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Zweierbob: Friedrich und Schneider holen EM-Titel

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Bob-EM
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Bob-Pilot Francesco Friedrich gewann erneut den EM-Titel. Foto: Expa/Johann Groder/APA Foto: dpa
Erfolgs-Duo
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Stephanie Schneider (l) und Annika Drazek jubeln über den EM-Titel. Foto: Kerstin Joensson Foto: dpa

Fünf von sechs Podiumsplätze bei der EM im Zweierbob lässt für Olympia in Pyeongchang hoffen. Francesco Friedrich fuhr in Innsbruck-Igls endlich seinen ersten Saisonsieg ein. Bei den Frauen überzeugte ein neuformiertes Duo mit Startrekord.


Innsbruck (dpa) - Im fünften Anlauf hat Doppel-Weltmeister Francesco Friedrich seinen ersten Saisonsieg in diesem Winter gefeiert.

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In seiner Spezialdisziplin Zweierbob gewann er in Innsbruck-Igls mit Anschieber Thorsten Margis mit jeweils zwei Start- und Laufbestzeiten vor dem Kanadier Justin Kripps. Damit verteidigte er auch seinen Titel bei der Europameisterschaft, die parallel zum Weltcup ausgetragen wurde.

Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner kam mit Joshua Bluhm als Gesamt-Vierter auf EM-Rang drei hinter dem Schweizer Clemens Bracher. Nico Walther landete in der EM-Wertung mit Anschieber Christian Poser auf Platz sieben und wurde Weltcup-Elfter. Der Kanadier Nick Poloniato wurde nach dem Rennen wie auch der Niederländer Ivo de Bruin wegen einer Materialbeanstandung disqualifiziert.

»Wir können ganz zufrieden sein, der erste Lauf war nicht ganz sauber«, sagte Friedrich. Lob kam von Cheftrainer René Spies: »Es war ein starkes Rennen. Er muss jetzt wieder in einen Lauf reinkommen.« Nach dem Dreifacherfolg bei den Frauen um das neuformierte Siegerteam Stephanie Schneider/Annika Drazek sah Spies »eine Etappe für Olympia«, betonte aber: »Wir arbeiten weiter an unseren Schwachstellen.«

Anschieberin Drazek schrie im Zielauslauf ihre Freude lautstark heraus. Sie verteidigte ihren EM-Titel vom Vorjahr, aber mit einer neuen Pilotin. Erstmals saß sie bei Stephanie Schneider im Zweierbob. Das Duo egalisierte im zweiten Durchgang den dreieinhalb Jahre alten Startrekord von Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA (5,38 Sekunden), die im parallel ausgetragenen Weltcup Zweite wurde.

Wächst da ein neues Traumduo zusammen? »Das wird sich in den Weltcups herausstellen, die Entscheidungen treffen die Trainer, es war nur eine erste Probe«, sagte Drazek und meinte selbstbewusst: »Wir sind schnell, das wissen wir.« Schneider sprach von einem »durchschlagskräftigen Duo«.

Titelverteidigerin Mariama Jamanka kam mit Schneiders Stammanschieberin Lisa Marie Buckwitz auf EM-Rang zwei und Weltcup-Platz drei. EM-Dritte und Weltcup-Fünfte wurde Anna Köhler aus Winterberg mit Ann-Christin Strack. »Wir gehen mit einem sehr guten Gefühl in die Winterpause. Die Mädels ziehen professionell mit, der Glaube an eine Olympia-Medaille wächst langsam«, sagte Spies.

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