Hochklassiges Sommerskispringen - Janni Reisenauer ist Sieger

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Pirmin Kaiser vom WSV Oberaudorf war der beste Jugendliche der Klasse J 16. Er zeigte zwei Topsprünge auf 93,5 und 94 Meter. (Fotos: Christian Wechslinger)

Beim zweiten Sommerskispringen um den Edelweiß-Pokal am Skispringer-Stützpunkt Kälberstein begeisterten die 93 Teilnehmer mit hochklassigen Ergebnissen. 21 von 126 Sprüngen, die das Teilnehmerfeld hinlegte, endeten auf oder weit über 90 Metern. Janni Reisenauer vom TSU St. Veit war Bester der Herrenklasse, Christina Feicht vom WSV Kiefersfelden beste Dame. Simon Steinbeißer vom SC Ruhpolding flog 98,5 Meter weit und dominierte die Juniorenklasse. Janni Reisenauer schaffte es aufs Podest,

Weltklassespringer Naoki Nakamura aus Sapporo, der gerade auf Europareise ist, bereitete sich beim Wettkampf in Berchtesgaden auf die Springen im Sommer-Grand-Prix der Weltbesten vor. Er ist Team-Vizeweltmeister im Skispringen in Planica (März). Ihm gefiel es am Kälberstein: »Diese alte Schanze mit dem langen Tisch ist etwas Besonderes«, so der 24-Jährige. Naoki Nakamura wählte für seine Sprünge eine tiefere Luke wegen der Sicherheit. Dennoch flog er 91,5 Meter weit. Naoki Nakamura startet im September beim Sommer-Grand-Prix in Hinzenbach. Marinus Kraus vom WSV Oberaudorf (Mannschafts-Olympiasieger von 2014 in Sotschi/Russland), der ohne Kaderzugehörigkeit versucht, wieder Anschluss an die Weltelite zu finden, nahm ebenfalls am Wettbewerb teil. Er sprang auf Platz sechs der Herrenklasse.

Junge Talenteaus der Region am Start

Viele weitere Talente aus Deutschland und Österreich waren am Start, darunter zehn Nachwuchssportler aus dem Chiemgau, wobei drei davon vom SK Berchtesgaden sind.

Bester von drei Nachwuchsspringern des SK Berchtesgaden war Julius Borgenheimer. Er wurde Dritter in der Jugendklasse 16. Der ehemalige Weltcupspringer und achtfache deutsche Meister Sepp Heumann nahm mit acht Nachwuchsspringern seiner Talentschmiede vom WSV Oberaudorf am Event teil.

251,3 Punkte fürJanni Reisenauer

Die Tageshöchstnote mit 251,3 Punkten erreichte der Sieger der Herrenklasse, Janni Reisenauer, mit Sprüngen auf 95,5 und 97 Meter. Der Österreicher erhielt von den Sprungrichtern Hans Neumayer (SK Berchtesgaden), Sepp Hauser (WSV Reit im Winkl) und Konrad Winkler (SK Berchtesgaden) die höchsten Haltungsnoten (19). Den Schanzenrekord am Kälberstein allerdings halten seit 2015 (1. August) der Österreicher Patrick Kogler und der Deutsche Moritz Echsler (SC Partenkirchen) mit 101,5 Metern. Noch weiter flog am 19. Juli 2003 Daniela Iraschko-Stolz, die allerdings mit mehr Anlauf auf 102 Meter flog. Unter den interessierten Zuschauern waren auch die beiden ehemaligen Bundestrainer Helmut Kurz aus Berchtesgaden und Rudi Tusch aus Siegsdorf sowie der ehemalige Erfolgstrainer der Schweizer Kombinierer, Günter Chromecek aus Österreich.

Sprecher Sebastian Rasp informierte die Teilnehmer, die Funktionäre und die Zuschauer über die Leistungen der Springer. Der Vorsitzende des SK Berchtesgaden, Wilfried Däuber, ehrte nach dem Wettbewerb die Sieger. Der nächste Bewerb am Kälberstein findet am Samstag, 4., und Sonntag, 5. September, statt. Dann geht es um den Deutschland-Pokal.

Christian Wechslinger