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30 Fußballfelder Dachfläche geräumt – 12.000 Einsatzkräfte gefordert – Katastrophenfall beendet

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Foto: Freiwillige Feuerwehr Berchtesgaden
Schnee-Katastrophe im BGL: Noch 70 Dächer müssen geräumt werden
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Noch 70 Dächer müssen am heutigen Freitag vom Schnee geräumt werden. Drei große Gebäude in Berchtesgaden und Bischofswiesen stehen noch aus. Dennoch entspannt sich die Lage zwischenzeitlich immer weiter. (Foto: BRK BGL)
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Enorme Schneemassen haben sich dieser Tage am Gasthaus Graflhöhe in Berchtesgaden angesammelt. Das Bild stammt vom heutigen Mittwoch. (Foto: Gasthaus Graflhöhe)
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Ein Hubschrauber vom Typ H145M setzt zur Landung in der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall an. (Foto: Gebirgsjägerbrigade 23)
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Ein Feuerwehrmann weist eine „CH53“ beim Landeanflug ein. (Foto: Schaffner)
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Dachräumarbeiten von THW und Feuerwehr im Rehabilitationszentrum auf der Buchenhöhe bei Berchtesgaden. (Foto: CJD Berchtesgaden)
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Schneemassen in Schneizlreuth. (Foto: Leitner, BRK BGL)

Berchtesgaden – Landrat Georg Grabner erklärte den Katastrophenfall im Landkreis Berchtesgadener Land am Samstag um 12 Uhr für beendet. Für ihren tagelangen, unermüdlichen Einsatz dankte der Landrat den rund 12.000 Einsatzkräften aus dem Berchtesgadener Land und den vielen Helferinnen und Helfern aus ganz Bayern, aus anderen Bundesländern und dem benachbarten Land Salzburg für deren Hilfe und Unterstützung.


„Durch diese immense Gemeinschaftsleistung der verschiedensten Einsatz- und Hilfsorganisationen, die auch den sehr hohen Koordinierungsaufwand untereinander hervorragend bewältigt haben, konnten der Landkreis Berchtesgadener Land und seine Bürgerinnen und Bürger vor möglichen großen Schäden für Mensch und Sachgüter bewahrt werden“, so Grabner.

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Die Einsatzkräfte und die Helferinnen und Helfer wurden in dem insgesamt 10 Tage andauernden Katastrophenfall von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt und den Örtlichen Einsatzleitungen koordiniert und von den Feuerwehren, der Bundeswehr, dem THW (inklusive den Baufachberatern), der Bundespolizei, der Bayerischen Polizei, dem BRK, dem Malteser Hilfsdienst, der Wasserwacht, der Bergwacht, den Lawinenkommissionen, den betroffenen Landkreisgemeinden (vor allem mit ihren Bauhofmitarbeitern), den staatlichen Behörden mit den Straßenmeistereien, der Integrierten Leitstelle Traunstein und dem Landratsamt Berchtesgadener Land mit den spezifisch betroffenen Fachbereichen gestellt. Ein besonderer Dank gilt auch den Arbeitgebern, die die ehrenamtlichen Hilfskräfte trotz vielfach voller Auftragsbücher von der Arbeit freigestellt haben sowie den Familienangehörigen für ihr Verständnis.

Im Einsatzzeitraum wurden mehr als 1550 Dächer, insbesondere von Privatgebäuden, von den gewaltigen Schneelasten befreit. Sehr zeit- bzw. einsatzintensiv waren auch große öffentliche Gebäude mit ihren großen Dachanlagen.

Für besorgte Bürgerinnen und Bürger wurde am Landratsamt ein Bürgertelefon mit bis zu vier Anrufleitungen eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen im gesamten Zeitraum rund 3400 Anrufe entgegen, beantworteten dabei Fragen und leiteten die Bitten von Hauseigentümern bezüglich der Räumung der Dächer an die Örtlichen Einsatzleitungen weiter.

Um die Öffentlichkeit und die Medien stets über den aktuellen Stand zu informieren, veröffentlichte die Pressestelle des Landratsamts insgesamt 33 Pressemitteilungen. Diese Informationen, die unter anderem auch über die aktuell gültigen Straßensperrungen informierten, wurden zeitgleich auch auf der Internetseite des Landratsamts Berchtesgadener Land www.lra-bgl.de eingestellt. Die Meldungen „Aktuelles zum Katastrophenfall im Landkreis“ wurden dabei insgesamt rund 30.000 Mal abgerufen.

Operation Schneelage: Hilfseinsatz der Bundeswehr beendet

Die Schneelage hat sich in Südbayern weiter entspannt. Daher wurde der Katastrophenfall am Samstag um Mitternacht im Landkreis Traunstein und um 12 Uhr im Landkreis Berchtesgadener Land aufgehoben. Die meisten am Hilfseinsatz beteiligten Soldaten sind bereits wieder an ihren Heimatstandorten oder gerade auf dem Weg zu diesen.

Um dennoch für Notfälle vorbereitet zu sein, verbleibt noch eine Reserve von 40 Soldaten des Gebirgspionierbataillons 8 aus Ingolstadt mit schwerem Räumgerät sowie knapp 20 Sanitätskräfte am Standort Bad Reichenhall. Auch ein Lawineneinsatzzug wird beim Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen noch in Bereitschaft gehalten. Das Krisenreaktionszentrum der Gebirgsjägerbrigade 23 bleibt bis Montag noch rund um die Uhr besetzt.

Bilanz der Operation Schneelage

Bis zu 2500 Soldaten und zivile Mitarbeiter der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ und weiterer Verbände der Bundeswehr beteiligten sich am Katastropheneinsatz seit dem 10. Januar oder standen in Bereitschaft. Die Gebirgssoldaten wurden dabei von Verbänden der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, vom Informationstechnikbataillon 293 aus Murnau, vom Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf aus Mittenwald, von diversen Sanitätskräften sowie den Reservisten der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte am Boden und auf den Dächern unterstützt. Die Kreisverbindungskommandos des Landeskommando Bayern hielten die Verbindung zu Landratsämtern, deren Krisenstäben und zivilen Hilfsorganisationen. Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade standen in Bereitschaft. Hilfe aus der Luft kam vom Hubschraubergeschwader 64 der Luftwaffe aus Laupheim sowie von den Heeresfliegern des Transporthubschrauberregiments 30 aus Niederstetten.

