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Endgültiges Aus für Skifahren am Unternberg?

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Ruhpolding. Steht das Skifahren am Unternberg vor dem endgültigen Aus? Bis zum 30. Juni muss eine Lösung gefunden werden, diese Frist hat sich die Skibetriebe Unternberg Verwaltungs GmbH zusammen mit der Skibetriebe Ruhpolding GmbH & Co Betriebs KG gesetzt.


Wie Herbert Fritzenwenger jun., scheidender Geschäftsführer der Skibetriebe Ruhpolding GmbH & Co Betriebs KG., mitteilte, habe die Geschäftsführung der Schlepplifte am Unternberg nach zwei Jahren Bilanz gezogen. Das Gremium – bestehend aus sechs Vereinen aus Ruhpolding und der Region – musste dabei zur Kenntnis nehmen, dass der Skibetrieb am Unternberg nach wie vor nicht die Umsätze verzeichnen kann, die notwendig sind, um den Liftbetrieb dauerhaft zu sichern. Zu wenige Skifahrer nutzten die Möglichkeit, schnell mal Ski zu fahren.

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Die Qualität der Pisten sei hervorragend und werde von allen Seiten hoch gelobt, so Fritzenwenger. Der Lift war im vergangenen Winter an 86 Tagen in Betrieb. Viele Skiclubs, Einheimische und Gäste aus der Region hätten die stets hervorragenden Bedingungen genutzt, um Training, Rennen und Freizeit am Unternberg zu genießen. Doch seien die Umsätze, die durch den Rennsport generiert werden, zu gering. Die Anzahl der »normalen« Skifahrer sei zwar deutlich gestiegen und auch die touristischen Gäste seien wieder vermehrt am Unternberg gefahren, doch auch diese Zahlen reichen nicht aus.

»Der Unternberg war, ist und bleibt mittelfristig ein Subventionsbetrieb«, heißt es in der von Fritzenwenger herausgegebenen Pressemitteilung. Damit diese »Last« nicht auf wenigen Schultern verteilt wird, wurde der Verein zur Unterstützung des Skiliftbetriebs – UdS – gegründet. Die Mitgliedschaft kostet 50 Euro pro Jahr und gewährt einen Nachlass auf den Liftkartenpreis von 50 Prozent. »Dies scheint bei den Menschen draußen nicht richtig angekommen zu sein«, so Fritzenwenger. »Circa 240 Mitglieder im Förderverein reichen bei Weitem nicht aus. Erst wenn wir 2000 Fördermitglieder haben, dann ist die notwendige Basis für den dauerhaften Betrieb geschaffen.« Wenn alle, die vom Tourismus und dem Sport leben, »nicht erkennen oder daran glauben, dass der Unternberg wichtig für Ruhpolding und die Region ist, dann muss man dies schweren Herzens zur Kenntnis nehmen«, so Fritzenwenger weiter.

Das verantwortliche Gremium der Skibetriebe Unternberg Verwaltungs GmbH hat sich zusammen mit der Skibetriebe Ruhpolding GmbH & Co Betriebs KG nun eine Frist bis zum 30. Juni gesetzt, um nach Lösungen zu suchen. Unter Leitung des kommissarischen Geschäftsführers Franz Ringsgwandl jun. soll nun das bestehende Konzept verbessert werden. Ein wesentlicher Baustein bleibe aber die Mitgliedschaft im Förderverein. Nur wenn viele Menschen beitreten und einen vergleichsweise kleinen Beitrag leisten, könne das Skifahren am Unternberg gerettet werden. Wer sich für eine Mitgliedschaft interessiert, kann sich an die Skibetriebe Ruhpolding GmbH & Co Betriebs KG, Biathlonzentrum 1 in 83324 Ruhpolding, wenden.