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Seit Monaten ist das Parkplatzproblem am Altenheim St. Felicitas nicht gelöst. Die Gespräche sind ins Stocken geraten. (Foto: Archiv Pfeiffer)

Bischofswiesen – Das Altenheim St. Felicitas soll für rund 6 Millionen Euro neu gebaut werden. Die Planungen laufen seit knapp zwei Jahren. Nun räumt man seitens der Caritas ein, dass das vorhandene Grundstück »nicht optimal ist«, wie Doris Schneider, Geschäftsführerin Altenheim im Diözesan-Caritasverband, gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger« bestätigt. Das Parkplatzproblem bleibt bestehen. Nach Informationen der Zeitung gibt es Probleme in der Kommunikation mit einem benachbarten Grundstückseigentümer.


»Wir versuchen nach wie vor, eine vernünftige Lösung für einen Neubau zu finden«, sagt Doris Schneider. Vor mehr als zwei Jahren hatte man angekündigt, das Altenheim Felicitas neu zu bauen und bessere Bedingungen für Mitarbeiter und Bewohner zu schaffen. Man wisse aber nicht, wie man den Neubau am besten lösen solle. Da das Gelände sich nicht optimal darstelle und keine neue Zufahrtmöglichkeit umsetzbar sei, verzögere sich der gesamte Neubauplan.

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Das Altenheim liegt in Stanggaß, Parkmöglichkeiten sind dort so gut wie nicht vorhanden. Nachdem der Besitzer der ehemaligen Kurklinik, die sich gegenüber der Felicitas befindet, gewechselt hatte, wird das Parkproblem in Zukunft eher noch verschärft. Ursprünglich war geplant, Ende dieses Jahres Konkretes zum Neubau des Caritas-Altenheims zu sagen.

Lange Zeit war nicht sicher, wie es im Altenheim St. Felicitas weitergehen würde. Das in die Jahre gekommene Haus stand vor einer grundlegenden Veränderung. Wegen fehlender Wirtschaftlichkeit wurde zeitweise sogar eine Schließung nicht ausgeschlossen, eine stationäre Pflegeeinrichtung sei dauerhaft nicht zu halten, hieß es damals, zumal Investitionen notwendig geworden waren. Prüfungen hatten ergeben, dass die Kosten für eine Renovierung des jetzigen Gebäudes so hoch ausfallen würden wie die Kosten für einen Neubau.

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Doris Schneider Foto: Kilian Pfeiffer

Doris Schneider sagt, dass eine »Zufahrt von der unteren Grundstücksgrenze oder ein alternatives Grundstück die deutlich bessere Lösung« wäre. Klärungsgespräche in den vergangenen Monaten sind allerdings ins Stocken geraten. Derzeit ist nicht klar, wie es weitergehen soll, obwohl eine grundsätzliche Planung bereits existiert: Angedacht war ein Neubau auf dem Südteil des 14 000 Quadratmeter großen Grundstücks. Geplant war ein Haus mit etwa 40 Pflegeplätzen. Bereits bestehende Angebote der Tagespflege, der Kurzzeitpflege und der ambulanten Pflege würden zudem in das Konzept integriert werden, heißt es. Auch wenn sich das Caritas-Angebot in der Felicitas derzeit gut entwickelt, steht das Neubau-Projekt mangels ausreichender Parkplätze und einer schlechten Zufahrtsmöglichkeit vor schwierigen Zeiten.

Bislang parken Mitarbeiter direkt an der Straße vor der Einrichtung. Auf der anderen Seite liegt die ehemalige Kurklinik. »Durch den Verkauf des Grundstücks gegenüber dem Altenheim hat sich das bestehende Parkproblem noch verschärft«, heißt es bei der Caritas schon seit Langem. Die Parkplatzproblematik ist wegen der dichten Bebauung in diesem Bereich kaum zu lösen, Gespräche mit dem Kurklinik-Eigentümer haben nach Informationen dieser Zeitung zwar stattgefunden, auf ein Ergebnis konnte man sich auch nach Monaten nicht einigen.

Dennoch gibt es laut Doris Schneider auch positive Dinge zu vermelden: »Das Altenheim selbst hat sich mit der Verbindung von stationärer und ambulanter Pflege sehr gut entwickelt. Das Haus ist gut belegt und sowohl die Tagespflege als auch die ambulante Pflege klappen im Zusammenspiel mit dem Altenheim gut.« Auch die Umstellungen durch das Pflegestärkungsgesetz 2, das am 1. Januar dieses Jahres in Kraft trat, sei in der Einrichtung gut bewältigt worden. Die Umstellung von Pflegestufen zu den Pflegegraden habe keine Probleme bereitet.

Die Bewohner kommen nach wie vor mit unterschiedlichen Pflegegraden in die Felicitas. »Die Erwartung, dass hauptsächlich Senioren mit schweren mehrfachen Erkrankungen kommen, hat sich nicht bestätigt«, so Schneider. Insgesamt blicke man positiv gestimmt in die Zukunft. »Aber wir hoffen natürlich, dass wir bald eine Lösung für den Neubau finden werden«, so die Geschäftsführerin Altenheim im Diözesan-Caritasverband. Kilian Pfeiffer