Die Soldaten unterstützten die zivilen Hilfskräfte vor allem bei der Räumung von Schneelasten und befreiten mehr als 220.000 Quadratmeter Dachfläche von den Schneemassen, was rund 30 Fußballfeldern entspricht. Die eingesetzten Pionierkräfte räumten 13 Kilometer Straße und transportierten dabei ungefähr 4000 Tonnen Schnee ab. Diverse Versorgungsfahrten mit geschützten Fahrzeugen, mehrere Erkundungs- und Transportflüge sowie Lawinensprengungen ergänzten die Hilfeleistungen. Die beteiligten Sanitätskräfte betreuten medizinisch nicht nur Soldaten, sondern unterstützen in einigen Fällen auch die öffentliche medizinische Versorgung. Soldaten und zivile Mitarbeiter versorgten die eigenen Kräfte mit einigen zehntausend Mahlzeiten, stellten für mehrere hundert Soldaten Notquartiere zur Verfügung und gewährleisteten unzählige Personen- und Materialtransporte. Die eingesetzten Stäbe bearbeiteten und koordinierten eine Flut von Hilfsanträgen und Hilfsmaßnahmen. Einige hundert Fahrzeuge und schweres Pioniergerät waren im Einsatz. (Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23)

 

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Die Taschen sind in den Notunterkünften der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall gepackt. Der Großteil der am Katastrophenfall beteiligten Soldaten ist bereits wieder an seine Heimatstandorte zurückgekehrt. Foto: Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23

 

Meldungen der vergangenen Tage:

Der Katastrophenfall im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt heute weiterhin bestehen, teil das Landratsamt am Vormittag mit. Knapp 1000 Einsatzkräfte von den Feuerwehren, dem THW, der Bundeswehr, der Bundespolizei, der Bayerischen Polizei, dem BRK, dem Malteser Hilfsdienst und der Wasserwacht müssen noch 70 Dachanlagen, darunter drei sehr große Gebäude im Ortsteil Buchenhöhe der Marktgemeinde Berchtesgaden und in Bischofswiesen, von ihrer Schneelast befreien. Seit Einsatzbeginn wurden bereits knapp 1500 Dächer im gesamten Landkreis geräumt.

Diese zwei Straßen im Berchtesgadener Land bleiben weiterhin gesperrt:

  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen St 2101 und B21 (sogenannter Weinkaser) 
  • Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen nach der Abzweigung CJD-Dürreck und Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden)

Meldungen vom Donnerstag:

Ab sofort sind die Staatsstraße 2099 und die Kreisstraße BGL 14 im Bereich Hintersee wieder für den Verkehr freigegeben.

Nachdem auch diese Straßen wieder zugänglich sind, gibt es für den Linienbusverkehr der RVO im Berchtesgadener Land ab sofort keine Komplett- oder Teilsperrungen mehr. Alle Linien sind ohne Einschränkungen im Betrieb.

Aktuelle Straßensperrungen (Stand: 16.20 Uhr)

Folgende Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Berchtesgadener Land sind gesperrt:

  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen ST 2101 und B 21 (sogenannter Weinkaser) 
  • Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen nach der Abzweigung CJD-Dürreck und Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden)

Meldungen vom Vormittag:

In den südlichen Gemeinden des Landkreises sind für die etwas mehr als 1000 Hilfskräfte, die heute im Einsatz sind, noch knapp 200 Dächer von der Schneelast zu befreien.

Seit dem Beginn des Katastrophenfalls am 10. Januar sind bisher insgesamt 1400 Dachanlagen vom Schnee abgeräumt worden, sodass für diese Gebäude keine akute Gefahr mehr besteht. Es müssen aktuell nur noch drei Straßenabschnitte von Bundes-, Staats- oder Kreisstraßen im Berchtesgadener Land wegen der immer noch bestehenden Lawinengefahr gesperrt bleiben.

Organisationen Einsatzkräfte
Feuerwehr 320
THW 279
Bundeswehr 248
Landespolizei 26
Bundespolizei 226
BRK 39
Maltester Hilfsdienst 15
Bergwacht 0
Wasserwacht 15
Gesamt 1168

Ein Großteil der gefährdeten Dächer wurde bereits von den Schneemassen freigeschaufelt:

Status Gebäudedächer-Anzahl
erledigt 1400
aktuell in Arbeit 58
noch offen
(davon noch nicht begutachtet)
116 
(75)
Gesamt 1574

Unfälle beim Schneeräumen

Wie das BRK mitteilt, wurden während der vergangenen Tage bereits mehrere Menschen im Berchtesgadener Land bei Schneeräumarbeiten verletzt, da sie von Dächern stürzten oder durch morsche Bretter brachen. Am Dienstag (8. Januar) kurz nach 16.30 Uhr stürzte ein 77-jähriger Einheimischer in der Schönau fünf Meter tief vom Hausdach ab. Das Berchtesgadener Rote Kreuz versorgte ihn notärztlich und brachte ihn dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall.
Am Donnerstagmittag (10. Januar) gegen 12.15 Uhr brach eine 27-jährige Einheimische in Bad Reichenhall beim Schneeräumen auf einer Hütte durch ein morsches Holzbrett und stürzte zwei Meter tief auf den Rücken ab. Eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes schaffte es trotz des heftigen Schneefalls mit Hilfe von Anwohnern, die die Straße räumten, über die steile Zufahrt zum Einsatzort, versorgte die junge Frau und brachte sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall.
Am Sonntagnachmittag (13. Januar) gegen 14 Uhr wurde eine 59-jährige Frau auf der Roßfeldstraße durch eine Schneefräse verletzt, wobei Einsatzkräfte der Feuerwehr die Erstversorgung übernahmen, bis das Berchtesgadener Rote Kreuz mit Rettungswagen und Notarzt eintraf und die Verletzte zum Salzburger Unfallkrankenhaus brachte.

