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Die Couplet AG und die Tanngrindler Musikanten in der Salzachhalle

Mit Witz und schmissiger Musik

Fetzige Blasmusik und Kabarett vom Feinsten erlebten die Besucher in der Laufener Salzachhalle beim Auftritt der Münchener Couplet AG und den Tanngrindler Musikanten aus der Oberpfalz.

Jürgen Kirner und Bianca Bachmann empfahlen zum Erstaunen der Tanngrindler Musikanten bei Haarausfall eine Therapie mit Eigenurin. (Foto: Heel)

Durch den Abend führte die TV-Moderatorin Traudi Siferlinger, eine gebürtige Prienerin, die auch selbst hervorragend Geige spielt. Sie animierte die Besucher immer wieder zum Mitsingen oder brachte sie mit witzigen Anekdoten zum Lachen. Für viele Lacher sorgte auch die Couplet AG, bestehend aus Jürgen Kirner, Bianca Bachmann, Bernhard Gruber und Berni Filser, die mit ihrem frechen Witz und so mancher Slapstick-Einlage begeisterte.

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So besangen die vier Komödianten neben einer Hommage an Karl Valentin (»So amüsiert sich jeder, so gut er kann«) den Bofrost-Mann, der Vater sämtlicher Kinder im Viertel sei, oder den Besuch im Tröpferlbad, wo man seinen Nachbarn erst richtig kennenlernen würde, »also nachm Baden, wenn er dann sauber is, ganz ohne Dreck wie unter der Woche«.

Jemanden (fürs Leben) kennenzulernen wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger und so hat die Couplet AG für alleinstehende und schwer vermittelbare Senioren ihre ganz eigene Partnervermittlung gegründet – frei nach dem Motto »Sie kommen allein und sterben zu zweit«. Und weil laut Ludwig Stiegeleisen, dem Heiligen aus Windischeschenbach, bei Haarausfall »ein Glaserl Eigenurin« hilft, verteilte Bianca Bachmann eine zumindest optisch ähnliche Flüssigkeit großzügig im Publikum.

Dazu sorgten die Tanngrindler Musikanten mit schmissiger Tanzbodenmusik sowie Gesang für beste Stimmung – sieben Herren und eine junge Dame, die laut Siferlinger drei Tage lang ohne Unterbrechung spielen könnten, so umfangreich sei ihr Repertoire.

Die acht Oberpfälzer absolvierten ihr Programm in der Besetzung mit zwei Trompeten, zwei Klarinetten, zwei Basstrompeten, Tenorhorn und Tuba mit flotten Zwiefachen und traditioneller Wirtshausmusik, wobei es textlich von der Nudelsuppe bis zum Rehragout ging. Stimmungsvoller Höhepunkt war dabei, als eine mutige Besucherin mit Tanngrindler-Chef Frieder Roßkopf einen Zwiefachen auf der Bühne tanzte. Wolfgang Schweiger