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Straßenbau-Projekte am Eisenrichter- und Bodenberg starten 2020 in nächste große Bauphase

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Reparatur von Straßenschäden
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Foto: Symbolbild, dpa/Michael Reichel

Berchtesgadener Land – Über den aktuellen Stand der laufenden und geplanten Straßenbauprojekte im Berchtesgadener Land informierte der Leitende Baudirekter des Staatlichen Bauamts, Christian Rehm, bei einem Gespräch in Traunstein mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Ramsauer.


Im Bundesstraßennetz des Amtsbereichs bestehen noch sechs Ausbaulücken, die man der Reihe nach schließen wolle. Bei der Ertüchtigung der Stützbauwerke am Bodenberg (B21) wolle man im kommenden Jahr umfangreiche Sicherungsbauwerke bauen.

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10.000 – beziehungsweise wenn auf österreichischer Seite bei Kufstein eine Blockabfertigung läuft – 12.000 Fahrzeuge müsse man dort mit ampelgesteuerter Verkehrsführung während der Bauphasen durchschleusen.

Ausbau am Eisenrichter-Berg

Der B20-Ausbau am Eisenrichter-Berg bei Bischofswiesen geht im kommenden Jahr in die letzte Bauphase. Hier gilt es die Lücke zwischen der bestehenden Stützwand und den 2018 sowie 2019 neu errichteten Stützkonstruktionen zu schließen. »Wir müssen das zeitlich einigermaßen verkehrsverträglich mit anderen Baumaßnahmen in der Region gestalten«, so Baudirektor Rehm.

Die Ertüchtigung des Antonibergtunnels auf der St 2101 werde 2020 vorbereitet und 2021 ausgeschrieben sowie gebaut. Weitere Projekte sind in Vorbereitung beziehungsweise laufen bereits, wie Rehm erläuterte.

Beim Projekt der Ortsumfahrung Neusillersdorf auf der St 2104 in der Gemeinde Saaldorf-Surheim wolle man im kommenden Jahr in das Planfeststellungsverfahren gehen.

Auf der B20 im Bereich Laufen wartet im kommenden Jahr der Planfeststellungsbeschluss, der vermutlich beklagt werde. Auf der B21 der Ortsumfahrung Bad Reichenhall sind zunächst die Ergebnisse der laufenden Verkehrsuntersuchung abzuwarten, bevor in die Erarbeitung der Vorentwurfsunterlagen eingestiegen werden kann.

»Das liegt mir im Magen«, so der Amtsvorstand, der betonte, dass es im Falle von zwei Röhren mit voraussichtlich deutlich mehr als 250 Millionen Euro Kosten wohl zu einer Neubewertung des Projektes durch den Bund käme. Die Probleme auf der Gesamtstrecke könne man aber auch dadurch alleine nicht lösen.

Höchste Priorität: Saalachbrücke in Piding

Bei der Erneuerung der Saalachbrücke (B20) in Piding stehe man bereits im Vergabeverfahren für die Planungsleistungen. Dabei handelt es sich um die einzige Straßenverbindung des inneren und äußeren Landkreis Berchtesgadener Land. »Die hat höchste Priorität«, sagte Rehm.

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Unser Artikel zu den Straßenbau-Projekten im Landkreis Traunstein: »Derzeit keine Kapazitäten« im Bauamt für Ortsumfahrung Chieming

red/fb

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