Für die 52 Einsatzkräfte der Bergwachten aus den schneeärmeren Regionen Fichtelgebirge, Frankenjura und Rhön-Spessart, die gestern erneut unter der Leitung der Reichenhaller Bergwacht Dächer in Bischofswiesen und seinen Ortsteilen von der Schneelast befreit haben, endete am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein ihr Unterstützungseinsatz, da sich die Lage mit dem Ende der massiven Schneefälle mittlerweile deutlich entschärft hat. Die Einsatzleiter Hans Lohwieser und Marcus Goebel schaufelten mit den Einsatzkräften bis zum Mittag, unter anderem auf den Dächern der Kirche in Loipl, der Kletterhalle in der Strub und der Schule in Bischofswiesen, wobei sie sehr gut und unkompliziert von Einsatzkräften der Bundespolizei und Kranführern unterstützt wurden. „Am Nachmittag bestand kein Bedarf mehr für uns, weitere Dächer in Berchtesgaden abzuschaufeln; es waren schon genug Einsatzkräfte vor Ort“, berichtet Goebel.

Wie das Landratsamt mitteilt, ist die Gefahr von Lawinenabgängen aktuell unverändert groß. Unter Berücksichtigung der Wetterprognosen ist eine grundlegende Verbesserung der Lage für heute noch nicht zu erwarten. Die Entwicklung der Schneelage und der Gefahrenlage wird von den örtlichen Lawinenkommissionen ständig geprüft und neu bewertet. 

Aktuelle Straßensperrungen

Folgende Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Berchtesgadener Land sind gesperrt:

  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen St 2101 und B21 (sogenannter Weinkaser) 
  • Staatsstraße 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt
  • Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen nach der Abzweigung CJD-Dürreck und Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden)

Meldungen vom Mittwoch:

Update, Mittwochnachmittag:

Die B305 ist ab sofort in beiden Richtungen von Unterjettenberg bis zum Wachterl in Ramsau (Taubensee) für den Verkehr wieder freigegeben. Die Kreisstraße BGL 19 muss hingegen in beiden Richtungen zwischen der Zufahrt „Scharitzkehl“ und dem Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden) gesperrt bleiben.

Diese Sperrungen gelten nach wie vor:

  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen ST 2101 und B 21 (sogenannter Weinkaser) 
  • Staatsstraße 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt
  • Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen von der Zufahrt „Scharitzkehl“ bis zum Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden)

Am 7. Tag des Katastrophenfalls im Landkreis Berchtesgadener Land sind über 1500 Hilfskräfte von Feuerwehr, THW, Bundeswehr, Landespolizei, Bundespolizei, BRK, Malteser Hilfsdienst, Bergwacht und Wasserwacht im Einsatz. Die Verkehrssituation hat sich mittlerweile entspannt.

Auch die von den Schneelasten ausgehende Gefahr für die Dächer wird von Stunde zu Stunde weniger. Immer mehr Gebäude werden von den Hilfskräften freigeräumt. Das Gasthaus Graflhöhe in Berchtesgaden hat uns aktuelle Fotos von der "Lage vor Ort" zur Verfügung gestellt. Sie zeigen die beeindruckende Schneehöhe.

Update, Mittwochmittag:

Die B21 ist wieder in beiden Richtungen zwischen Unterjettenberg und Bad Reichenhall/Höhe Festplatz für den Verkehr freigegeben. Die Sperrung ist aufgehoben. Damit ist das sogenannte „Kleine deutsche Eck“ wieder befahrbar. Auch die Sperrung der Kreisstraße BGL 19 ist in beiden Richtungen vom Kreisverkehr Dokumentation Obersalzberg bis Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden) aufgehoben.

Diese Sperrungen gelten allerdings nach wie vor:

  • B305: in beiden Richtungen von Unterjettenberg bis zum Wachterl in Ramsau (Taubensee) 
  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen St 2101 und B21 (sogenannter Weinkaser) 
  • Staatsstraße 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt

Auch die B305 ist wieder in beiden Richtungen zwischen Inzell und Weißbach an der Alpenstraße befahrbar, die Sperre im Bereich Gletschergarten wurde aufgehoben. Die Kreisstraße BGL 5 (Tiefenbachstraße in Marktschellenberg) ist ebenfalls für den Verkehr freigegeben.

Zwei Wettkämpfe beim Biathlon-Weltcup am Donnerstag

Der Biathlon-Weltcup kann stattfinden. Eine erfreuliche Nachricht nach den lang anhaltenden Schlechtwetter-Meldungen. "Da sich die Lage im Landkreis entspannt hat, haben wir nun die Bestätigung vom Landratsamt bekommen, dass ab morgen, Donnerstag, die Wettkämpfe des Weltcups beginnen können", so der Veranstalter auf seiner Facebook-Seite.

Alle Infos, der Zeitplan und Hintergrundberichte zum Weltcup in unserem Leit-Artikel.

Update, Mittwochmorgen:

Kurzmeldung: Ab sofort ist die Staatsstraße 2102 wieder in beiden Richtungen zwischen Oberteisendorf und Neukirchen befahrbar.

Folgende Straßensperrungen bleiben aktuell bestehen:

  • B21: in beiden Richtungen zwischen Unterjettenberg und Bad Reichenhall/Höhe Festplatz
  • B305: in beiden Richtungen von Unterjettenberg bis zum Wachterl in Ramsau b. Berchtesgaden (Taubensee) 
  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen ST 2101 und B 21 (sogenannter Weinkaser) 
  • B305: in beiden Richtungen zwischen Inzell und Weißbach a. d. Alpenstraße im Bereich Gletschergarten
  • Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen vom Kreisverkehr Dokumentation Obersalzberg bis Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden)
  • St 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt
  • Kreisstraße BGL 5 (Tiefenbachstraße) in Marktschellenberg

Linienbusverkehr

Folgende RVO-Linien sind komplett gesperrt:

  • 828 Bad Reichenhall - Unterjettenbeg - Melleck Ortsmitte

Eine Teilsperrung gilt für:

  • 838 Berchtesgaden - Dokumentation - Buchenhöhe - Christophorusschule:
  • Bus fährt bis zur Buchenhöhe, die Strecke zur Christophorusschule/Hinterbrand ist gesperrt
  • 845 Ramsau - Hochschwarzeck:
  • Bus kann die Strecke Bindenkreuz – Hintersee nicht bedienen
  • 846 Berchtesgaden - Unterstein - Schönau - Ramsau - Hintersee:
  • Bus fährt nur bis zur Haltestelle Hintermühle
  • 9526 Bad Reichenhall - Inzell - Traunstein:
  • Bus kann nur aus Richtung Traunstein bis Inzell fahren
  • Bus kann nur aus Richtung Bad Reichenhall bis Weißbach fahren

Schienenverkehr

Die Bahnlinie zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden ist gesperrt, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.

