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Jennerbahn-Streit: Baustopp oder Einigung?

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Die Baustelle an der Jennerbahn-Mittelstation (Foto: Bund Naturschutz)

Schönau am Königssee/München – Für einen Baustopp der Jennerbahn kämpft seit einigen Monaten der Bund Naturschutz. Dafür ist man gegen die Bergbahn vor Gericht gezogen. Aktuell ruht der Streit vor dem Münchner Verwaltungsgericht.


Allerdings nicht, weil man sich geschlagen gibt. "Das allerletzte Wort" sei noch nicht gesprochen, so der Bund Naturschutz gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

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Den Verhandlungstag, der für Freitag angesetzt war, hat das Verwaltungsgericht abgesagt. Somit ruhe nun auch der Eilantrag für einen Baustopp. Paul Grafwallner, der Ortsvorsitzende vom Bund Naturschutz in Berchtesgaden, betonte gegenüber dem BR: "Wir möchten für alle Seiten eine akzeptable Lösung erreichen. Wir befinden uns kurz vor der Ziellinie, aber das allerletzte Wort ist noch nicht gesprochen, was die Einigung für den Neubau der Bergstation der Jennerbahn betrifft."

Eine Einigung zwischen den beiden Parteien sei demnach wohl absehbar. Ein wichtiges Anliegen ist den Umweltschützern das Birkhuhn, das oberhalb der Mitterkaseralm am Jenner seinen Haupt-Balzplatz hat. Es steht in Deutschland auf der Roten Liste.

Trotz geschlossener Schneedecke habe die Bergbahn für ihre Bauarbeiten Salz ausgestreut. Laut Bund Naturschutz ist dies im Nationalpark verboten. Die Bergbahn räumte daraufhin ein, auf den Einsatz von Salz verzichten zu wollen.

red