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412 Bergwanderer erobern die Berchtesgadener Gebirgswelt

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Gipfelfreuden auf dem Untersberg. (Fotos: Wechslinger/3 und privat/1)
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Diese Wanderer stammen aus dem finnischen Tampere.
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Auch das Ehepaar Schlesecker aus Hessen ist am Ziel.
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Es ist geschafft: Einmarsch in der Fußgängerzone.

Berchtesgaden – Genau 412 Teilnehmer marschierten am Wochenende beim 7. Berchtesgadener Land Wander-Festival kreuz und quer durch die heimische Gebirgswelt.


Veranstalter Toni Grassl von »grassl event & promotion services« konnte zufrieden sein, vor allem, weil alle Touren bis auf kleinere Blessuren unfallfrei verlaufen sind.

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Die Teilnehmer waren einmal mehr von der Schönheit der Landschaft und vor allem von der perfekten Organisation überwältigt. Wenngleich den Bergfexen aus nah und fern kein Sonnenschein beschert war, so blieb man weitgehend trocken. Nur am Ende der Wanderungen setzte etwas Regen ein. Für Toni Graßl und sein Team war Berchtesgaden nach Tegernsee die zweite große Veranstaltung, es folgen noch die Tourismusregionen Oberstaufen, Wernigerode, Maishofen und die Alpenregion Karwendel.

Der Veranstalter bot den Teilnehmern neuerlich mehrere Varianten an. So führte die 56 Kilometer lange 24-Stunden-Wanderung »Untersberg extrem« vom Weihnachtsschützenplatz zum Stöhrhaus, Hochalm, St. Leonhard, die Barmsteine, Gmerk, Ahornkaser und Obersalzberg über 3 600 Höhenmeter zurück zum Ausgangspunkt. Noch eine Schippe draufgelegt haben die 80 Teilnehmer bei der beliebten 24-Stunden-Wanderung »Watzmann extrem« über 63 Kilometer und 3 050 Höhenmeter. Sie marschierten zunächst zum Königssee und über Kühroint zum Watzmannhaus und weiter zum Hocheck.

Nach dem Abstieg in die Ramsau ging es zur Mordaualm, Loipl, das Hochschwarzeck, Söldenköpfl wieder zurück nach Berchtesgaden. Die meisten Teilnehmer zog mit 140 Bergsportlern die klassische Variante Watzmann alpin an. Die Teilnehmer kamen heuer aus ganz Deutschland, Österreich und sogar aus Luxemburg und dem fernen Finnland. Die finnischen Teilnehmer aus Tampere lieben die Berge, da bei ihnen alles sehr flach ist. Wolfgang Schlesecker aus Bibertal in Hessen hat seiner Frau Angelika mit der Teilnahme am Wanderfestival ein besonderes Geschenk zu ihrem Geburtstag gemacht. Das Ehepaar Schlesecker richtete einen Dank an die Veranstalter und an die Bergführer für eine perfekte Durchführung. Auch Konrad Barth aus dem Badischen war schon dreimal in Berchtesgaden dabei.

Schon traditionell marschierte Franziskaner-Pater Kajetan mit, der am Hirschkaser eine Bergmesse zelebriert hat. Auch der Mannheimer Markus Maldinger absolvierte ein weiteres Mal die klassische Watzmann-alpin-Tour und dachte dabei immer wieder an seine vor vier Jahren verstorbene Frau (wir berichteten über Maldingers Gipfelüberschreitungen im Gedenken an seine damals schwer kranke Frau).

Start und Ziel für die meisten Bergwanderungen war der Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden. Hier fanden sich gestern Sonntag auch alle zum sogenannten Finisherfrühstück ein. Mit stolz geschwellter Brust waren die Bergsteiger in der Fußgängerzone einmarschiert, um im Rahmen einer Preisverleihung Urkunden und Auszeichnungen entgegenzunehmen. In angenehmer Weise moderiert wurde die Veranstaltung von Bernd Cernin. Christian Wechslinger