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Ramsauer Skibergsteiger trotz schwerer Stürze top bei Weltcup in Italien

Zweimal zweiter Platz für Palzer

Tambre/Ramsau – Der Ramsauer Skibergsteiger Toni Palzer ist beim Weltcup im italienischen Tambre zweimal Veiter geworden. Und das, obwohl er bereits im ersten Rennen zweimal schwer gestürzt war.

Hart im Nehmen: Trotz Schmerzen wurde Toni Palzer zweimal Zweiter in Italien. (Foto: Seebacher)

Blutüberströmt von einem schweren Sturz war Toni Palzer kurz vor Ende des ersten Rennens. Dass er nicht nur zu den besten Skibergsteigern gehört, sondern hart im Nehmen ist, unterstrich er mit seinem zweiten Platz im Individual beim Weltcup in Tambre. Nicht zu stoppen war einmal mehr der Spanier, Kilian Jornet. Er gewann in einer Zeit von 1:50.17 Stunden vor Toni Palzer von der DAV-Sektion Berchtesgaden, der 43 Sekunden nach dem Spanier ins Ziel lief. Auf dem dritten Platz landete der frischgebackene Europameister im Individual, Michele Boscacci, aus Italien mit einer Minute Rückstand auf Jornet.

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Aufgrund der schlechten Schneeverhältnisse musste am Vorabend die Strecke geändert werden. Insgesamt hatten die Skibergsteiger 18 Kilometer und 1 600 Höhenmeter zurückzulegen. Damit war die Individual-Strecke im Vergleich zu anderen Weltcups sehr flach. Dennoch schafften es die Organisatoren, einen anspruchsvollen und mit sechs Anstiegen, technisch schwierigen Weltcup ins Gelände zu zaubern.

Nach dem Rennen zeigte sich Toni Palzer zufrieden. »Ich bin froh, dass ich die beiden Stürze gesund überstanden habe. Ich habe extrem viel riskiert und heute ging's kurzzeitig in die Hose. Es sind derzeit einfach fünf bis sechs Skibergsteiger im Weltcup konditionell und skifahrerisch auf einem Niveau.«

Nach seinem zweiten Platz im Individualrennen am Freitag überzeugte Palzer von der DAV-Sektion Berchtesgaden auch am Samstag beim Sprintrennen. Im Finale musste er sich nur dem italienischen Sprintspezialisten Robert Antonioli geschlagen geben. Als Dritter fuhr der Schweizer Iwan Arnold über die Ziellinie.

Bereits in der Qualifikation hatte Toni Palzer mit der drittschnellsten Zeit (3:31 Minuten) hinter Robert Antonioli und Iwan Arnold gezeigt, dass ihm der Kurs sehr gut liegt. Souverän qualifizierte er sich für die Finalläufe. Den Viertel- und Halbfinallauf dominierte Toni Palzer souverän. Im Finale stand Toni Palzer neben Robert Antonioli und Nadir Maguet (beide ITA), Iwan Arnold und Andreas Steindl (beide SUI) sowie William Bon Mardion (FRA) an der Startlinie.

Die letzte Abfahrt des Finales erreichte Palzer als Dritter hinter Antonioli und Arnold, wechselte abermals extrem schnell und stürzte sich als Zweiter in die letzte Abfahrt und konnte seinen Vorsprung vor Iwan Arnold ins Ziel retten. »Der Rücken hat mir noch ziemlich wehgetan. Das war heute ein hart erarbeiteter zweiter Platz, umso schöner ist es aber«, sagte Palzer nach dem Rennen. Johannes Schmid