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Berchtesgaden – Fedor Radmann feiert heute seinen 75. Geburtstag

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Fedor Radmann feiert heute seinen 75. Geburtstag. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Fedor Radmann feiert heute seinen 75. Geburtstag. Den 60. Geburtstag beging der Sportfunktionär im Münchner Olympiastadion, wo seiner schillernden Karriere anlässlich der Olympischen Spiele 1972 ein erster Höhepunkt widerfuhr.


Im Jahr 2014 lud der Kulturbeflissene seine Freunde sowie Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Sport ins Festspielhaus nach Erl ein. Wiederum fünf Jahre danach feiert Radmann in seiner Heimat Geburtstag.

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Ins neue Restaurant auf der Bergstation am Jenner hat der Jubilar dieses Mal gerufen. Obwohl Fedor Radmann seit Längerem in Teufen bei Zürich in der Schweiz lebt, trifft man ihn immer wieder in seiner alten Heimat Berchtesgaden. Seine große Familie sowie sein Faible für den Sport und insbesondere die SG Schönau verbinden Radmann eng mit der Region. Radmanns Karriere begann 1969, nachdem er von Willi Daume als Touristik-Chef in das Organisationskomitee der XX. Olympischen Spiele von München berufen wurde. Von 1969 bis 1972 war er Leiter des Referats Touristik, Unterbringung und Information.

Nach den Spielen folgten sechs Jahre als Kurdirektor, Kongressdirektor und Sportdirektor des Berchtesgadener Landes. In dieser Zeit brachte Radmann viele große internationale Kongresse nach Berchtesgaden. 1979 folgte der Wechsel zu Adidas, wo Radmann zehn Jahre Direktor für Promotion und Internationale Beziehungen war. Es folgten Verwendungen als Geschäftsführer der CWL Marketing in der Schweiz und von 1990 bis 2001 als geschäftsführender Gesellschafter S&K Marketingberatung in München. In dieser Zeit organisierte Radmann auch 1993 die Eishockey-WM in München und Dortmund, bei der Eishockey-WM 1996 in Österreich war er Vizepräsident. Seine stete Verbindung nach Berchtesgaden dokumentiert die Präsidentschaft des Organisationskomitees zur Durchführung von Ski- und Snowboard-Großveranstaltungen von 1998 bis 2001. Zugleich folgte die Koordinator-Tätigkeit der Bewerbung des Deutschen Fußballbundes um die Fußball-WM 2006.

In den Jahren 2001 bis 2003 war der Vielbeschäftigte geschäftsführender Vizepräsident im Organisationskomitee der Fußball-WM. Es folgte von 2003 bis 2006 eine Beratertätigkeit des Präsidiums und die Beauftragung für Kunst, Kultur und Tourismus im OK der Fußball-WM 2006.

Nach dem »Sommer-Märchen« zog es den Sportfunktionär nach Salzburg, wo er für einige Zeit Geschäftsführer der Bewerbung der Stadt für die Olympischen Winterspiele 2014 war. Nach seiner überraschenden Demission wirkte der Berchtesgadener als Berater für Unternehmen und Großereignisse, unter anderem auch für das Bewerbungskomitee für die Fußball-WM 2022 in Australien.

Ausgleich für Radmanns berufliches Engagement sind der Sport allgemein, Wandern, Skilanglauf, Bergsteigen, Fußball, Oper, Theater, Konzerte und Ballett. »Ich bin für mein Leben extrem dankbar.

Durch die Begegnung mit verschiedenen außergewöhnlichen Menschen konnte ich mich entsprechend entwickeln, wurde ausgebildet und durfte lernen«, sagt der Jubilar selbst. »Eine große Freude für mich ist auch der enge und liebevolle Kontakt mit meiner gesamten Familie.« cw

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