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Grabenstätt hat wieder einen Maibaum

Grabenstätt – Über zwei Jahre hat den Grabenstätter Marktplatz kein Maibaum mehr geziert und seit dem letzten Maibaumaufstellen waren coronabedingt sogar schon fünf Jahre vergangen. Es war also höchste Zeit. Dies sah wohl auch Petrus so, denn während es am Sonntag in der Region vielerorts regnete, blieb es in Grabenstätt nicht nur während des traditionellen Aufstellens mit „Schwalben“ und vereinter Muskelkraft zum Glück trocken. Unter der Leitung der Capos Ludwig Lukas und Hans Plenk dauerte es nicht einmal zwei Stunden bis die Grabenstätter Trachtler und der Burschenverein Erlstätt den Maibaum um kurz vor 15 Uhr aufgestellt hatten und Jubel und Applaus über den gut gefüllten Marktplatz schallte.


Nachdem ein Pferdegespann von Sepp Schillinger den 28 Meter langen, von der Katholischen Kirchenstiftung St. Maximilian gestifteten Baum zum Marktplatz gezogen hatte, musste erst einmal verhandelt werden. Der Burschenverein Erlstätt hatte ihn nämlich den Trachtlern in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag gestohlen. Trachtenvereinsvorstand Sepp Fleischmann und der Vorsitzende des Erlstätter Burschenvereins Stefan Kreiler wurden sich im Beisein von Bürgermeister Gerhard Wirnshofer sowie dem Altbürgermeister und GTEV-Ehrenvorstand Georg Schützinger aber schnell einig. 250 Liter Bier und eine Brotzeit hieß die vereinbarte „Auslöse“. 100 Liter davon übernahm das Gemeindeoberhaupt und dessen Amtsvorgänger kam für die Kosten für eines der beiden Pferde auf. Einen süffigen Nachschlag soll es dann für die Erlstätter Burschen noch beim Obstangerfest des GTEV Grabenstätt am 4. Juni in Marwang geben.

Allen Beteiligten war es anzusehen, wie sehr man sich nach zwei Corona-Jahren nach solch einem Fest gesehnt hatte. Es bewirteten die Ortsvereine und die Lokale am Marktplatz. Die zünftigen Klänge steuerte die Musikkapelle Grabenstätt bei.

mmü