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Grün-Ober-Verein Kraimoos stellt neuen Maibaum auf – Festlicher Einzug mit Pferden

Grabenstätt – Wie schnell die Zeit vergeht, ist einem am vergangenen Sonntag beim Maibaumaufstellen in Kraimoos bewusst geworden. Vor sechs Jahren hatte der Grün-Ober-Verein Kraimoos letztmals einen Maibaum aufstellen können. Das lange Warten wurde nun mit Bilderbuchwetter und vielen gut gelaunten Gästen aus nah und fern belohnt.


Nur eineinhalb Stunden brauchten die rund 30 Männer des Grün-Ober-Vereins um das 26 Meter lange Prachtexemplar – erstmals mit einem kupfernen Gockel auf der Spitze – im Garten des Traditionswirtshauses Kraimoos in seine angestammte Position zu bringen. Und zwar ganz traditionell mit „Schwalben“ und reiner Muskelkraft. Jubel und Applaus waren ihnen nach getaner schweißtreibender Arbeit sicher und zur Feier des Tages wurde im Wirtsgarten sogar das Tanzbein geschwungen.

Zuvor war der von 2. Vereinsvorstand Josef Kreiler gestiftete Baum mit zwei prächtigen Pferden zum angedachten Standort gezogen worden. Auch ein prächtiger „Fasslwagen“ vom Hofbräuhaus Traunstein war wieder mit dabei. Gezogen wurde er von einem imposanten Kaltblüter-Vierergespann.

„Nachdem es 2020 und 2021 wegen Corona nicht möglich war, haben wir heuer gesagt »Jetzt pack ma´s«, es muss beim Wirt endlich wieder ein Maibaum stehen. Sonst hätten wir ihn mit dem Kran aufgestellt“. betonte die 1. Vorsitzende des Grün-Ober-Vereins Irene Dangl. Dass man sich die Auslöse und möglicherweise langwierige Verhandlungen um diese sparen konnte, hatte seinen Grund.

„Wir haben unseren Baum einfach sehr gut bewacht“, meinte Dangl mit einem Augenzwinkern, wohlwissend, dass man ihn trotzdem hätte stehlen können. Damit endete nun die rund dreijährige Maibaum-Abstinenz in Kraimoos. Während die Gäste im Wirtsgarten mit feinem Essen und kühlen Getränken verköstigt wurden und die Kinder sich unter anderem auf der Hüpfburg vergnügten, sorgte die Chieminger Blasmusik für beste Stimmung und Unterhaltung. Zwei Jahre lang waren solche geselligen, zünftigen Veranstaltungen in der Form nicht mehr möglich gewesen und die Entzugserscheinungen waren bei allen Beteiligten sehr groß.

mmü