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Markus Moderegger und Dr. Florian Herrmann erinnern an den hl. Jakobus, Schutzpatron der Pilger, die wie der Zug auf Reisen sind.

Fünf »FLIRT-Triebwagen« der Bayerischen Regiobahn modernisiert – Zugtaufe am Montag in Bad Reichenhall

Bad Reichenhall – Kontinuierlich komfortabel sollen die fünf »FLIRT-Triebwagen« der Bayerischen Regiobahn (BRB) auf der Strecke von Berchtesgaden nach Salzburg fahren, mit Gottes Segen.


Das wünschen sich BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann, Landrat Bernhard Kern, der Vorsitzende des Verkehrsforums Berchtesgadener Land –  Rupertiwinkel, Dr. Karl Bösenecker, Dr. Barbara Kleinert, ÖBB-Regionalmanagementleiterin Salzburg sowie die Bürgermeister an der Strecke, Dr. Christoph Lung aus Bad Reichenhall und Thomas Weber aus Bischofswiesen, wie sie am Montagvormittag bei der Zugsegnung am Bahnhof Bad Reichenhall deutlich machten.

Aktuelle Probleme

An der Kontinuität lasse sich noch feilen. Arnulf Schuchmann ging auf die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Berchtesgaden und Bad Reichenhall ein (wir berichteten). Der BRB-Geschäftsführer erklärte, dass die »Räder abgefahren« seien, deswegen müssten die Züge analysiert werden. »Wir schauen, woran es liegt, dass die Räder binnen kurzer Zeit abgenutzt sind«, sagte er. Nun seien aber wieder drei BRB-Züge in Betrieb, so Arnulf Schuchmann.

Am Montag konnten die Fahrgäste wieder den Komfort in den Zügen nutzen, allerdings nur zwischen Bad Reichenhall und Salzburg. Der Streckenabschnitt bis nach Berchtesgaden bleibe, so BRB-Pressesprecherin Annette Luckner, mindestens bis Donnerstag gesperrt (wir berichteten).

Die BRB hat, nachdem sie im Dezember 2021 die Strecke von der Berchtesgadener Land Bahn (BLB) übernommen hatte, die Züge modernisiert. Arnulf Schuchmann präsentierte die Neuerungen: Es wurden neue Monitore für die Fahrgastinformation angebracht. Für die subjektive und objektive Sicherheit wurde eine Videokamera installiert. Die zum Teil abgenutzten Sitze wurden ausgetauscht, einige auch abgebaut, um mehr Platz für Fahrräder und Kinderwagen zu schaffen.

Wie der Kreistag im Frühling vergangenen Jahres beschlossen hatte, können Räder zwischen Laufen, Freilassing, Berchtesgaden und Salzburg Hauptbahnhof kostenlos mitgenommen werden. »Der Landkreis zahlt jährlich einen Pauschalbetrag«, erklärte Arnulf Schuchmann.

Ziel der BRB ist es, kontinuierlich komfortabel zu fahren, zumindest von Gott behütet reisen Gäste und Personal seit Montag. Der katholische Pfarrer Markus Moderegger und sein evangelischer Kollege Dr. Florian Herrmann segneten einen der fünf Züge, die auf der Strecke von Berchtesgaden nach Salzburg unterwegs sind.

Jakobus wacht

Pfarrer Markus Moderegger sagte, technische Errungenschaften, wie der Zug, erleichterten es den Menschen, auf Reisen zu gehen und aufeinander zuzugehen. Das Reisen griff auch Dr. Florian Herrmann auf. Er erinnerte die Anwesenden an den Jakobustag am 25. Juli. Der hl. Jakobus ist Schutzpatron der Pilger. Der Pfarrer sagte, während sich die Gläubigen auf unbekannte Pfade begeben würden, wenn sie etwa zum Grab des hl. Jakobus in Santiago de Compostela wandern, bliebe der Zug auf gewohntem Gleis. »Er fährt Arbeiter, Schüler, Urlauber durch die Region. Mögen Fahrgäste und Personal sicher ihre Ziele erreichen.« Die beiden Pfarrer sprenkelten Weihwasser. Zur Erinnerung an den Tag der Zugsegnung überreichte Dr. Florian Herrmann dann Arnulf Schuchmann noch eine Pilgermuschel. Anschließend enthüllten Bernhard Kern und Arnulf Schuchmann das Wappen und Landkreis-Logo am Fahrzeug und tauften den Zug mit Sekt. Der Zug trägt das Wappen an seinen vier Enden. In diesem und den vier weiteren »Berchtesgadener-Land-Zügen« genießen die Fahrgäste die schöne Landschaft des Landkreises durch die großen Panoramafenster.

ab/li