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Scheußlich schöner Weihnachtspulli

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Eine Woche hat Gaby Springl Tag und Nacht an dem Auftrag der ProSieben-Redaktion gearbeitet. (Foto: privat)
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Das gestrickte Werk von Gaby Springl gab es am Montag in der Sendung »Circus Halligalli« in ProSieben zu sehen. Klaas Heufer-Umlauf trug den grünen (Alb-)Traum. Neben ihm steht Putzfrau Sabine, eine weitere Figur aus der Sendung. (Foto: www.united-charity.de)

Schönau am Königssee – Ein Traum aus schrillem Grün und Spitze ist der Weihnachtspulli, den Klaas Heufer-Umlauf am Montag in der ProSieben-Sendung »Circus Halligalli« getragen hat. Gestrickt hat ihn die Schönauerin Gaby Springl. Das Motiv hat ein Zuschauer der Sendung entworfen. Das Geld, das Springl für diese Arbeit bekommen hat, spendet sie für einen guten Zweck. Damit sollen Behinderte in Schönau am Königssee unterstützt werden.


Am Anfang stand der Wettbewerb »Wer entwirft das hässlichste Motiv für Klaas' Weihnachtspulli?« der Sendung Circus Halligalli. Dahinter steckt eine Tradition, die die Sendung seit drei Jahren pflegt. Klaas trägt in der Weihnachtsfolge einen hässlichen Pullover. Der aus diesem Jahr wird momentan für einen guten Zweck versteigert. Zur Zeit liegt das Gebot bei 675 Euro. Die Sendung »Circus Halligalli« ist ein Late-Night-Format, das jeden Montagabend um 22.10 Uhr in ProSieben ausgestrahlt wird. Die Moderatoren sind Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt.

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Auf dem Pullover ist Klaas Heufer-Umlauf als Weihnachtsmann abgebildet, und sein Moderationspartner Joko Winterscheidt als Rentier. Darüber der Kopf des Skandalrockers Evil Jared aus der Bloodhound Gang, der Schnee spuckt. »Ich finde den Pullover gar nicht so hässlich«, sagt Gaby Springl über ihr Werk. Eine Woche lang hat sie Tag und Nacht daran gestrickt. Das Motiv aus Filz hat die Schönauerin aufgeklebt.

»Als ich fertig war, haben meine Freunde gesagt, der Pullover sieht aus wie für ein Kind, so klein«, erzählt Springl. Die Hobbystrickerin hielt sich allerdings streng an die Maße, die ihr die Circus Halligalli-Redaktion geschickt hatte. Und siehe da, als sie ihr Werk im Fernsehen sah, sei sie zufrieden gewesen, fährt Springl fort: »Der ist wirklich so klein«, sagt sie mit einem Lachen.

Die Wolle hat ihre Schwester in Auftrag von ProSieben besorgt. »Meine Schwester ist Kostümbildnerin und Stylistin bei einer Firma, die unter anderem Kostüme für Germany' Next Topmodel macht«, erzählt Springl. Durch sie ist sie auch zu dem ungewöhnlichen Auftrag gekommen.

Der Wettbewerb um das hässlichste Motiv für den Pullover dauerte bis 25. November. Dann hatte Moderator Klaas drei Tage Zeit, sich für eines zu entscheiden. »Der Gewinner hat dann meines Wissens 1 500 Euro bekommen«, sagt Springl. Sie selbst habe für ihre Strickarbeit auch Geld bekommen. »Aber dieses Geld geht wie alles, was ich fürs Stricken bekomme, an einen guten Zweck«, betont die Schönauerin. Somit können schon zwei Geldbeträge dank des hässlichen Weihnachtspullis gespendet werden. Denn momentan wird der Pullover im Internet versteigert, ebenfalls für ein Wohltätigkeitsprojekt.

Die Versteigerung endet am 20. Dezember, und das Gebot liegt derzeit bei 675 Euro. Wer mitbieten will, kann dies auf der Internetseite www.unitedcharity.de/AUKTIONEN.

Das Geld wird für ein Wohltätigkeitsprojekt im Rahmen des »Red Nose Day« von ProSieben gespendet: Die Arche kann durch die finanzielle Unterstützung mit ihrer Einrichtung in Treptow den sechsten Berliner Standort eröffnen. Die Arche hat dort die bisherige Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Freikirche Berlin Johannisthal übernommen und weiter ausgebaut. Annabelle Voss

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