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Jakob und Traudi Steiner (von links) vom Helferkreis mit Lkw-Fahrer Taras Holub und Vorsitzender Kathi Schmid beim Verladen des 14. Fahrzeugs. (Foto: Hötzelsperger)

Nahrung, ein Pflegebett und 100 Schulranzen: Chiemgauer Helferkreis hat 14. Fahrzeug für Ternopil in der Ukraine verladen

In diesen Tagen hat sich vom Priener Feuerwehrhaus aus die achte Hilfsfahrt mit Gütern für die Erzdiözese Ternopil in der West-Ukraine auf den Weg gemacht. Da bei den bisherigen Fahrten zum Teil mehrere Fahrzeuge im Konvoi fuhren, war es das bereits 14. Fahrzeug, das vom Chiemgauer Helferkreis beladen wurde. Am Steuer des 20-Tonnen-Lkw saß Taras Holub aus Muzovane nahe Lemberg. Er war nach einer Lieferung nach Bayern – unter anderem mit Sonnenblumenkernen – für die Rückfahrt leer.


Das war die Gelegenheit, einen günstigen Transport zu koordinieren, was Helferkreis-Vorsitzender Kathi Schmid und Pfarrer Volodymyr Firman aus Ternopil gelang.

Dazu sagte Schmid: »Eigentlich erwarteten wir den Lkw schon einen Tag früher, doch wie uns der Fahrer mitteilte, gibt es bei der Ausfuhr an der ukrainischen Grenze zum Teil drei und vier Tage Wartezeiten. Doch letztlich hat Gott sei Dank es noch geklappt«. Bei diesem jüngsten Transport wurden vor allem bestellte und gewünschte Waren und Artikel verstaut, dazu gehörten zwei Paletten Milch, eine große Getränke-Spende, jede Menge Nahrungsmittel, Babynahrung, Hygiene-Artikel sowie Fahrräder, Rollstühle, ein Pflegebett, Geschirr und an die 100 gut gefüllte Schulranzen von einer eigenen Sammelaktion.

Auch wenn der Fahrer kein Deutsch verstand, konnte sich Jak Steiner, der wieder als Staplerfahrer im Einsatz war, ohne große Probleme »verständigen«. Seine Frau Traudi kümmerte sich in bewährter Weise um die Zollpapiere, damit es bei der Ausreise keine Probleme geben sollte. Für alle Fälle gab es aber eine ständige telefonische Verbindung zu Pfarrer Firman und Pfarrer Roman Dutchak in der Ukraine. Zu den Hilfslieferungen ergänzte Kathi Schmid: »In Ternopil stellt man sich auf eine längere Kriegs- und Krisenzeit ein, da viele Geflüchtete nicht zurückkehren können, da ihre Häuser und Wohnungen komplett zerstört wurden.

Ein Ende der Hilfsbedürftigkeit ist daher nicht in Sicht, deswegen werden auch wir die Spendenaktion weiterführen«. Nähere Informationen gibt es bei Kathi Schmid unter Telefon 08032/5578 oder auf der Internetseite des Chiemgauer Helferkreises.