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Die Chiemgauhalle wird umgebaut

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An der hinteren Seite der Chiemgauhalle ist ein weiterer Anbau geplant, der das Anliefern der Tiere erleichtern soll.
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An dieser Stelle in der Chiemgauhalle soll laut Verbandsverwalter Bernhard Reiter eine neue Waschanlage für Tiere gebaut werden. (Fotos: Reiter)

Traunstein – Die Chiemgauhalle auf dem Festplatz in Traunstein soll saniert werden, um die Vermarktung der Kälber auch für die Zukunft sicherzustellen. Insgesamt will der Rinderzuchtverband rund 1,2 Millionen Euro für einen neuen Anbau und Verbesserungen im Innenbereich ausgeben. Bei einem Rundgang informierte Verbandsverwalter Bernhard Reiter über die wichtigsten Maßnahmen.


In der Chiemgauhalle findet alle zwei Wochen ein Kälbermarkt statt, bei dem 700 bis 1000 Jungtiere verkauft werden. »Die Kälber brauchen mehr Platz«, sagt Bernhard Reiter und zeigt auf die Boxen im Stall der Chiemgauhalle.

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Dort warten die Tiere, bis die Versteigerung beginnt. Er begründet den notwendigen Umbau mit dem Tierwohl. »Den Kälbern steht mehr Platz zur Verfügung und die Kühe am Zuchtviehmarkt können sich wie im Laufstall frei bewegen und müssen nicht mehr angebunden werden.« Angeliefert werden die Tiere an der Rückseite der Chiemgauhalle.

Dort soll eine weitere Halle angebaut werden, die unter anderem den Antransport der Tiere erleichtern soll. »Jetzt müssen die Bauern rückwärts zur Halle hinfahren. Mit dem Anbau können sie dann vorne reinfahren, Kühe oder Kälber abladen und hinten wieder rausfahren«, erklärt Bernhard Reiter. Außerdem soll dort auch ein Waschplatz für Lastwagen entstehen. Ein solcher ist auch im Inneren der Chiemgauhalle für die Kühe geplant. »Damit sie noch einmal schön herausgeputzt werden können für den Verkauf«, sagt Reiter und lacht. Neben dem Kälbermarkt finden in der Chiemgauhalle auch einmal im Monat der Großviehmarkt und einmal im Jahr der Pferdemarkt statt. Des Weiteren gibt es auch Veranstaltungen wie Kabaretts oder Theater. »Vergangenes Jahr hatten wir zum Beispiel Monika Gruber und Günter Grünwald bei uns.«

In der Chiemgauhalle wurde die Heizung für rund 60 000 Euro bereits erneuert, im Stall soll dies im Zuge des Umbaus passieren. Beginnen will der Rinderzuchtverband mit der Sanierung im Frühjahr. »Schön wäre es, wenn wir das Ganze noch in diesem Jahr abschließen könnten«, sagt Bernhard Reiter. Gebaut wurde die Halle vor 40 Jahren. Sie gehört dem Rinderzuchtverband, steht aber auf dem Grund der Stadt. »Der Erbpachtvertrag wurde um weitere 30 Jahre verlängert, da rentiert es sich also, Geld zu investieren.« Bernhard Reiter schätzt die Kosten für die Sanierung auf rund 1,2 Millionen Euro. Er und seine Kollegen hoffen aber auf einen Zuschuss von der Landesanstalt für Landwirtschaft. KR

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