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Von Mediation bis zur salzhaltigen Luft

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»Gesund & in Form«, die erste Gesundheitsmesse in Berchtesgaden, brachte Alt und Jung, Besucher und Aussteller miteinander ins Gespräch. (Foto: Berwanger)

Berchtesgaden – Manche, wie die Klinik Schönsicht, beheimatet in Stanggaß, waren gekommen, um Präsenz zu zeigen. Andere wie Viktor Müller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Mediation, reisten aus dem Landkreis München an: So vielfältig wie ihre Herkunft waren auch die Themen der rund 60 Aussteller auf der ersten Gesundheitsmesse in Berchtesgaden. Unter dem Motto »Gesund & in Form« präsentierten sie ihre Beiträge für ein gutes Leben, informierten in Fachvorträgen und kamen mit den Besuchern ins Gespräch.


Waren am Samstag bei schönstem Ausflugwetter noch relativ wenig Besucher ins Kongresshaus gekommen, so glich der regnerische und verkaufsoffene Sonntag dies mehr als aus. »Die ersten Besucher haben sogar schon vor 10 Uhr vor der Tür gestanden«, berichtete Veranstalterin Manuela Schmidt. Die hauptberufliche Mitarbeiterin der Technischen Universität München konnte sich über positive Resonanz bei Besuchern wie Ausstellern über ihr zweites Standbein Messeorganisation freuen. »Ich habe schon Rückmeldungen von Interessenten bekommen, die gerne 2018 als Aussteller dabei sein würden«, so die 44-Jährige.

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Rege Nachfragen konnte auch Svenja Skupin von der Heilstollen Berchtesgaden GmbH vermelden. Das gesunde Kleinod im Salzbergwerk »kennen viele Einheimische nicht«, so Skupin. Sie klärte daher gerne auf, dass die westeuropaweit einzigartige Einrichtung wirksam und wohltuend sei bei Asthma, Atemwegsinfektionen und zur Entspannung und ihr Besuch auch von Ärzten empfohlen würde. Entspannung und salzhaltige Luft zum Tief-Durchatmen hat auch die Watzmanntherme im Programm. Der Thermenmitarbeiter Valentin Nikolae sagte zum Thema Werbung via Messe: »Man muss einfach präsent sein.«

»Die Einheimischen darauf aufmerksam machen, dass es uns gibt«, nannte auch Nensi Puskaric, Verwaltungsleiterin der Klinik Schönsicht, ihr Motiv für einen Stand auf der Gesundheitsmesse. Die seit 1952 auf Kinder und Jugendliche mit Adipositas, Allergien, Asthma und psychosomatischen Erkrankungen spezialisierte Einrichtung mit ihren 160 Plätzen und 70 Mitarbeitern bietet Eltern aus dem Berchtesgadener Land bei Bedarf auch Beratungen an.

Auf einen höheren Bekanntheitsgrad hoffte auch Sabine Zimmermann aus Berchtesgaden. Sie hat sich hier vor noch nicht allzu langer Zeit mit ihrer »Praxis für Coaching und Heilung« selbstständig gemacht. Für die Heilpraktikerin mit einem Studium der Sozialpsychologie und diversen Zusatzausbildungen lohnte sich die Teilnahme nicht nur, um interessierte Besucher auf sich hinzuweisen. »Ich bin zufrieden, denn ich konnte auch mit vielen Ausstellern Kontakte knüpfen, gute Gespräche führen und künftige gemeinsame Aktionen andenken«, so Zimmermann. Bekennende Netzwerkerin ist auch Veronika Mergenthal, die für eine ganzheitliche Gesundheitsvorsorge und bewussten Konsum warb. »Durch unser Einkaufsverhalten können wir nachhaltige Konzepte fördern«, so Mergenthal. Sie sei eine Anhängerin von Produkten, die regional und in Bio-Qualität produziert würden. Passend waren auch die von ihr angebotenen frischen, veganen Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel eines Steiermarker Unternehmens. In anderen Dimensionen war Michaela Schwarz unterwegs. Die Reichenhallerin warb für »Das galaktische Wunder«, das ähnlich wie Stangerbäder mit Gleichstrom arbeitet. »Die Behandlung kann entgiften, verjüngen, das gesamte Energiesystem harmonisieren«, sagte sie.

Wie sich Harmonie im Leben auch noch auf andere Weise herbeiführen lässt, zeigte die Deutsche Stiftung Mediation. »Offene Konflikte können zu Schlafstörungen und innerer Unruhe führen«, so Viktor Müller. Mediatorin Christine Angele erklärte, dass »in einem Mediationsverfahren Methoden und Techniken zum Führen eines klärenden Gesprächs« vermittelt würden. Dazu gehörten »ausreden lassen und zuhören«, sagte die Sozialpädagogin aus Grassau. Ina Berwanger