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Guter Bobsport bei Europa-Cup-Rennen

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Der Bobnachwuchs und einige Etablierte zeigten trotz schlechter Witterung mit Regenfällen schnelle Fahrten. (Foto: Wechslinger)

Wie ausgewogen die Kräfteverhältnisse beim Bobnachwuchs sind, zeigten die Europacup-Rennen am Wochenende am Königssee. Zunächst starteten 29 Damen aus 14 Nationen mit Monobobs, die erst jüngst anstatt des Viererbobs ins olympische Programm aufgenommen worden sind.


An der Spitze lagen zeitgleich Breena Walker aus Australien und die Chinesin Qing Ying. Nur 2/100 Sekunden dahinter schien die Kanadierin Melissa Lotholz auf. Maja Wagner vom BRC Thüringen kam mit fast zwei Sekunden Rückstand auf die Siegerinnen an die 17. Stelle. Im Zweierbob der Herren nützte Weltklasse-Pilot Oskars Melbardis aus Lettland den Europcup mit 32 Schlitten aus 14 Nationen zum Training für die Weltcuprennen am Königssee (24. bis 26. Januar). Melbardis gewann die Zweier-Konkurrenz vor dem Deutschen Philipp Zielasko (BRC Thüringen) und dem Rumänen Mihai Cristian Tentea.

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Das erste Rennen im Viererbob mit 22 Startern aus zwölf Nationen gewann das Team mit Pilot Jonas Jannusch (RRV Sonneberg/Schalkau) vor der Mannschaft von Philipp Zielasko (BRC Thüringen) und dem dritten Deutschen Lokalmatador Bennet Buchmüller vom WSV Königssee. Timo Rohner aus der Schweiz platzierte sich auf Platz sechs. Timos Vater Marcel Rohner war Ende der 90er Jahre einer der weltbesten Bobpiloten.

Oskars Melbardis wurde als Viererspezialist überraschend nur Siebter. Jonas Jannusch lenkte seinen Bob auch am folgenden Tag bei der zweiten Viererkonkurrenz am schnellsten ins Ziel.

Der Russe Dmitriy Popov fand am zweiten Tag eine bessere Linie, setzte seine guten Startzeiten gut um und fuhr an die zweite Stelle.

Mit auf dem Siegerpodest standen gleich zwei Teams: der Schweizer Timo Rohner und Ralfs Berzins aus Lettland. Nur 2/100 Sekunden trennten den Rumänen Mihai Cristian Tentea vom dritten Platz. Und wiederum knapp dahinter reihte sich Bennet Buchmüller vom WSV Königssee ein, der seinen Bob ebenfalls schnell beschleunigt hat. Als Bester am Start erwies sich der 25-jährige Russe Rostislav Gaitiukevich, der erst seit dem letzten Jahr Bob fährt. Wenn der Raketenstarter auch noch die Bahnen in den Griff bekommt, wird er nur schwer zu besiegen sein.

Im Zweierbob-Bewerb der Damen gingen 22 Teams aus zehn Nationen an den Start. Als die Beste erwies sich die Rumänin Andreea Grecu vor der Französin Margot Boch und mit An Vannieuwenhuyse eine Belgierin. Auf den Plätzen vier und fünf schienen mit Mingming Huai und Qing Ying zwei Bobs aus China auf, wo Manuel Machata über zwei Jahre offensichtlich gute Aufbauarbeit geleistet hat. Erst auf den sechsten Rang kam der beste deutsche Schlitten mit Pilotin Maria Adela Constantin, die fast eine Sekunde Rückstand aufwies. cw