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Zum JWM-Abschluss gab es für sie mit den deutschen Juniorinnen Silber in der Staffel: Johanna Puff (SC Bayrischzell) vom Stützpunkt Ruhpolding. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Stützpunkt-Biathletinnen Lisa Spark und Johanna Puff erkämpfen bei der JWM in Soldier Hollow Edelmetall

Glänzendes Finale für das deutsche Team bei den Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaften im Biathlon: Die Staffel der Juniorinnen erkämpfte im letzten Rennen der Titelkämpfe in Soldier Hollow (USA) die Silbermedaille. Dem erfolgreichen Quartett des Deutschen Skiverbands gehörten auch die beiden Athletinnen des Stützpunkts Ruhpolding, Lisa Spark (SC Traunstein) und Johanna Puff (SC Bayrischzell) an.


Puff ging als Startläuferin des DSV-Quartetts in den Wettkampf über 4 x 6 km. Beim ersten Schießen hatte sie nur einen Nachlader gebraucht und lag knapp zurück auf dem 4. Platz. Beim zweiten Schießen jedoch musste die 19-Jährige nach drei Nachladern noch eine Strafrunde absolvieren – auf Rang sieben hatte sie 52,8 Sekunden Rückstand auf die führende Italienerin Rebecca Passler, aber nur 14,1 Sekunden Rückstand auf die drittplatzierte Tschechin Gabriela Masarikova. Doch mit einer hervorragenden Schlussrunde lief Puff (+ 49,0) bis zum Wechsel noch auf den dritten Rang hinter Lea Meier (Schweiz) und Passler (+ 6,2) nach vorn.

Mareike Braun (DAV Ulm) benötigte insgesamt nur einen Nachlader und lief auf Rang zwei hinter Linda Zingerle (Italien) nach vorn, während die Österreicherin Lea Rothschopf ihre Mannschaft auf Platz drei nach vorne brachte.

Für das DSV-Team übernahm nun Luise Müller (SV GW Pirna). Nach dem zweiten Schießen hatte sie noch 22,7 Sekunden Rückstand auf die Italienerin Beatrice Trabucchi, doch Müller übergab sogar mit 4,2 Sekunden Vorsprung auf Schlussläuferin Spark – Österreich auf Rang drei hatte bereits 1:34,5 Minuten Rückstand. Spark schoss zunächst fehlerfrei und behielt die Führung, doch nach zwei Nachladern im zweiten Durchgang musste sie Hannah Auchentaller (Italien) letztlich ziehen lassen.

Souverän behauptete die 21-Jährige aus Traunstein jedoch den zweiten Platz (+ 24,8), während Frankreichs Schlussläuferin Jeanne Richard dank einer furiosen Vorstellung trotz dreier Nachlader im zweiten Schießen ihrem Team noch Rang drei vor Norwegen (+ 3:34,2) und Österreich (+ 4:03,6) sicherte.

Zuvor hatte es für die deutschen Junioren über 4 x 7,5 km nicht zu einer Medaille gereicht. Startläufer Moritz Noack (SG Klotzsche) benötigte insgesamt fünf Nachlader und eine Strafrunde – der Rückstand auf Norwegen betrug schon 2:21,6 Minuten. Elias Seidl vom SC Ruhpolding – als 17-Jähriger war er in den Einzel-Wettkämpfen in der Jugend angetreten – dagegen blieb am Schießstand komplett fehlerlos und ließ das deutsche Team bereits etwas nach vorne rücken.

Auch Frederik Madersbacher (SK Nesselwang/1 Nachlader) und Darius Lodl (SV Hermsdorf/3) schossen relativ sicher, und so verbesserte sich das deutsche Quartett noch auf Rang 8 (+ 3:25,6). Gold holte sich Frankreich mit Oscar Lombardot, Remi Broutier, Paul Fontaine und Jacques Jefferies vor Italien (+ 13,5) und Norwegen (+ 21,4).

Insgesamt konnte das deutsche Aufgebot sehr zufrieden sein. Die Athleten des DSV sammelten sogar 12 Medaillen (2 Gold - 5 Silber - 5 Bronze). Im Medaillenspiegel wurden sie damit Dritte hinter Norwegen (4 - 1- 5) und Tschechien (3 - 0- 1), wobei für das tschechische Team vor allem Tereza Vobornikova (zwei Titel und einmal Bronze bei den Juniorinnen) gepunktet hatte – hinzu kam der Einzellauf-Sieg von Jerzy Marecek bei den Junioren. Es folgten in der Wertung: 4. Italien 2 - 3- 1; 5. Slowakei 1 - 2- 0; 6. Finnland und Frankreich, je 1 - 1- 1; 8. Schweden 1 - 0 - 1; 9. Estland 1 - 0 - 0 (1); 10. Slowenien 0 - 2- 0; 11. Bulgarien 0 - 1- 1.

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