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Alten Teil des Marienheims Eisenärzt sinnvoller nutzen?

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Nachrichten aus Siegsdorf und Traunstein
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Das Marienheim in Eisenärzt bei Siegsdorf: Für das Gebäude regte ein Gemeinderatsmitglied nun den Bau von Wohnungen an. (Archivbild: Krammer)

Siegsdorf – Eine Diskussion über die künftige Nutzung des Altbaus des Marienheims Eisenärzt regte Gemeinderat Rainer Klapfenberger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats an. Das Marienheim Eisenärzt, das im Besitz der Gemeinde ist, wird im neuen Bereich zum großen Teil als Unterkunft für Asylbewerber genutzt.


Der optisch ansprechende Altbau direkt an der Staatsstraße dient der Gemeinde und den Eisenärzter Vereinen als Lager für diverse Gerätschaften und Material. Klapfenberger wollte wissen, ob das Gebäude mit seiner guten Bausubstanz nicht auch für den geförderten Wohnungsbau genutzt werden könnte. Bürgermeister Thomas Kamm teilte darauf hin mit, dass das Gebäude in den vergangenen Monaten auch immer wieder von den Behörden zur Polizeiausbildung angemietet worden war. Für eine Nutzung als Wohnraum gibt die Gliederung des Gebäudes aber nur wenig Spielraum, ein Umbau wäre äußerst aufwändig und nicht wirtschaftlich zu verwirklichen. Für konstruktive Vorschläge zur weiteren sinnvollen Nutzung sei man aber dankbar, versicherte Kamm.

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Der Bürgermeister konnte auch die Frage von Gemeinderat Peter Mayer beantworten, inwieweit die Räumlichkeiten des ehemaligen Gasthofs Neue Post für die Nutzung als »Weinstüberl« bei Hochzeiten zur Verfügung stünden. Auf Antrag können im Einzelfall die Räume im Erdgeschoß genutzt werden, eine Nutzung des Saales im Obergeschoß bleibt aus brandschutzrechtlichen Gründen aber ausgeschlossen, so Kamm.

Sandra Steiner wollte wissen, inwieweit die Gerüchte über Bauschäden durch Feuchtigkeitseinbruch im neuen kirchlichen Kindergarten St. Marien der Wahrheit entsprechen. Bürgermeister Kamm bestätigte die Bauschäden, die nach seiner Kenntnis durch unfachmännisch eingebaute Dichtungen in Abwasserleitungen entstanden sind. Von der Pfarrei als Betreiber und den Architekten im Auftrag des Ordinariats wurden aber bereits Gewährleistungen veranlasst.

Nachdem der Gemeinderat im November 2017 einen Bauantrag zum Neubau von neun Garagen in Unterheutau zur weiteren Beratung an das Landratsamt verwiesen hatte, lag nun ein neuer Antrag zum Bau eines Gebäudes im Ausmaß von 24,10 auf 6 Meter für acht Garagenstellplätze vor. Als Dachform wurde nun ein Walmdach gewählt, das sich gestalterisch wesentlich besser an den Gebäudebestand anpasst. Weil sie nach wie vor auf eine Erhaltung des ehemaligen Gasthauses Heutau setzen, stimmten Gerhard Gimpl und Peter Mayer gegen den Antrag.

Im Ortsteil Rudhart möchte der Besitzer eines landwirtschaftlichen Anwesens mit einer Bauvoranfrage klären, ob der südliche Anbau abgebrochen und durch einen ebenerdigen Anbau mit einer Grundfläche von etwa 12 auf 10 Meter ersetzt werden kann. Das Flachdach des Gebäudes würde dann als Zugang zur Tenne dienen, im Gebäude sollen landwirtschaftliche Gerätschaften untergebracht werden. Nachdem der neue Gebäudeteil teilweise in die bestehende Auffahrt integriert wird, bestehen seitens der Verwaltung keine Bedenken gegen das Bauvorhaben.

Auf Anregung aus dem Gremium ist zur Rechtfertigung der Größe aber noch ein Belegungsplan über die Art und Anzahl der Gerätschaften vorzulegen. Die Gestaltung der Ansicht sieht man als verbesserungswürdig an, eventuell könnte mit einem angedeuteten Satteldach als Attika die West-Ansicht optisch aufgewertet werden und dann gleichzeitig als Absturzsicherung dienen, deren Fehlen auf den Unterlagen ebenfalls moniert wurde. Der Gemeinderat geht davon aus, dass auch das Amt für Landwirtschaft und Forsten am Verfahren beteiligt wird und als Fachbehörde den Bedarf für die Lagerflächen bestätigt. Das Gremium könnte sich unter diesen Voraussetzungen eine Zustimmung vorstellen. FK