicht aus, dagegen erklärte Selina Hocke mit traurigen Augen die nächste enttäuschende Zeit. »Ich versuche das als Erfahrung abzustempeln«, sagte die 16-Jährige. Über 200 Meter Rücken blieb sie am Freitag in 2:14,10 Minuten klar über den 2:10,65 von den deutschen Meisterschaften in Berlin. Auch über 50 und 100 Meter war sie zuvor in Spanien nicht an die Marke von der DM herangekommen.

Schneller unterwegs als bei den nationalen Titelkämpfen war dagegen Alexandra Wenk über 50 Meter Schmetterling in 26,54 Sekunden. Das Halbfinale erreichte sie aber ebenso wenig wie Christoph Fildebrandt über 50 Meter Freistil, obwohl dieser in 22,64 Sekunden auch früher als in Berlin anschlug. Er ist eben kein Sprint-Spezialist.

Die Olympiasieger Florent Manaudou (Frankreich) über 50 Meter Freistil, Katie Ledecky (USA) über 800 Meter Freistil und Missy Franklin (USA) über 200 Meter Rücken unterstrichen in den Vorläufen ihre gute Form. Für eine Weltmeisterin von Barcelona gab es allerdings ein Vorlauf-Aus. »Frustriert« kletterte Isabelle Härle nach 8:36,83 Minuten über 800 Meter Freistil als 18. aus dem Wasser. Sarah Köhler war in 8:34,72 als 15. schneller, aber beide blieben über der erhofften Zeit. Vor einer Woche hatte Härle noch als Team-Weltmeisterin im Freiwasser jubeln dürfen. »Vielleicht muss ich doch mehr trainieren, wahrscheinlich. Ein Thomas Lurz würde das auf einer Arschbacke machen«, sagte Härle über den Rekordweltmeister im Freiwasser. Auf der Langstrecke sieht sie ihre Zukunft.

Kämpfen musste die Männer-Staffel über 4 x 200 Meter Freistil. Dimitri Colupaev, Clemens Rapp, Markus Deibler und Yannick Lebherz schwammen 7:11,06 Minuten und kamen als Sechster weiter. Man wolle den Endlauf anders angehen, sagte Deibler. Lebherz als Schlussschwimmer musste noch reichlich Gas geben. Die schnellste Zeit legte das Quartett der USA in 7:08,05 hin.

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