weather-image
11°

Ein Parkdeck und zwei Saunahütten – Umbau am Berghotel »Rehlegg«

2.0
2.0
Ramsau: Umbau am Berghotel "Rehlegg": Ein Parkdeck und zwei Saunahütten
Bildtext einblenden
Die Rehlegg-Leiten soll weiterhin erhalten bleiben. Allerdings dient sie dann nicht mehr als Ausgleichsfläche. (Foto: Christian Wechslinger)

Ramsau – Das Berghotel »Rehlegg« will sein Angebot verbessern: Dazu sollen nicht nur neue Lagerräume geschaffen werden, auch der Außenbereich soll für Gäste attraktiver gestaltet werden. Für die Umbauarbeiten ist eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Der Gemeinderat Ramsau hat in der Sitzung am Dienstagabend einstimmig den Beschluss für die frühzeitige Beteiligung gefasst.


»Das Hotel Rehlegg verfolgt das Ziel, die Qualität zu sichern und zu steigern«, sagte Dipl. Ing. Peter Rubeck von der Planungsgruppe Strasser in der Sitzung am Dienstagabend, als er die Pläne vorstellte. Im östlichen Bereich sollen ein Außenschwimmbereich und zwei Saunahütten entstehen. Die Hütten werden gestaffelt im Hangbereich errichtet.

Anzeige

Zudem stehen Änderungen der Lagermöglichkeiten an. »Das Hotel will einen Keller für Käse schaffen«, so Rubeck. Zudem werde eine Wendemöglichkeit für Lkw eingerichtet. Dazu müsse auch eine Rampe in den Keller verlegt werden. Geplant ist auch ein Gebäude für eine Hackschnitzelheizung.

Das Hotel befindet sich baurechtlich in einem Sondergebiet, daran schließt sich im westlichen Teil ein allgemeines Wohngebiet an. Rubeck erläuterte, dass für die Umsetzung eine Änderung der Bauparzelle und des Sondergebiets vorgenommen werden muss. Durch diese Änderungen müssten die Verantwortlichen Ausgleichsflächen in der Größe von 5650 Quadratmetern schaffen. Eine entsprechend große Fläche befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite, dort möchten die Hoteliers Teile des Fendtenwalds als solche Schutzfläche deklarieren. »Diese Maßnahme ist bereits mit der Naturschutzbehörde und mit dem Forst abgestimmt«, sagte Rubeck.

Gemeinderat Franz Schwab (CSU) hakte zum Thema »Ausgleichsflächen« nach. Er wollte wissen, ob der Wald weiterhin wirtschaftlich betrieben werden könne. »Nein, der Wald soll in einen Bergschutzwald umgewandelt werden«, antwortete Landschaftsarchitekt Rubeck. Die Umtriebszeit, also der Zeitraum zwischen der Bestandsbegründung und der Endnutzung, würde sich auf 60 bis 80 Jahre erhöhen. Hannes Grill (Ramsauer Wahlblock) wiederum gefiel die Idee »Parkdeck«.

»Die Parkplätze stören das Bild massiv, mit der begrünten Fläche kann man dieses Problem beheben.« Grill kritisierte aber, dass die westlichen Bauparzellen nach wie vor nicht umgesetzt worden sind. »Da ist Platz für Wohnraum.«

Sebastian Karl (RW) sah ein anderes Problem. »Meines Wissens beschäftigt das Hotel derzeit 75 Mitarbeiter. Viele kommen aus Rumänien oder Bulgarien.« Karl wollte wissen, ob das Hotel die Errichtung einer Mitarbeiterunterkunft geplant habe.

Das verneinte der anwesende Landschaftsarchitekt. »Schade, das Hotel ›Edelweiss‹ hat gleich ein solches Haus gebaut«, sagte Karl. Martin Willeitner, Geschäftsführer der Gemeinde Ramsau, merkte an, dass ein solches Anliegen in das Verfahren mit eingebracht werden könnte. Das Hotel befinde sich laut dem dritten Bürgermeister Josef Maltan (CSU) auf dem richtigen Weg. »Wir wollen sanften Tourismus, also Klasse statt Masse.«

Lena Klein