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»Mängel bei Abrechnungen beseitigen«

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Andreas Danzer

Zur Person: In Grabenstätt ist das Zuhause von Andreas Danzer. Der Firmenkundenberater im Außendienst, der Mitglied der Freien Wähler ist, sitzt seit 2008 im Gemeinderat. Danzer ist 41 Jahre alt. Es ist seine erste Kandidatur für den Posten des Traunsteiner Landrats.


Der Tourismus ist für viele Gemeinden das wichtigste Zugpferd. In welche Richtung wollen Sie die Vermarktung des Landkreises lenken?

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Der Tourismus ist ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor in unserer Region. Mehr Gemeinsamkeiten in Sachen Vermarktung sind der Schlüssel zum Erfolg, um Synergieeffekte erzielen zu können und somit den größten gemeinsamen Nutzen zu erreichen. Ein Zusammenschluss der Tourismusverbände Rosenheim und Traunstein ist unumgänglich.

Der Landkreis muss immer mehr Asylbewerber aufnehmen, doch es fehlen Unterkünfte. Wie wollen Sie das Problem lösen?

Eine dezentrale Unterbringung in kleineren Einheiten ist vorrangig, um eine erfolgreiche Integration und Akzeptanz zu gewährleisten. Dies kann nur gemeinsam mit unseren Bürgermeistern und Kommunen gemeistert werden. Eine enge Verzahnung und Aufklärung ist geboten. Der Bürger muss gemeinsam gewonnen werden. Es muss akzeptiert werden, dass alle Gemeinden hiervon betroffen sein werden.

Wie sehen Sie die Zukunft der Kreiskliniken? Sollten alle Standorte erhalten bleiben?

Die Zukunft der Kliniken sehe ich in kommunaler Hand. Ebenso sollen alle Standorte erhalten bleiben. Um dem hohen Defizit dauerhaft entgegenzutreten, sind einige individuelle Maßnahmen nötig. Durch mein berufliches Tätigkeitsfeld habe ich festgestellt, dass die Codierung und Abrechnung in der Verwaltung ein erhebliches Problem darstellt. Hier sprechen wir von Fehlcodierungen von bis zu 60 Prozent. Einer Rechnungsstellung von Privatrechnungen von bis zu drei Monaten und länger stellt ebenso ein Problem dar. Diese Mängel im Abrechnungswesen müssen umgehend beseitigt werden und haben oberste Priorität. Außerdem müssen Marktlücken genutzt werden, wie zum Beispiel eine Rheumatologie oder endokrinologische Abteilung.

Politische Entscheidungen dürfen künftig keine Maßnahmen mehr blockieren. Mir schwebt vor, Kompetenzzentren zu errichten, um Synergieeffekte zu schaffen. Dies stärkt eine Belegung der Häuser und fördert eine Abrechnung der Leistungen im Erstversorgerbereich. Eine Abgrenzung zwischen Erstversorgung und Nachversorgung ist außerdem dringend notwendig. Dies benötigen wir auch hinsichtlich unserer Codierungsfehler.