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Zweimal Akten beim Verfassungsschutz vernichtet

Köln (dpa) - Die Vernichtung wichtiger Akten im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die Neonazi-Terrorzelle beim Bundesamt für Verfassungsschutz erfolgte einem Fernsehbericht zufolge in zwei Durchgängen.

Neonazi-Untersuchungsausschuss
Die noch verbliebenen ungeschwärzten Akten zu der Operation "Rennsteig" und dem Thüringer Heimatschutz stehen verschlossen im Anhörungssaal des Paul-Löbe-Hauses in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm Foto: dpa

Einige Tage nach der bereits bekannt gewordenen Aktion am 11. November vergangenen Jahres habe ein Mitarbeiter einen weiteren Aktenordner schreddern lassen, berichtet das ARD-Magazin «Monitor» am Donnerstag.

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Es bezieht sich auf ein Schreiben des Amtes an das Bundesinnenministerium. Den Ordner habe der Mitarbeiter zufällig gefunden, sein Vorgesetzer habe die Vernichtung angeordnet. «Monitor» zitiert dazu das Bundesamt mit den Worten, es seien sieben Operativakten in zwei zeitlich voneinander getrennten Schritten vernichtet worden.

Pressemitteilung