Hoffnung für den Grünstein-Klettersteig

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Die Hinweistafeln für den Klettersteig wurden entfernt. Seitdem ist der Weg gesperrt. Im kommenden Jahr könnte er wieder hergerichtet werden. (Archivfoto: Kilian Pfeiffer)

Schönau am Königssee – Die Zuversicht unter Klettersteig-Gängern ist groß, dass die Routen am Grünstein in naher Zukunft wieder offiziell begehbar sind. Seitdem eine Mure den Zustieg verschüttet hatte und ein Hang abgerutscht war, bangt man im Verein »SC Grünstein Klettersteig« darum, ob das Steigklettern dort jemals wieder möglich sein wird. Schönau am Königssees Bürgermeister macht nun aber Hoffnung. 


Bürgermeister Hannes Rasp sagt auf Nachfrage: »Zu 99 Prozent werden die Wege wieder hergerichtet.« Und genau diese stellten bislang das größte Problem dar: Denn eine mächtige Mure, die am Grünstein, hinter der Kunsteisbahn am Königssee, abgegangen war, hat den kompletten Zustieg vernichtet. Um zum Klettersteig zu gelangen, müsste man über die Mure laufen. Hunderte Kubikmeter Gesteinsmaterial waren ins Tal gerauscht. Die Gemeinde hatte sich kurz nach dem Unwetter dazu entschieden, den Klettersteig zu sperren und die gesamte Beschilderung demontieren zu lassen.

Das war auch notwendig: Denn der Steig am Grünstein zählt zu den beliebtesten Klettersteigen weit und breit – er ist zum sportlichen Aushängeschild für die Gemeinde Schönau am Königssee geworden. »Die Leute reisen von weit her an«, weiß Michael Grassl, Initiator des Klettersteigs und selbst Bergführer.

Wie die Zuwegung zum Grünstein-Klettersteig wieder hergerichtet werden soll, da ist man sich in der Gemeindeverwaltung zwar noch nicht ganz sicher. »Wir werden aber einen Weg finden«, sagt Bürgermeister Hannes Rasp. Möglichkeiten gebe es mehrere: Entweder wird der Murenbereich abgetragen und eine Fahrstraße errichtet oder aber der Weg zum Einstieg bleibt ein schmaler – »mit einem Steigerl durch die Mure hindurch«. Wie auch immer: Der Klettersteig soll ohne Gefährdung erreichbar werden.

Der Klettersteig selbst ist beim Unwetter im Juli nicht zerstört worden. Zumindest nicht so, dass der Aufwand besonders groß wäre. Die Schäden finden sich vor allem an den Wegen, die dorthin führen. »Wir werden den Steig natürlich wieder warten«, sagt Michael Grassl, der von der Absicht der Gemeinde, ab Frühjahr tätig zu werden, noch nichts wusste. »Wir hatten uns mal über den Stand der Dinge erkundigt, eine konkrete Antwort haben wir nicht erhalten«, sagt Grassl. Von der Gemeinde aus seien die Vereinsvertreter ans Wasserwirtschaftsamt Traunstein weiterverwiesen worden. Dabei blieb es dann auch.

Schönau am Königssees Bürgermeister Hannes Rasp sagt: »Aus meiner Sicht steht der Freigabe des Grünstein-Klettersteigs im nächsten Jahr nichts im Wege« – natürlich erst dann, wenn die Maßnahmen abgeschlossen sind.

Bis zu 12.000 Besucher zählen die Verantwortlichen in einem gewöhnlichen Jahr.

Kilian Pfeiffer