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Stimmungsvoller Michaeliritt trotz des Wetters

Inzell – Pferdefreund, was willst Du mehr!? Nachdem es nun einige Jahre keinen Michaeliritt in Inzell gegeben hat, waren diesmal wieder viele festlich geschmückte Pferde und Gespanne beim Ritt. Die Pferdefreunde St. Michael Inzell und die Gemeinde Inzell haben diesen am Sonntag veranstaltet. Und welchen Stellenwert dieser Ritt nach wie vor besitzt, wurde durch die vielen Besucher unterstrichen. 


Mit einem feierlichen Gottesdienst zu Ehren des heiligen Michael am Vormittag hatte der Tag in Inzell begonnen. Nach dem Festgottesdienst mit dem Inzeller Kirchenchor, der unter der Leitung von Monika Schmidt in mehreren Proben die »Andauer Messe« einstudiert hatte, öffneten die Geschäfte in Inzell bereits um 10 Uhr. Der Busbahnhof sowie der Bereich an der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee an der Traunsteiner Straße wurde in einen Marktplatz umgestaltet. An den Verkaufsständen konnten die verschiedensten Waren erstanden werden. Der Markt öffnete ebenfalls um 10 Uhr.

Am Nachmittag bei durchwachsenem Herbstwetter zogen 101 Pferde mit ihren Reitern auf dem Rücken und 14 eingespannt in insgesamt zwölf Festwagen oder Festtagskutschen beim traditionellen Michaeliritt durch den Ortskern von Inzell bis zum Feuerwehrhaus und wieder zurück. Pfarrer Weinzierl segnete dort die vorbeiziehenden Pferde mit ihren Reitern und die vorbeifahrenden Gespanne.

Neben den Pferdefreunden Inzell kamen die teilnehmenden Gruppen in diesem Jahr unter anderem aus Traunstein, Ruhpolding, Neukirchen, Piding, Holzhausen, St. Leonhard, Wonneberg, Siegsdorf, Teisendorf, Oberteisendorf und Schönau. Zudem war eine Gruppe mit lslandpferden aus Inzell und das Brauereigespann des Hofbräuhauses aus Traunstein mit dabei. Enorm viele Zuschauer waren im Ort verteilt, um die festlich geschmückten Rösser, den Kutschen und Festwagen sowie an den Teilnehmern in ihren Trachten und Festtagsgewändern zu begutachten. Um 13.30 hatte sich der Traditionszug, unter dem Geläut der Glocken der Pfarrkirche, vom Badepark aus in Bewegung gesetzt. Im Mittelpunkt standen wie jedes Jahr der vom Gartenbauverein Inzell wunderbar geschmückte Wagen mit der Figur des Schutzpatrons der lnzeller Pfarrkirche, dem heiligen Michael und der Pfarrkirche auf dem Festwagen. Leider standen in diesem Jahr wegen Pferdemangels nur wenige Festwagen zur Verfügung. Auf einem Wagen spielte die Musikkapelle Inzell. Der Umzug endete traditionsgemäß am Badepark, wo alle Teilnehmer bei Klängen der Musikkapelle Inzell zu einer Brotzeit eingeladen waren. Für die gesamte Abwicklung waren federführend Franz Reiter und Monika Allerberger verantwortlich und die Organisation der Verkaufsstände für Essen und Trinken war in diesem Jahr aufgeteilt zwischen den Bäuerinnen, dem Roten Kreuz und dem Campingplatz Lindlbauer, die von den vielen fleißigen Helfern unterstützt wurden.

In bewährter Form begleitet wurde der Umzug von den Mitarbeitern des Bauhofs Inzell, ebenso wie von den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr Inzell und dem Roten Kreuz.

hw