Hilfe kommt auch aus der Luft

Rund 1200 Soldaten der Verbände der Gebirgsjägerbrigade 23, des Informationstechnikbataillons 293 aus Murnau, des Ausbildungsstützpunkts Gebirgs- und Winterkampf aus Mittenwald sowie diverse Sanitätskräfte unterstützten auch heute die zivilen Hilfskräfte vor allem in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Miesbach. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen hoben die zuständigen Landratsämter den Katastrophenfall auf, womit die Hilfseinsätze der Bundeswehr beendet sind.

Da nach wie vor Lawinengefahr besteht, führte ein Helikopter des Hubschrauberregiments 64 im Raum Ruhpolding Erkundungsflüge durch, um gefährdete Bereiche zu identifizieren. Ein zweiter Hubschrauber transportierte 25 Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 und des Gebirgsversorgungsbataillons 8 nach Reit im Winkl, um dort weitere Dächer vom Schnee zu befreien. Für Mittwoch sind weitere Hubschraubereinsätze geplant.

120 Soldaten des Versorgungsbataillons 4 aus Bogen sowie 145 Reservisten der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte Oberbayern beteiligen sich ab Mittwoch an der Operation Schneelage.

Schule findet ab heute wieder statt

An allen staatlichen Schulen im Berchtesgadener Land findet ab dem heutigen Mittwoch, 16. Januar, wieder regulärer Unterricht statt. Es gelten folgende Ausnahmen: An der FOS und dem Gymnasium der CJD-Christophorusschulen in Berchtesgaden fällt der Unterricht weiterhin aus. Vom Unterricht befreit sind außerdem die Schülerinnen und Schüler, deren Wohnorte per Schulbus nicht erreichbar sind.

Weiterhin meldet das Landratsamt, dass im Laufe des gestrigen Tages nunmehr insgesamt 824 Dächer von ihrer Schneelast befreit werden konnten. Allerdings ist die Gesamtzahl der als kritisch gemeldeten Dachanlagen inzwischen um weitere rund 100 Dächer auf 1408 gestiegen. Die Gefahr von Lawinenabgängen bleibt heute unverändert groß. Unter Berücksichtigung der Wetterprognosen ist zunächst eine grundlegende Entspannung der Lage nicht zu erwarten.

B21 entlang des Saalachsees könnte am Nachmittag freigegeben werden

Die Entwicklung der Schneelage und der Gefahrenlage wird von den örtlichen Lawinenwarnkommissionen ständig geprüft und neu bewertet. Die Verkehrssituation in Teilen des Berchtesgadener Landes bleibt zum aktuellen Stand wegen der hohen Lawinengefahr weiterhin angespannt, unter anderem muss auch das sogenannte „Kleine deutsche Eck“, die direkte Verbindung zwischen Salzburg und Saalfelden/Lofer, aktuell noch gesperrt bleiben. Hier wird die Lawinenkommission im Laufe des heutigen Nachmittags entscheiden, ob die B21 entlang des Saalachsees wieder freigegeben werden kann.

Aktueller Stand zu den Räumeinsätzen auf gefährdeten Dächern:

Status Einsatzabschnitt „SÜD“ Einsatzabschnitt „NORD“ Gesamt
erledigt 535 289 824
in Arbeit 83 11 94
noch offen (davon noch nicht begutachtet) 477 (123)

13 490
Gesamt 1095 313 1408

 

Update, 14.20 Uhr:

Eine kurzzeitige Sperrung gab es am späten Vormittag auf der B305 in der Ramsau. Dort hatte sich gegen 11 Uhr vor dem unteren Felsentor eine kleine Schnee-Lawine gelöst. Zum Artikel.

Die Bundeswehr ist in Südbayern aktuell mit 1500 Soldaten für die „Operation Schneelage 2019“ im Einsatz. Hauptaufgabe ist dabei das Befreien zahlreicher Dächer vom Schnee. Gebirgspioniere räumten die Straßen zur Buchenhöhe, sodass der abgeschnittene Berchtesgadener Ortsteil wieder über beide Zufahrtswege erreichbar ist. Zum Artikel.

Update, 13.40 Uhr:

Die allgemeine Lage am Dienstag (6. Tag des Katastrophenfalls im Berchtesgadener Land) ist im Großen und Ganzen unverändert. Die Gesamtzahl der an die Einsatzleitungen gemeldeten „kritischen“ Dächer ist auf mehr als 1300 gestiegen, davon sind insgesamt deutlich über 50 Prozent von den Schneemengen (konkret: 754 Dächer) geräumt. Für den Einsatzabschnitt „NORD“ wird erwartet, dass man im Laufe des Tages mit den Dachräum-Arbeiten fertig wird. Die Lawinengefahrensituation ist hingegen unverändert kritisch, aktuell besteht Lawinenwarnstufe 4.

Aktive Einsatzkräfte am heutigen Dienstag in Zahlen:

Organisationen Einsatzabschnitt „SÜD“ Einsatzabschnitt „NORD“ Gesamt
Feuerwehr 760 123 883
THW 294 (davon 15 Baufachberater) 94 (davon 42 Logistiker) 338
Bundeswehr 273

-- 273
Landespolizei 104 37 141
Bundespolizei 230 -- 230
BRK 4 31 35
Malteser Hilfsdienst 20 -- 20
Bergwacht 83 -- 83
Wasserwacht 25 6 31
Gesamt 1793 291 2084


Räumeinsätze der Dächer:

Status Einsatzabschnitt „SÜD“ Einsatzabschnitt „NORD“ Gesamt
erledigt 476 278 754
in Arbeit 71 12 83
noch offen (davon noch nicht begutachtet) 495 (186)

13 508
Gesamt 1042 303 1345

 

Lawinengefahrensituation

Die Gefahr von Lawinenabgängen bleibt auch heute unverändert groß. Unter Berücksichtigung der Wetterprognosen ist zunächst eine grundlegende Entspannung der Lage nicht zu erwarten.

