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Am Telefon heißt es künftig: »Bergerlebnis Berchtesgaden«

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Das »Bergerlebnis Berchtesgaden« ist nun im AlpenCongress daheim. Diesen Namen gab sich am Donnerstag der bisherige Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee. (Foto: Ulli Kastner)

Berchtesgaden – »Bergerlebnis Berchtesgaden« heißt es ab sofort am Telefon bei der bisherigen Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK). Nach dem Austritt aus der Berchtesgadener Land Tourismus Gesellschaft und dem Aufbau einer eigenen Abteilung Destinationsmanagement gab sich der Zweckverband auf seiner Sitzung am Donnerstag einen neuen Namen.


»Wir mussten erkennen, dass die Abkürzung TRBK nicht jedem geläufig ist«, stellte Verbandsvorsitzender Dr. Bartl Wimmer am Donnerstag fest. Und die Formulierung »Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee« gehe nicht leicht vom Mund. Mit der Eingliederung der neuen Abteilung Destinationsmanagement sei nun auch die Diskussion aufgekommen, wie man sich künftig am Telefon melden soll. »Frühere BGLT geht ja auch schlecht«, scherzte Wimmer. Die Diskussion habe schließlich zum Namen »Bergerlebnis Berchtesgaden« geführt. »So werden sich künftig die Touristiker am Telefon melden.«

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Für die Gemeinde Schönau am Königssee heißt dies freilich, dass sie künftig auf den bei Urlaubern allseits bekannten Begriff »Königssee« im Namen des Zweckverbands verzichten muss. Für Bürgermeister Hannes Rasp, 2. Verbandsvorsitzender, aber kein Problem, wie er am Donnerstag bekräftigte. »Wir haben uns von Anfang an zum Markenprozess bekannt.« Und der Begriff »Bergerlebnis Berchtesgaden« sei die konsequente Umsetzung dieses Markenprozesses. Das sah auch Dr. Bartl Wimmer so: »Touristisch ist es der richtige Schritt – und es gab im Ausschuss darüber keine politische Diskussion.« Die entsprechenden Beschlüsse zu den Satzungsänderungen fasste der Verband dann auch einstimmig.

Zuvor hatte noch eine weitere Satzungsänderung die Verbandsversammlung passiert. Es ging dabei um die Zweckvereinbarungen mit einigen Gemeinden im nördlichen Landkreisteil, mit denen die TRBK weiterhin zusammenarbeiten wird. Entsprechende Beschlüsse haben Anger und Piding bereits gefasst, in Teisendorf könnte man sich ebenfalls bald für eine weitere Kooperation mit der bisherigen TRBK entschließen. In der nach einstimmigem Beschluss zu ändernden Satzung wird nun festgehalten, dass es bei einer Kooperation mit mindestens drei Gemeinden aus dem Rupertiwinkel einen weiteren Sitz im Verband geben wird. Auch wird dann die Möglichkeit bestehen, als nicht abstimmungsberechtigtes Mitglied an den Ausschusssitzungen teilzunehmen. »Sinn würde es machen, wenn das ein Bürgermeister ist«, sagte Wimmer. Sollten es mindestens fünf Gemeinden aus dem Rupertiwinkel sein, dann wird es zwei weitere Sitze in der Verbandsversammlung und einen Sitz im Ausschuss geben. »Wir wollen die Zusammenarbeit mit dem Rupertiwinkel auch in Zukunft gerne fortsetzen, unsere Hand bleibt ausgestreckt«, sagte der Verbandsvorsitzende.

Wimmer stellte außerdem als neuen Verbandsrat für die Marktgemeinde Berchtesgaden Michael Stanger vor. Der ist Ersatz für Katharina Walch, die seit 1. Januar neue Leiterin der Touristinfo Berchtesgaden ist. »Beide Ämter sind nicht kompatibel«, erklärte Wimmer. Stellvertretender Verbandsrat ist nun Helmut Hölzlwimmer. Michael Stanger ersetzt Katharina Walch außerdem als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss.

Gedacht hat man auf der Verbandssitzung am Donnerstag auch eines langjährigen Beschäftigten beim Zweckverband. Franz Vogl war am 27. Januar nach 40-jähriger Arbeit für den Verband verstorben. Ulli Kastner

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