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Sensationeller Sieg: Landrat Siegfried Walch bleibt im Amt

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Landratswahl: Siegfried Walch bleibt im Amt des Landrats – Sieg vor Sengl (Grüne)
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Die Stimmung war gut gestern Abend im Landratsamt: Landrat Siegfried Walch (CSU) hatte allen Grund zur Freude, doch auch Herausforderin Gisela Sengl (Grüne) konnte lachen – auch wenn sie von ihrem Ergebnis enttäuscht war.

Traunstein – Das kam für viele dann doch überraschend: Landrat Siegfried Walch (CSU) muss nicht in die Stichwahl. Er bekam über 60 Prozent der Stimmen. Seine stärkste Konkurrentin Gisela Sengl (Grüne) erreichte deutlich unter 20 Prozent der Stimmen. Für den amtierenden Landrat ist das eine eindrucksvolle Bestätigung seiner Arbeit in den letzten sechs Jahren.


Überblick:

»Das ist wirklich sensationell, damit habe ich wirklich nicht gerechnet«, betonte Landrat Siegfried Walch im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Ich bin fest davon ausgegangen, dass es eine Stichwahl gibt – allein aufgrund der Anzahl der Kandidaten.« Umso dankbarer sei er den Bürgern. »Das werde ich mit all meinem Einsatz in den nächsten sechs Jahren zurückgeben«, betonte er. Landrat Siegfried Walch war fast etwas sprachlos angesichts des überwältigenden Ergebnisses von gut 63 Prozent. »Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich sagen soll«, meinte er und lachte.

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Gisela Sengl zeigte sich dagegen enttäuscht. »Die Stichwahl war mein Ziel und das habe ich nicht geschafft.« Dass das Ergebnis so eindeutig ausfalle, hätte sie nicht erwartet. Woran das gelegen habe, wisse sie nicht. »Vielleicht war es auch ein wenig die Coronakrise? In Krisenzeiten bleibt man vielleicht eher beim Bewährten?«, überlegte die Landtagsabgeordnete. Positiv sehe sie aber, dass die Grünen besser abgeschnitten hätten als vor sechs Jahren. »Ich wollte die Grünen im Landkreis stärken. Und das ist mir zumindest gelungen, denke ich.« Sie erhielt rund 17 Prozent der Stimmen.

Sepp Konhäuser (SPD) kam auf etwa acht Prozent der Stimmen. »Für mich war ja von vorneherein klar, dass ich nicht Landrat werde – anders als vielleicht vor sechs Jahren«, sagte Konhäuser. Er sei in erster Linie angetreten, um möglichst viele Mandate für die SPD im Kreistag zu holen. »Da müssen wir mal schauen, wie das ausgegangen ist.«

Christian Schunck (FDP) kam auf etwa zwei Prozent, Andreas Danzer (FW/UW) auf acht Prozent und Dr. Ute Künkele auf etwa drei Prozent der Stimmen.

Bei den Kommunalwahlen 2014 traten Siegfried Walch (CSU), Sepp Konhäuser (SPD), Sepp Hohlweger (Grüne), Andreas Danzer (UW), Heinrich Wallner (Bayernpartei) und Helmut Kauer (ödp) an, wobei es zur Stichwahl zwischen Sepp Konhäuser (22,31 Prozent) und Siegfried Walch (41,21 Prozent) kam.
Kauer erhielt 3,12 Prozent der Stimmen, Heinrich Wallner 7,16 Prozent, Andreas Danzer 13,18, Sepp Hohlweger 13,03. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,81 Prozent.
Bei der Stichwahl zwei Wochen später konnte sich Siegfried Walch (CSU) knapp vor Sepp Konhäuser (SPD) durchsetzen. Der damals 29-Jährige bekam 50,99 Prozent der Stimmen. Am Ende waren es 1075 Stimmen mehr als für Konhäuser.

KR