4000 Besucher strömten auf das Gelände des »Kulturhofs Stanggass« am Tag der offenen Tür

4000 Besucher strömten auf das Gelände des »Kulturhofs Stanggass« am Tag der offenen Tür
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Buntes Programm auch im Biergarten.

Bischofswiesen – Das Interesse an einer Besichtigung des »Kulturhofs Stanggass« war riesengroß. Rund 4000 Besucherinnen und Besucher konnte man am Samstag beim »Tag der offenen Tür« begrüßen. Zwei Tage nach der offiziellen Eröffnung wurde die Anlage damit erneut zu einem Ort der Begegnung. So, wie es sich Bauherr Dr. Bartl Wimmer und sein Team gewünscht hatten.


Die Warteschlange von der Bundesstraße bis hinauf zum Hoteleingang riss den ganzen Tag nicht ab. Sicherheitskontrollen verlangten einen 3-G-Nachweis mit Vorlage des Personalausweises, andernfalls hatte man keinen Zugang. Ein großzügiges Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten animierte viele Besucher vor einer Hotelbesichtigung zur Einkehr. Alles war kostenlos, gerne genommene Spenden gingen an wohltätige Organisationen: die Berchtesgadener Tafel, den Verein »Berchtesgaden Hilft,« den Heimatkundeverein Berchtesgaden und das Biodiversitätsprojekt »Apfel.Birne.Berge«.

Führungen und Vorträge

Andere wiederum wollten zuerst den Kulturhof erkunden. Am Parkplatz vor dem Hotel hatten die Feuerwehr Bischofswiesen mit einer Feuerwehrspritze und die Feuerwehr Berchtesgaden mit der Drehleiter ihren Stand aufgebaut. Wer die Hotelzimmer sehen wollte, musste sich einer Führung anschließen. Im Seminargebäude konnte man an insgesamt sieben Vorträgen teilnehmen. Nach der Eröffnung durch Dr. Bartl Wimmer konnte man sich über Holzbau, Architektur, Philosophie, den Nationalpark, Alte Sorten und Energie informieren.

Die Stadelgebäude konnten nicht besichtigt werden. Der Festsaal war jedoch jederzeit zugänglich. Es war dort eine Kalligrafie von Nadine Keilhofer zu bewundern und es gab Infostände zu Festen, Seminaren und Arbeiten im Kulturhof. Im hinteren Teil des Festsaals wurde schon alles für das abendliche Konzert von »LaBrassBanda«« vorbereitet. Im Gewächshaus gab es einen Aktionsstand des Nationalparks und nebenan ein Schnupper-Yoga »in Jeans und Dirndl« sowie eine Come & Fly-Präsentation. Im Atelier bot man Schnitzen für Klein und Groß mit Amadeus Huber an.

Salzbergwerk und Wasserwacht

Im Schwimmteich zeigte die Wasserwacht Vorführungen der Wasserrettung und ehemaligen Bergleuten des Salzbergwerks Berchtesgaden konnte man beim Salzsieden im Innenhof zusehen. Fleißig Lose kauften die Besucher bei einer Tombola in Nähe der Rezeption. Im Foyer war der Start für eine Schnitzeljagd und die Anmeldung für Vorträge und Programmhefte.

Es war ein wolkenloser Tag und einen perfekteren Auftakt für einen herrlichen Biergartentag hätte man sich nicht wünschen können, schon gar nicht im November. Für musikalische Unterhaltung im Biergarten und im Innenhof sorgten zwei Musikgruppen: die »Melody Boys« und die »Drogzapfn Buam«. Für Unterhaltung und als Fotomotiv waren zwei Stelzengeher im Biergarten unterwegs.

Immer wieder diskutierten die Besucher während der Besichtigung darüber, was man für gut und für weniger gut hält. Das Ehepaar Buchwinkler war vom Biergarten total begeistert und beteiligte sich am Biertisch an einer Diskussion mit Gordon Scharf. Thema war, dass es in keinem Hotelzimmer einen Fernseher gibt. Gordon, der selbst in einem Hotel in Ramsau arbeitet, war der Auffassung: Wenn der Gast einen Fernseher wünscht, müsste man ihm einen zur Verfügung stellen. Auf Nachfrage an der Rezeption ist das aber im Kulturhof derzeit nicht möglich. Lisa und Ottmar Schnappinger gefällt, dass es kein so »Riesen-Hotelkomplex« ist. Im Großen und Ganzen sind sie aber der Meinung, dass die Anlage zu modern gestaltet ist.

Christa Ottmann wünscht Bartl Wimmer alles Gute. Sie freut sich, dass ein Einheimischer das angepackt und »Firmen von uns genommen hat«. Ute und Bernd Köberle finden, dass Holz und Moderne wunderbar zusammen passen und harmonieren. Die beiden sind begeistert von den Holztreppen und vor allem vom Blick auf die Berge. Als weniger gut empfinden sie, dass die Gebäude keine Vordächer haben und dann das Holz an den Seitenwänden sehr schnell schwarz werde.

Franz Förg findet den Kulturhof architektonisch hervorragend, nur in den Zimmern sind seiner Meinung nach die Nachttischlampen unzweckmäßig und in den Familienzimmern hält er die Treppen zu den Kinderbetten für gefährlich.

Lob für den Biergarten

Reinhold Esterl wohnt oberhalb des Kulturhofs und ist total begeistert von der nächtlichen Beleuchtung. »Das ist ein Traum«, sagte er. Dieselbe Bewertung gab er dem Biergarten, dort soll sein Stammplatz werden.

Willy Ebneth, Vorstand des Sänger- und Musikantenvereins Bischofswiesen, ist begeistert vom Festsaal, vom Gasthaus mit Innenhof und vom Biergarten. Er würde gerne einmal einen musikalischen Frühschoppen, Dämmerschoppen oder großen Musikanten-Hogoascht dort abhalten.

Der »Tag der offenen Tür« war ein voller Erfolg und das Motto der Gastgeber »Begegnung und Gemeinschaft, denn hier ist Beieinander« wurde am Samstag Realität.

Bernhard Stanggassinger