Abgeschnittene Ortsteile der Gemeinde Schneizlreuth

Die Versorgung der Bevölkerung in den wegen der Straßensperren abgeschnittenen Ortsteilen der Gemeinde Schneizlreuth ist weiterhin gesichert. Das BRK sorgt mit Personal vor Ort für die medizinische Grundversorgung. Eine Präsenz der bayerischen Landespolizei ist ebenfalls gegeben.

Straßensperrungen

Die Verkehrssituation in Teilen des Berchtesgadener Landes bleibt in erster Linie wegen der hohen Lawinengefahr weiterhin angespannt, unter anderem muss auch das sogenannte „Kleine deutsche Eck“, die direkte Verbindung zwischen Salzburg und Saalfelden/Lofer, vorerst gesperrt bleiben. Hier wird die Lawinenkommission im Laufe des heutigen Nachmittags entscheiden, ob die B21 entlang des Saalachsees wieder freigegeben werden kann.

Aktuell sind folgende Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Berchtesgadener Land aktuell (Stand: 15. Januar 2019, 9 Uhr) gesperrt:

  • B21: in beiden Richtungen zwischen Unterjettenberg und Bad Reichenhall/Höhe Festplatz
  • B305: in beiden Richtungen von Unterjettenberg bis zum Wachterl in Ramsau b. Berchtesgaden (Taubensee) 
  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen ST 2101 und B 21 (sogenannter Weinkaser) 
  • B305: in beiden Richtungen zwischen Inzell und Weißbach a. d. Alpenstraße im Bereich Gletschergarten
  • Staatsstraße 2102: in beiden Richtungen zwischen Oberteisendorf und Neukirchen
  • Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen vom Kreisverkehr Dokumentation Obersalzberg bis Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden)
  • Staatsstraße 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt
  • Kreisstraße BGL 5 (Tiefenbachstraße) in Marktschellenberg

Alle aktuell gültigen Sperrungen von Gemeinde- bzw. Forststraßen, Rad-/Wander- und Gehwegen können Sie den jeweiligen Meldungen auf den Gemeinde-Websites entnehmen.

Linienbusverkehr:

Folgende RVO-Linien sind komplett gesperrt:

  • 828 Bad Reichenhall - Unterjettenbeg - Melleck Ortsmitte
  • 838 Berchtesgaden - Dokumentation - Buchenhöhe – Christophorusschule (Bus fährt nicht zum Hinterbrand)
  • 845 Ramsau – Hochschwarzeck
  • 848 Berchtesgaden - Oberau – Rossfeld
  • 853 Freilassing-Surheim-Saaldorf-Schign

Eine Teilsperrung gilt für:

  • 846 Berchtesgaden - Unterstein - Schönau - Ramsau – Hintersee: Bus fährt nur bis zur Haltestelle Hintermühle

Schienenverkehr

Die Bahnlinie zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden ist gesperrt, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.

Das Bürgertelefon (Telefon: 8651/773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land für Bürgerinnen und Bürger aus den K-Fall-Gemeinden ist am Dienstag, 15. Januar, von 9 bis 18 Uhr erreichbar.

Meldungen vom Vormittag:

Update, 11.17 Uhr: Lawinengefahr auf den Bundesstraßen:

Die BRK-Bereitschaften versorgen auch am Dienstag mit zwei zusätzlichen Fahrzeugen die Gemeinde Schneizlreuth und den Ortsteil Weißbach an der Alpenstraße. „Manche sagen derzeit nicht ganz ernst gemeint, da fährt man nur durch, aber da wohnt man ja nicht; wir sehen das definitiv nicht so und sind für alle Menschen da, also auch für die aktuell wegen der Lawinengefahr nur noch schwer oder gar nicht mehr erreichbaren Menschen in Schneizlreuth und Weißbach an der Alpenstraße.“, betont BRK-Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter.

Nachdem am Sonntagabend wegen akuter Lawinengefahr die B21 als letzte noch offene deutsche Zufahrtstraße nach Schneizlreuth gesperrt werden musste, stationierte die BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall wie bereits bei einer ähnlichen Lawinen-Lage im Februar und März 2009 dort wieder einen Notfallkrankenwagen, um bei medizinischen Notfällen umgehend Hilfe leisten zu können.

Die Besatzung sichert auch am Dienstag während der Tagesstunden die Dachräumarbeiten in den von der Außenwelt nicht mehr erreichbaren Ortsteilen Schneizlreuth, Fronau, Unterjettenberg, Oberjettenberg und Melleck ab und kümmert sich um pflegebedürftige Patienten, die vom ambulanten Pflegedienst in Bad Reichenhall nicht mehr erreicht werden können.

Schneizlreuth ist im Prinzip zwar noch von Unken und Lofer aus erreichbar, diese Gemeinden sind aber wiederum im Pinzgau wegen der Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten. Auch die B311 (Pinzgauer Straße) ist sowohl auf Höhe Brandlhof als auch auf Höhe Lamprechtshöhle seit Sonntagabend wieder gesperrt (Ofenloch-Lawine). Auf Tiroler Seite wurde die B178 (Loferer Straße) gesperrt. Unken, Lofer, Weißbach und Sankt Martin sind demnach bis auf Weiteres ebenfalls auf dem Straßenweg nicht mehr erreichbar. (BRK BGL)

Unfall mit Gegenverkehr am Königssee

Am Montagabend kam es in der Waldhauser Straße in Schönau am Königssee zu einem Verkehrsunfall im Gegenverkehr. Ein 29-jähriger Einheimischer geriet mit seinem Kleinwagen auf schneematschiger Fahrbahn nach links und schrammte seitlich an einem entgegenkommenden Kleinlaster entlang. Alle Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Am Auto entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von  10.000 Euro, an Fahrerkabine und Bordwand des Lkws 5000 Euro Sachschaden.
Eine zufällig vorbeikommende Mannschaft der Feuerwehr Amberg-Sulzbach, die eigentlich im Katastropheneinsatz war und gerade in ihre Unterkunft zurück fuhr, regelte bis zum Eintreffen der Polizei den Verkehr. Die Polizei Berchtesgaden nahm den Unfall auf, den Unfallverursacher erwartet ein Bußgeld. Der völlig demolierte Wagen war nicht mehr fahrfähig und wurde abtransportiert.

