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Alpenverein macht Ausflug in den Schnee

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Auf der Paternkofelrunde mit Blick auf die Drei Zinnen. Fotos: DAV
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Aufstieg zum Roten Kinkele.

Sillian – Schnee gab's diesen Winter in den Berchtesgadener Bergen nur wenig, dafür aber in Osttirol. 38 DAV-Mitglieder der Sektion Berchtesgaden begaben sich deshalb im Rahmen der Skitourentage auf den Weg dorthin. Quartier wurde im winterlichen Sillian bezogen. Im hintersten Winkel von Innervillgraten starteten alle zur ersten Skitour auf die sehr lohnende Kreuzspitze (2 624 Meter). Wolkenloser Himmel, zum Teil unberührte Pulverschneehänge – so konnte es weitergehen.


Am nächsten Tag stand gleich eine Überschreitung auf dem Programm. Gestartet wurde direkt im Ort Innervillgraten. Hinauf ins Einettal gab es noch einen breiten Weg, die steilen Hänge zum Roten Kinkele (2 763 Meter) und zum Hochstein (2 827 Meter) mussten aber erst gespurt werden – die Berchtesgadener waren die Ersten. Genauso präsentierten sich auch die Abfahrten zur Kamelissenalm und die Riesenflanke hinunter ins Arntal zum Oberstaller-Almdorf. Angesichts dieser Traumlandschaft beschwerte sich auch niemand über das lange Schieben ins Tal. In die Dolomiten wollte man auch, also begab man sich auf Fahrt ins Fischleintal. Die Schnelleren wagten sich an die große Runde über Dreizinnenhütte, Paternsattel, Büllelejoch und noch auf die Oberbachernspitze mit 2 675 Metern. Die Tour für die Langsameren ging auf den Sextener Stein, ein Paradeaussichtsberg gegenüber den Drei Zinnen. In der Talschlusshütte trafen sich alle wieder.

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Die Berge mit den lustigen Namen Marchkinkele (2 546 Meter) und Pürglesgungge (2 500 Meter) bestiegen die Berchtesgadener am nächsten Tag. Während sich nordseitig bester Pulver hielt, gab es auf den verharschten oberen Hängen doch ein paar Stürze.

Bei einem Hüttenabend in Kalkstein kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz, die DAVler schwangen sogar das Tanzbein. Nicht allzu spät kehrten sie nach Sillian zurück, stand doch am Morgen wieder eine große Überschreitung an. Von Außervillgraten ging es über schöne freie Hänge auf den Gabesitten (2 665 Meter) und weiter hinauf zum Hohen Kreuz auf 2 784 Meter sowie schließlich noch zum Hohen Haus. Ein paar fröhliche Juchizer begleiteten die Gruppe hinunter über endlose Pulverschneehänge ins Winkltal.

Am Kartitschen Sattel klang die Tourenwoche mit der Besteigung des Dorfbergs, der eigentlich kein Skiberg ist, und der sehr schönen Öfenspitze aus. Dieses Skitouren-Dorado in Osttirol mit seinen idealen Touren, seinen besonders freundlichen Bewohnern und der ursprünglichen Kulturlandschaft wird den Berchtesgadenern noch lange in Erinnerung bleiben. Ch.Z.