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Mit Toptechnik auf den Gipfel

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Foto: Pfeiffer

Schönau am Königssee – Die Installation der 50 Millionen Euro teuren Jennerbahn, die aus einer Gondelbahn und zwei Seilbahnen besteht, läuft bereits auf Hochtouren.


Michael Tanzer vom weltweit tätigen Seilbahnspezialisten "Leitner ropeways" sagt, dass die Sicherheit an erster Stelle steht. Erfahrungen am Jenner hat Michael Tanzer eine ganze Menge. Vor vier Jahren baute sein Unternehmen die 4er-Sesselbahn am Krautkaser. Der Tiroler Big Player baut 80 bis 90 Anlagen pro Jahr.

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Dass Tanzers Team auch beim Jennerbahnneubau dabei ist, freut den Tiroler, zumal sich die Baustelle quasi in der Nachbarschaft befindet. Dass ein Seilbahnneubau kein einfaches Unterfangen ist und viele Genehmigungsverfahren durchlaufen werden müssen, sei klar, "aber das ist mittlerweile ein routinierter Prozess".

2018 soll der Bau fertiggestellt werden. Deshalb arbeitet man übrigens auch im Winter.

Aktuelle Bilder des Jennerbahn-Neubaus:

Kleinauftrag Jennerbahn?

Ein Projekt, wie das auf dem Jenner, ist für die Tiroler Firma eher ein kleinerer Auftrag. Aktuell realisiert sein Team ebenfalls eine Drei-Seil-Umlaufbahn am Klein Matterhorn in Zermatt – auf knapp 3 900 Metern Höhe.

Am Jenner werden drei Bahnen verwirklicht: Die Jennerbahn, die als Hauptbahn gilt und 64 Gondeln für je zehn Personen aufweisen wird. 32 davon werden im "Untergrund"-Bahnhof in der Mittelstation untergebracht, 16 in der Mittelstation, 16 weitere in der Talstation. Schaffte die alte Jennerbahn pro Stunde bis zu 480 Personen, sollen es künftig 1 500 sein. Auf der Jennerwiesen wird es eine weitere Sessel-Bahn geben, ebenso am Mitterkaser.

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Weitere Stützen für die Jennerbahn werden in den kommenden Wochen per Hubschrauber installiert. (Foto: Pfeiffer)

"Die neue Jennerbahn ist komfortabler und außerdem barrierefrei", sagt Michael Tanzer. Zum Einsatz kommt eine 10er-Kabine mit Schiebetüren und großzügigem Platzangebot für die Fahrgäste.

Arbeiten im Zeitplan

"Wir sind mit unserer Montage am Jenner im Zeitplan und haben schon vor geraumer Zeit mit der Montage der Seilbahntechnik und der Kabinenbahn begonnen", sagt Tanzer. Mittlerweile stehen schon mehrere der tonnenschweren Stahlstützen, an denen künftig an kilometerlangen Seilen hängend die Gondeln auf den Berg befördert werden. Kilian Pfeiffer

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Foto: Pfeiffer

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