Schneesturm am Gasthaus Vorderbrand

Das Gasthaus Vorderbrand, das aufgrund der aktuellen Wetterlage bis Ende Februar geschlossen hat, veröffentlichte heute Morgen ein Video des Schneesturmes, der seit den Nachtstunden am Königssee wütet:

Sattelzug überfährt Verkehrsinsel in Freilassing

Am Montagnachmittag gegen 16 Uhr fuhr ein slowenischer Sattelzug auf der B304 von Österreich kommend in Fahrtrichtung Freilassing. Am Abschleifer in Richtung Laufen wollte der Kraftfahrer nach rechts abbiegen. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit in Verbindung mit einer regennassen Fahrbahn überfuhr er eine Verkehrsinsel samt Wegweiser und einer Laterne. Anschließend kam er dort zum Stehen.
Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 15.000 Euro. Die Bergung des Sattelzuges gestaltete sich schwierig und dauerte etwa drei Stunden an. Die Fahrbahn der B304 in Fahrtrichtung Freilassing musste daher für einige Zeit komplett gesperrt werden. Für die Verkehrsleitmaßnahmen sowie der anschließenden Fahrbahnreinigung war die Freiwillige Feuerwehr mit circa 25 Personen vor Ort.

Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen in Bad Reichenhall

Am frühen Sonntagabend kam es bei strömenden Regen in Bad Reichenhall zu einem Verkehrsunfall. Eine 77-jährige Pidingerin fuhr mit ihrem Ford Fiesta auf der Münchner Allee stadteinwärts und bog nach links in Richtung Barbarossastraße ab. Eine zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Kleinwagen die vorfahrtsberechtigte Münchner Allee stadtauswärts fahrende Reichenhallerin wurde von ihr übersehen.
Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, verletzt wurde zum Glück niemand. Ein wegen dem Katastrophenfall eingesetztes Großfahrzeug des THW, welches zufällig vorbeikam, sicherte die Unfallstelle ab.  Der Ford der Unfallverursacherin war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Des Weiteren erwartet sie ein Bußgeldverfahren. Der entstandene Sachschaden liegt bei 7000 Euro.

Achtung Autofahrer: Glatte Straßen

Viele Straßen in der Region können stellenweise von Schnee und Eis bedeckt sein. Auf der Bundesstraße 20 zwischen Laufen und Fridolfing sollen am Berger Berg bereits Lkws stecken geblieben sein.

Das sind die aktuellen Straßensperrungen in der Region:

(Stand: Dienstagvormittag)

  • A8 – München Richtung Salzburg: zwischen Traunstein/Siegsdorf und Neukirchen in beiden Richtungen rechter Fahrstreifen gesperrt, Schneeräumung bis 15 Uhr (Zwischen AS Siegsdorf und der Betriebsumfahrung Niederreit)
  • St 2102 Teisendorf – Neukirchen: zwischen Oberteisendorf und Neukirchen am Teisenberg in beiden Richtungen gesperrt
  • B306 Inzell – Weißbach gesperrt
  • B305 Weitseestraße bei Hausnummer 33 gesperrt
  • St 2364 (Tiroler Straße), Reit im Winkl – Kössen: in Höhe Grenzübergang Reit im Winkl in beiden Richtungen gesperrt, Lawinengefahr (Zufahrt nach Reit im Winkl über Kössen gesperrt)
  • B21 Salzburg – Lofer: zwischen Bad Reichenhall und B305 in Unterjettenberg in beiden Richtungen gesperrt, Lawinengefahr
  • B21 Lofer – Bad Reichenhall: in beiden Richtungen Beschränkungen, zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, für beide Richtungen nur ein Fahrstreifen abwechselnd frei
  • B305 Reit im Winkl – Berchtesgaden: zwischen Unterjettenberg und Taubensee in beiden Richtungen gesperrt, Schneebruch, umgestürzte Bäume
  • B305 Berchtesgaden – Reit im Winkl: zwischen Schneizlreuth und B305 bei Schneizlreuth in beiden Richtungen gesperrt, Lawinengefahr, eine Umleitung ist eingerichtet
  • B305 Berchtesgaden – Bernau: zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl in beiden Richtungen gesperrt, Lawinengefahr, eine Umleitung ist eingerichtet
  • B305 Reit im Winkl – Berchtesgaden: zwischen Inzell und Auffahrt B305 bei Schneizlreuth in beiden Richtungen gesperrt (Lawinengefahr)
  • B307 Kössen – Marquartstein: zwischen Grenzübergang Schleching und Schleching in beiden Richtungen gesperrt (Lawinengefahr)
  • Zwischen Knappenfeld und Abzweig nach Traunstein: in beiden Richtungen bis auf weiteres gesperrt (umgestürzte Bäume, tiefer Schnee)
  • St 2099 zwischen Sommerau und Grenzübergang Hintersee: in beiden Richtungen gesperrt
  • BGL5 zwischen Marktschellenberg und Abzweig nach Götschenhof: in beiden Richtungen gesperrt
  • BGL14 zwischen Abzweig nach Ramsau bei Berchtesgaden und Hintersee: in beiden Richtungen gesperrt (schneebedeckte Fahrbahn, nicht passierbar)
  • BGL19 zwischen Dürreck und Obersalzberg: in beiden Richtungen gesperrt

Wie der Traunsteiner Landrat Siegsfried Walch in einem Video bekannt gibt, bleibt der K-Fall für die südlichen Gemeinden des Landkreises mindestens bis Mittwoch bestehen. Durch die akute Lage in den Gemeinden Inzell und Siegsdorf, die nicht nur als Durchreiseorte für die Anfahrt der Besucher und Sportler, sondern auch als Fluchtwege dienen, ist die Sicherheit des Weltcups nicht gewährleistet und somit wäre eine Ausrichtung unverantwortlich. Darüber waren sich nach interner Beratung alle Katastrophenschutz- und Blaulicht-Behörden einig, so der Landrat in seiner Mitteilung. Die Hoffnung, dass die Wettkämpfe ab Donnerstag stattfinden können, bleibt bestehen.

