weather-image
23°

Grüne nominieren Dr. Bartl Wimmer: »Enkeltaugliche Politik gestalten«

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Die beiden Kreisvorsitzenden Gisela Bechmann (l.) und Dr. Bernhard Zimmer (r.) gratulieren Dr. Bartl Wimmer (M.) zur Nominierung als Landratskandidat von Bündnis 90/Die Grünen. (Foto: privat)

Berchtesgadener Land – Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land schicken ihren langjährigen Kreistagsfraktionsvorsitzenden Dr. Bartl Wimmer ins Rennen um die Nachfolge von Landrat Georg Grabner. Auf einer Mitgliederversammlung wurde der erfolgreiche Unternehmer ohne Gegenstimmen nominiert.


Als zentrales Motiv seiner Kandidatur gab der vierfache Vater und sechsfache Großvater an, er wolle als Landrat eine enkeltaugliche Politik gestalten. Dies gelte sowohl für klassische grüne Themen wie die Energiewende und den Klimawandel, die Verkehrspolitik, den Artenschutz und weitere ökologische Themen. Aber auch für Bereiche wie Wohnen, Wirtschaft, Krankenhäuser und Verwaltung.

Anzeige

Wimmer wies auf die zahlreichen Erfolge vom Bündnis 90 in der Kreispolitik der letzten Jahre hin. Mit der Einführung der Biotonne und der Übertragung der Müllabfuhr auf den Landkreis zum 1. April diesen Jahres sei ein schon vor vielen Jahren von den Grünen eingebrachter Vorschlag umgesetzt worden.

Auch beim Thema Energiewende seien viele Initiativen des Landkreises, der auf diesem Feld inzwischen bayernweit eine Führungsrolle inne hat, auf Vorschlag des Bündnisses ergriffen worden. Ebenso habe die Grünen-Kreistagsfraktion in Sachen Kreiskliniken viel bewegt. Beispielsweise in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Traunstein. Auch in das überarbeitete Wirtschaftsleitbild seien wichtige grüne Vorschläge eingearbeitet worden.

Aufgrund der guten Arbeit der Grünen-Kreistagsfraktion, aber auch angesichts der aktuellen politischen Lage und der guten Ergebnisse bei der Europawahl hält Wimmer es nicht für vermessen, für die Kreistagswahl als Ziel Platz zwei anzustreben. Und in Sachen Landratswahl peilt der Berchtesgadener Marktgemeinderat zumindest das Erreichen der Stichwahl an.

In Bezug auf die seiner Ansicht nach zentralen Aufgabenfelder der künftigen Arbeit auf Landkreisebene will Wimmer künftig weniger auf Gutachten und theoretische Konzepte setzen. Vielmehr gebe es andernorts häufig schon gute praktische Beispiele für sachorientierte Lösungen. Solche »best-practice«-Beispiele wolle er auf ihre Übertragbarkeit auf die hiesigen Gegebenheiten prüfen und dann mit eventuell nötigen Anpassungen und Veränderungen umsetzen. Wichtig sei ihm dabei, viel zuzuhören und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, den Mitarbeitern im Landratsamt und den Fachleuten passgenaue Lösungen zu erarbeiten.

Um die Programmarbeit fortzusetzen, wird sich die Wahlkampfkommission des Grünen-Kreisverbandes Ende August ein weiteres Mal treffen und weitere Schwerpunkte für das Wahlprogramm erarbeiten. Daneben werden bei diesem Treffen auch organisatorische Fragen wie die Terminkoordinierung für den Wahlkampf erörtert. fb