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Arbeiten an Götschen-Beschneiungsanlage bereits in vollem Gange

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Bischofswiesen: Arbeiten an Götschen-Beschneiungsanlage in vollem Gange | Ski
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Die Schneilanzen am Götschen werden derzeit erneuert. (Archivfoto: Christian Wechslinger)

Bischofswiesen – Die Beschneiungsanlage am Götschen darf nun doch ertüchtigt werden. Allerdings nur die Schneilanzen, die Schneischächte und die Leitungen darin. Die Arbeiten dazu laufen seit Montag. Wie berichtet, hatte der BUND Naturschutz gegen eine Teilgenehmigung der Ertüchtigungs- und Erweiterungspläne am Skigebiet Götschen, erteilt vom Landratsamt Berchtesgadener Land, geklagt. Diese Klage hat eine aufschiebende Wirkung, was die Maßnahmen am Götschen betrifft.


Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber und Rita Poser, Kreisvorsitzende des BUND Naturschutz, haben sich nun in den vergangenen Wochen mehrmals zusammengesetzt und laut Weber »konstruktive« Gespräche geführt. Das Ergebnis: Der BN hat keine Einwände dagegen, dass die Gemeinde die vorhandenen Schneilanzen und die Technik darin erneuert. Denn die alten sind nicht mehr auf dem neuesten Stand und können sogar gefährlich sein, wie Weber erklärt.

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Die alten Wasserrohre in den Schneischächten seien teils schon porös und könnten Wasser verlieren. Gefährlich wird es, da in denselben Schächten Stromleitungen verlaufen. Um diese Gefahr von Stromschlägen oder Kurzschlüssen zu bannen, werden diese alten Leitungen, Schächte und Lanzen nun saniert.

Die Klage des BN richtete sich gegen den Teilgenehmigungsbescheid des Landratsamtes. Das Landratsamt hat diesen nun nach den Gesprächen durch eine neue Teilgenehmigung ersetzt. »Diese ist mit der Klägerin abgestimmt«, betont Thomas Weber und nimmt Bezug auf die BN-Kreisvorsitzende.

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Bürgermeister Thomas Weber. (Foto: Annabelle Gabriel)
Ist mit der jetzigen Einigung zufrieden: Bürgermeister Thomas Weber. (Foto: Annabelle Gabriel)

Der allgemeine Bauantrag wird währenddessen noch beim Landratsamt bearbeitet. Denn die anderen Maßnahmen, unter anderem die Erweiterung des Speicherteichs, waren nicht Teil der jetzigen Einigung, wie Weber im Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger« betont. Es soll weitere Verhandlungen zwischen der Gemeinde und dem BUND Naturschutz geben, die die anderen geplanten Maßnahmen betreffen – neben der Teicherweiterung auch die Anschaffung neuer Pumpen und der Bau weiterer Schneilanzen auf der Waldabfahrt.

Laut Bürgermeister dauern die Arbeiten am Beschneiungssystem nun voraussichtlich bis Ende November »oder eben bis zum Wintereinbruch«. »Dann muss die Anlage in einen funktionsfähigen Zustand gebracht werden, um im Winter beschneien zu können.« Die dann noch fehlenden Lanzen sollen im Frühjahr ertüchtigt werden.

Zur jetzigen Einigung sagt Weber: »Ich bin zufrieden. Ich hoffe aber, dass wir in weiteren Gesprächen die Ertüchtigung der gesamten Anlage erreichen können.«

Rita Poser äußert sich auf Nachfrage zu der Thematik: »Unsere Klage richtete sich gegen die Erweiterung, da die jetzt geforderte Wassermenge aus dem Schwarzeckbach nicht nachgewiesen werden konnte, obwohl die Gemeinde über zehn Jahre dafür Zeit hatte. Eine Lösung wäre der Wasserrechtsbescheid. Es geht wohl vor allem um Fördergelder.«

Damit spricht sie an, dass die Gemeinde den Speicherteich zum einen vergrößern will und zum anderen mit der geplanten neuen Pumpe ein Vielfaches der derzeitigen Wassermenge verarbeitet werden kann. Über dieses Thema muss noch diskutiert werden. Die Beteiligten wollen an die Öffentlichkeit herantreten, sobald es dazu Neuigkeiten gibt.

Unsere bisherige Berichterstattung:

Annabelle Gabriel