Der Championspark und alle Hütten haben trotz Absage der Eröffnungsfeier ab Dienstag täglich ab 17 Uhr geöffnet.

Leserfotos zu den Schneefällen in der Region:

 

Die Nachrichten vom Montag:

Update, Montagabend:

Am fünften Tag des Katastrophenfalls im Berchtesgadener Land sind in den K-Fall-Einsatzabschnitten "Nord" (Markt Teisendorf/Ortsteil Neukirchen und Gemeinde Schneizlreuth) und "Süd" (Markt Berchtesgaden, Gemeinde Bischofswiesen, Markt Marktschellenberg, Gemeinde Ramsau und Gemeinde Schönau am Königssee) mehr als 1800 Helfer verschiedenster Organisationen im Einsatz.

Von den insgesamt bei den Einsatzleitungen entsprechend gemeldeten knapp 1000 Gebäudedächern konnten bis Montag Mittag knapp 50 Prozent (genau 484 Gebäudedächer) komplett freigeschaufelt werden, bei 61 Dachanlagen sind die Hilfskräfte aktuell im Räumeinsatz. 1530 Kräfte sind alleine im Talkessel unterwegs. Konkret helfen Feuerwehr, THW, Bundeswehr, Bundes- und Landespolizei sowie der Malteser Hilfsdienst und die Bergwacht. Auch 15 Baufachberater unterstützen mit ihrem Wissen.

Update, 17 Uhr: 

Am Gasthaus »Laroswacht« ist am Sonntagabend eine Lawine abgegangen. Die Straße zum Gebäude war wegen eines umgestürzten Baums allerdings schon zuvor gesperrt worden. Zum Artikel.

Update, 16.37 Uhr:

Rund 1800 hauptamtliche und ehrenamtliche Einsatzkräfte der verschiedenen Organisationen sind heute im Landkreis Berchtesgadener Land im Hilfseinsatz. Diese Zahl nannte Landrat Georg Grabner beim Besuch der beiden Minister in Berchtesgaden. Im einzelnen waren dies: 720 Feuerwehrleute, 372 Hilfskräfte des THW, 118 Landespolizisten, 230 Bundespolizisten, 240 Bundeswehr-Soldaten, 60 Bergwacht-Einsatzkräfte, 31 BRK-Helfer, fünf Malteser und sechs Angehörige der Wasserwacht. Dazu kommen noch viele, viele Arbeiter der kommunalen Bauhöfe, wie die Winterdienstfahrer.

Update, 16.20 Uhr:

Das Rote Kreuz sichert am heutigen Montag weiterhin abgeschnittene Ortschaften und Dachräumarbeiten medizinisch ab und unterstützt die Hilfskräfte beim Räumen des Schnees von einsturzgefährdeten Dächern. Außerdem versorgen die Malteser die Einsatzkräfte mit warmen Mahlzeiten. Die Sanitäter sind mit rund 100 Einsatzkräften der BRK-Bereitschaften, der Bergwacht im BRK und der BRK-Wasserwacht an mehreren Abschnitten gefordert, um den großen Schnee-Katastropheneinsatz personell, logistisch und technisch zu unterstützen. Zum ausführlichen Artikel geht es hier.

Update, 13.17 Uhr:

Der Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann besuchten am Vormittag die Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks in Berchtesgaden. Zahlreiche Helfer sind heute damit beschäftigt, das Dach der Eishalle von den Schneemassen zu befreien. Aufgrund der enormen Last des vom Regen getränkten Schnees drohen im Landkreis zahlreiche Dächer einzubrechen, wenn sie nicht rechtzeitig abgeräumt werden.

Bundesinnenminister Seehofer hatte 230 Beamte der Bundespolizei mit einem technischen Einsatzzug nach Berchtesgaden mitgebracht. Die würden die hiesigen Einsatzkräfte mindestens bis Mittwoch, wenn nötig auch länger, unterstützen, versprach Seehofer in einer Pressekonferenz im Feuerwehrhaus in Berchtesgaden.

Bilder vom Besuch:

Update, 12 Uhr:

Aufgrund der anhaltenden Schneefälle müssen im Landkreis Berchtesgadener Land weiterhin zahlreiche Straßen gesperrt werden. Auch beim öffentlichen Nahverkehr kommt es zu vereinzelten Ausfällen. Die Bahnlinie zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden ist komplett gesperrt, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. An allen staatlichen Schulen im Landkreis Berchtesgadener Land entfällt der Unterricht heute und am morgigen Dienstag, 15. Januar 2019. Alle Schulen sind jedoch geöffnet, um eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

Aktuelle Straßensperrungen:

Die folgenden Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Berchtesgadener Land sind derzeit gesperrt (Stand: Montag, 12 Uhr):

  • B21: in beiden Richtungen zwischen Unterjettenberg und Bad Reichenhall/Höhe Festplatz
  • B305: in beiden Richtungen von Unterjettenberg bis zum Wachterl in Ramsau b. Berchtesgaden (Taubensee) 
  • B305: in beiden Richtungen zwischen den Abzweigen ST 2101 und B 21 (sogenannter Weinkaser) 
  • B305: in beiden Richtungen zwischen Ilsank nach Abzweigung Schönau/Duftberg und Wimbachbrücke
  • B305: in beiden Richtungen zwischen Inzell und Weißbach a. d. Alpenstraße im Bereich Gletschergarten
  • Staatsstraße 2102: in beiden Richtungen zwischen Oberteisendorf und Neukirchen
  • Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen vom Kreisverkehr Dokumentation Obersalzberg bis Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden)
  • Staatsstraße 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt
  • Kreisstraße BGL 5 (Tiefenbachstraße) in Marktschellenberg

Alle aktuell gültigen Sperrungen von Gemeinde- bzw. Forststraßen, Rad-/Wander- und Gehwegen geben die jeweiligen Gemeinden auf ihren Websites bekannt.

Die Einsatzleitung der Führungsgruppe Katstrophenschutz am Landratsamt Berchtesgadener Land bittet die Autofahrer im Berchtesgadener Land dringend darum, ihre Fahrweise den winterlichen Bedingungen, vor allem den durch die Schneemengen verengten Straßenbreiten, anzupassen.

Einschränkungen im Linienbusverkehr:

Folgende RVO-Linien sind komplett gesperrt:

  • 828 Bad Reichenhall - Unterjettenbeg - Melleck Ortsmitte
  • 836 Berchtesgaden-Marktschellenberg-Freilassing
  • 837 Berchtesgaden-Maria Gern-Hintergen
  • 838 Berchtesgaden - Dokumentation - Buchenhöhe – Christophorusschule
  • 845 Ramsau – Hochschwarzeck
  • 848 Berchtesgaden - Oberau – Rossfeld
  • 853 Freilassing-Surheim-Saaldorf-Schign

Eine Teilsperrung gilt für:

  • 839 Ringlinie Berchtesgaden: Haltestelle Insula kann nicht bedient werden
  • 846 Berchtesgaden - Unterstein - Schönau - Ramsau – Hintersee: Bus fährt nur bis Haltestelle Hintermühle

Schienenverkehr:

Die Bahnlinie zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden ist gesperrt, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.

Unterrichtsausfälle an Schulen im Landkreis:

An allen staatlichen Schulen im Landkreis Berchtesgadener Land fällt der Unterricht heute und am morgigen Dienstag, 15 Januar, aus. Alle Schulen sind jedoch geöffnet und eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler ist dadurch gewährleistet. 

Bürgertelefon:

Das Bürgertelefon (Telefon: 08651/773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land für Bürgerinnen und Bürger aus den K-Fall-Gemeinden wird am Montag, 14. Januar 2019, voraussichtlich bis 18 Uhr erreichbar sein.

Meldungen vom Montagmorgen:

Biathlon-Weltcup in Ruhpolding: Eröffnungsfeier abgesagt

In einem Video auf der Facebookseite des Biathlon-Weltcups hat der Ruhpoldinger Bürgermeister bekanntgegeben, dass die Eröffnungsfeier für die Großveranstaltung in der Chiemgau-Arena abgesagt werden muss.

Der Grund dafür liegt insbesondere in den schwierigen Rahmenbedingungen, wie Claus Pichler erklärt. Deshalb hat sich das Organisationskomitee dazu entschieden, am Montag und Dienstag keine Besucher in die Arena zu lassen und damit auch die Feier am Dienstagabend nicht abzuhalten.

Für die kommenden Tage werde allerdings eine deutliche Wetterbesserung erwartet, sodass die Wettkämpfe ab Mittwoch wie geplant stattfinden können. Das und mehr berichtet das Gemeindeoberhaupt im Video:

Lawinenabgang am Gletschergarten bei Schneizlreuth

Am Sonntagabend gegen 21.45 Uhr meldeten Autofahrer eine rund acht Meter hohe und 20 Meter breite Lawine, die aus einem steilen Graben auf der Westseite des Scharnkopfs abgegangen war und die B305 zwischen Weißbach an der Alpenstraße und der Zwing bei Inzell kurz vor dem Gletschergarten komplett verschüttet hatte.

Da zunächst völlig unklar war, ob der sehr nasse und dichte Schnee, der an der Begrenzungsmauer der Bundesstraße stehengeblieben war, womöglich mehrere Autos verschüttet hatte, schickte die Leitstelle Traunstein von beiden Seiten Einsatzkräfte los, darunter die Freiwilligen Feuerwehren Weißbach, Inzell und Karlstein, das Technische Hilfswerk (THW), die Bergwachten Inzell und Bad Reichenhall und die Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau.

Zwei Lawinenhunde suchten die Schneemassen ab; die Bergwacht Inzell sondierte mit verlängerbaren Sonden, und die nachgeforderte Reichenhaller Bergwacht kontrollierte mit einem Halbleiter-Suchgerät, wobei nach einiger Zeit feststand, dass keine Menschen zu Schaden gekommen waren.

Die Feuerwehr sperrte die Einsatzstelle ab, leuchtete die Lawine aus, musste mitgerissenes Holz mit der Motorsäge zerkleinern und errichtete bereits in Karlstein eine vorrübergehende Sperre, da auch bereits zwischen der Wegscheid am Antoniberg-Tunnel und Weißbach mehrere kleine Nassschneerutsche auf die Alpenstraße abgegangen waren. Nur wenige Autos, darunter auch ein Reisebus, standen im Stau.

Ein Radlader einer Inzeller Baufirma, die auch im Winterdienst mithilft, räumte die Bundesstraße wieder frei. Insgesamt waren 25 Einsatzkräfte der Bergwacht vor Ort und in den beiden Wachen in Bereitschaft. Die Reichenhaller Polizei nahm den Zwischenfall auf. Die Einsatzkräfte bitten aus aktuellem Anlass erneut alle Verkehrsteilnehmer, die Sperre von Straßen und Wegen unbedingt ernst zu nehmen.

Holztransporter kippt auf der A8 bei Piding um

Am Montagmorgen gegen 5.20 Uhr ist auf der A8 in Fahrtrichtung München an der Unterführung zwischen Pidinger Au und Dorf ein Holztransporter aus dem Salzburger Flachgau auf die Beifahrerseite umgekippt. Das Fahrzeug blieb auf der rechten Spur und in der angrenzenden Wiese liegen, wobei mehrere große Stämme von der Ladefläche stürzten und auch der Wildschutzzaun umgerissen wurde.

Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall und Piding und das Reichenhaller Rote Kreuz zum Unfallort. Notarzt und Notfallsanitäter versorgten den verletzten 44-jährigen Fahrer und brachten ihn dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Feuerwehr und die Autobahnmeisterei sicherten die Unfallstelle ab, reinigten die Fahrbahn, regelten den Verkehr und unterstützten die aufwendige Bergung. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein nahmen den genauen Hergang auf. Der restliche Verkehr konnte die Einsatzstelle zunächst auf der linken Spur passieren.

Hier geht es zu den Meldungen vom Wochenende >

Leserfotos zu den Schneefällen in der Region:

red/BRK BGL